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"Kinder frühzeitig schützen - das geht uns alle an" /
Der Bayerische Landtagspräsident Alois Glück unterstützt Papilio
www.papilio.de;  mailto:andrea.nagl@beta-institut.de

07.03.2006, Papilio München (ots) - Politiker aller Fraktionen, Kinder, Eltern und
ErzieherInnen kamen in den Bayerischen Landtag,
um das Präventionsprogramm Papilio auf eine dreijährige
Aufklärungskampagne durch ganz Deutschland zu schicken: "Sucht und
Gewalt gefährden die Gesundheit und die Entwicklung von jungen
Menschen in unserer Gesellschaft - mit gravierenden Folgen. Dieser
Wirklichkeit müssen wir uns stellen", forderte der Bayerische
Landtagspräsident Alois Glück vor rund 150 Zuhörern.

Wer Kinder gegen diese Gefahren schützen will, muss früh ansetzen:
im Kindergarten. Papilio ist ein wissenschaftlich belegtes Programm,
das Kindergärten eine entscheidende Rolle bei der Prävention zuweist
und ErzieherInnen entsprechend qualifiziert.

Publikumsliebling bei der Auftaktveranstaltung waren die Kobolde
der Augsburger Puppenkiste: Heulibold, Zornibold, Bibberbold und
Freudibold sind ein Programmelement von Papilio und unterstützen
Kinder beim Erlernen von Gefühlen. Das ist ein wichtiger Schritt, um
sie gegen die spätere Entwicklung von Sucht und Gewalt zu schützen.
Als fröhliche Botschafter dieses ernsthaften Anliegens waren auch
Kindergartenkinder aus Aystetten, Landkreis Augsburg, mit im Landtag
und bezauberten die Erwachsenenwelt mit ihrem "Mutmachlied".

Entwicklung von Verhaltensstörung verhindern

Papilio ist ein Programm zur Primärprävention, das heißt: Es setzt
bei den Kindern an. "Das soll nicht heißen, dass bereits
Kindergartenkinder süchtig sind. Aber in diesem Alter lernen die
Kinder die entscheidenden Verhaltensweisen, die sie später gegen die
Risiken schützen, die zur Entwicklung von Sucht und Gewalt führen",
erklärte Horst Erhardt, Geschäftsführer des beta Instituts. Papilio
trägt dazu bei, dass Risikofaktoren erst gar nicht entstehen, die
später eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Sucht und
Gewalt spielen.

Die Veranstaltung am 7. März im Bayerischen Landtag war ein
deutliches Signal dafür, dass Politiker quer durch alle Parteien,
Fachleute, ErzieherInnen und Eltern hinter Papilio stehen: Alle
Beteiligten haben das Anliegen, Papilio in möglichst vielen
Kindergärten zu verbreiten. Eine Aufklärungskampagne mit
Unterstützung der Augsburger Puppenkiste quer durch Deutschland soll
dieses Anliegen unterstützen.

Auf drei Ebenen: drei kindorientierte Maßnahmen

Konkret setzt Papilio auf drei Ebenen an: ErzieherInnen, Kinder
und Eltern. Die ErzieherInnen werden fortgebildet, damit sie Papilio
einführen können und die Kinder mit Hilfe des "entwicklungsfördernden
Erziehungsverhaltens" unterstützen können. Für Kinder gibt es drei
Maßnahmen: den Spielzeug-macht-Ferien-Tag, das
Meins-deinsdeins-unser-Spiel und "Paula und die Kistenkobolde". Die
Eltern werden über Elternabende einbezogen und können Elemente von
Papilio auch zuhause umsetzen.

Das Papilio-Programm basiert auf aktuellen wissenschaftlichen
Erkenntnissen. Seine Machbarkeit und Wirksamkeit wurde in einer
Studie mit 700 Kindern, über 1200 Eltern und 100 ErzieherInnen im
Raum Augsburg bewiesen: Papilio-Kinder reduzieren ihre
Verhaltensauffälligkeiten stärker und entwickeln ihre
sozial-emotionalen Kompetenzen stärker als andere Gleichaltrige.

Papilio ist ein Projekt des gemeinnützigen beta Instituts,
Augsburg. Die Entwicklung und Erprobung im Modellprojekt wurde
unterstützt vom Bayerischen Gesundheitsministerium, der betapharm
Arzneimittel GmbH und der BMW Group. Die Robert Bosch Stiftung und
betapharm fördern seit 2006 die bundesweite Verbreitung von Papilio.
Inhaltlich beteiligt sind die Universitäten Bremen, Augsburg und
Berlin (Freie Universität) sowie die Augsburger Puppenkiste.

Pressekontakt:
beta Institut:
Andrea Nagl, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon 0821 45054-150,


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