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Verbrennungen und Verbrühungen Kleinkinder besonders betroffen
mailto:s.woelk@das-sichere-haus.de 

13.03.2006 , DSH - Aktion Das Sichere Haus
Hamburg (ots) - Eine Tasse voll mit dampfendem Kaffee - eigentlich
ein alltäglicher Genuss und doch brandgefährlich für Kleinkinder:
Schon der heiße Inhalt einer einzigen Tasse kann bis zu 30 Prozent
der Haut eines Kleinkindes verbrühen. Und das sehr schnell: nach nur
dreißig Sekunden Temperatureinwirkung von 54 Grad Celsius zeigen sich
Brandblasen auf der Haut.
Verbrennungen und Verbrühungen sind nach den offenen Wunden die
zweithäufigste Verletzungsart bei Kindern unter sechs Jahren.
Da meistens das Gesicht, der Hals, das Dekolleté und die Unterarme
betroffen sind, ist die Behandlung von Brandverletzungen oft sehr
aufwändig, schmerzhaft und langwierig. Und besonders Mädchen leiden
in ihrem späteren Leben stark unter den oftmals bleibenden,
sichtbaren Narben.

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) in Hamburg appelliert deshalb an
Eltern von Kindern unter vier Jahren, Gefahrenquellen für thermische
Verletzungen aus ihrem Haushalt zu verbannen:

- Herabhängende Tischdecken vermeiden: Neugierige Kleinkinder, die
wissen wollen, was auf dem Tisch steht, ziehen sich an der Decke
hoch. Die Decke wird dabei heruntergerissen und mit ihr oft Tassen
und Kannen mit heißen Flüssigkeiten, die sich über die Kinder
ergießen.
- Gefäße mit heißen Flüssigkeiten (Tassen, Becher, Suppenteller,
Suppentöpfe, Inhaliergeräte) so auf Anrichte oder Tisch stellen, dass
kleine Kinder sie nicht erreichen können.
- Die Kabel von Elektrowasserkochern und Kaffeemaschinen sollten
nicht herunterhängen, sondern im hinteren Bereich der Arbeitsfläche
verlegt werden.
- Den Herd durch ein Herdschutzgitter abschirmen und die Griffe von
Töpfen und Pfannen zur Wand drehen.
- Gefäße mit heißen Flüssigkeiten nicht tragen, wenn kleine Kinder in
der Wohnung herumtollen.
- Badewasser sollte maximal 37 Grad Celsius warm sein. Kinder sollten
beim Baden beaufsichtigt werden, damit sie den Heißwasserhahn nicht
allein betätigen.
- In Wärmflaschen keine Flüssigkeiten über 50 Grad Celsius füllen.

Erste Hilfe bei Verbrennungen und Verbrühungen:

Verbrannte oder verbrühte Körperteile sollten mindestens 15
Minuten mit Wasser gekühlt werden, bis der Schmerz nachlässt. Das
Wasser sollte zwischen 15 und 30 Grad warm sein. Kälteres Wasser oder
Eiswürfel schädigen das Hautgewebe noch mehr.
Nach dem Kühlen sollte die Wunde steril abgedeckt werden, da
Brandwunden sich leicht entzünden können. Zum Abdecken eignen sich
mit einer Metallschicht bedampfte Kompressen, da sie weniger mit der
Wunde verkleben.

Für Ihre Fragen:
Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin.
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,


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