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Online-Publikation: September 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Zentrum Paul Klee Bern - Ausstellung: "Paul Klee - Bewegung im Atelier 13.9.2008 - 18.1.2009 . Ein bewegter wie bewegender "Kosmograph". >>
                                                                      
Monument im Fruchtland 3, Postfach, CH-3000 Bern 31, T +41 (0)31 359 01 01, F +41 (0)31 359 01 02
                                                                      
– Herr Juri Steiner, Direktor und Kurator der Ausstellung, juri.steiner@zpk.org;  www.zpk.org;  
- Frau Ursina Barandun, Vizedirektorin, Leiterin Komunikation und Vermittlung: ursina.barandun@zpk.org;  
   Presse: antonietta.salvati@zpk.org;  
– Frau Gonca Kuleli Koru, Leiterin Public Relations, gonca.kuleli@zpk.org,  Tel. +41 (0)31 359 01 80
Aktuelles Ausstellungsteam, für Auskünfte verfügbar:
                                                                      
- Dr. Michael Baumgartner, Leiter Sammlung, Ausstellungen, Forschung 031359 01 30 michael.baumgartner@zpk.org;  
                                                                                                                                   
- Restaurator-, KonservatorInnen*: Papier > myriam.weber@zpk.org;  Mixed Media > patrizia.zeppetella@zpk.org;
- Yvonne Maillard, Leiterin Ateliers, Kindermuseum Creaviva 031 359 01 06 yvonne.maillard@zpk.org;
                                                                            

- Kunstvermittlung "um das Kind im Menschen zu bewahren": Andreas Jahn, an.jahn@anjan.ch; www.anjan.ch
                                                                                     
Fazit- vorangestellt:
Paul Klee, ein bewegter wie bewegender "Kosmograph".
Die Bewegtheit "Paul Klee's wie seine Bewegung im Atelier" die vom Bauhaus I in Dessau weltweit ausging und in den USA mit dem Bauhaus II bis zum 21. Jahrhundert auf die Bau- und Kunstgestaltung Einfluss nahm, einerseits avantgardistisch andererseits antagonistisch wie es die nationalsozialistische und sozialrealistische Herrschaftsideologie bewusst geradezu gewalttätig bis tödlich zelebrieren liess: "So entfloh der Artist nicht nach Afri - od' Ameriko - sehr gern nach Bern " (frei nach Morgenstern u. a...).
Diese Bewegtheit, diesen tiefen zum teil verborgen-poetischen Ausdruck, den malerisch-sinnbildlichen Lyrismus von Paul Klee hat Kurator und Leiter der Sammlung Dr. Michael Baumgartner gekonnt realisiert, zusammen mit der Leiterin Ateliers Yvonne Maillard und seinem engagierten, erstrangigen, offenen und vermittlungsstarken kunstwissenschaftlichem Team, den Ausstellungsgestaltern, Restauratorinnen* und darüber hinaus, dank der umsichtigen und gelassen wirkenden Führung von Direktor Juri Steiner und der Vizedirektorin Ursina Barandun .

                                                             
"Das Atelier ist Inbegriff der künstlerischen Schaffensstätte und zugleich Ort des Rückzugs und der Kontemplation für den Künstler" so das Ausstellungsteam. Und weiter - Paul Klee zählte zahlreiche und unterschiedlichste Räumlichkeiten zu seinen Ateliers. Diese Orte selbst, hier entstandene Werke und die dabei zur Anwendung gekommenen Techniken, sind Gegenstand der neuen Ausstellung „Paul Klee – Bewegung im Atelier“ im Zentrum Paul Klee. Wie es sein könnte, als Künstler in einem Atelier zu arbeiten, vermittelt das Kindermuseum Creaviva, das erstmals Art Work Shops und Special Offene Ateliers in der Ausstellung selbst anbietet. "
Insgesamt sind es acht Werkraum-Anordungen, die im geradezu investigativem Dokumentierungs-Prozess anschaulich zeigen, wie sich die wachsende schöpferische Kraft dieser zeitenüberragenden Künstlerpersönlichkeit Klee entfaltet hat.
Klee's Weltsicht, verknüpft mit dem didaktischen Vermögen, von Paul Klee wird in seiner kognitiv-geomantischen Sichtweise insbesondere in seinen Graphen sichtbar, die er in seiner Bauhauszeit - parallel zu seinen Kunstwerken schuf - und am Beispiel "Ich Du Erde Welt" ,1923 essentiell und schaubildhaft klarstellt.
Paul Klee, ein "Kosmograph", das wird einem in diesem unnachahmlichen Ausstellungsprojekt gewiss, wirkt unvergessen lebendig in der Kreativwerkstätte "Creaviva" und in den Köpfen und Seelenschichten der Kinder aller Altersstufen und der Besucher weiter - dank diesem herausragenden Konzept zur ästhetischen und lebensbegleitenden Bildung am werdenden Kunst-Kraftort im Zentrum Paul Klee Bern. m+w.p.

Zum Inhalt der Ausstellung
Paul Klee - Bewegung im Atelier 13.9.2008 - 18.1.2009
Das Atelier des Künstlers als kreativer und äusserlich "bewegter" Ort der Entstehung von Kunstwerken, aber auch als stiller Raum des Rückzugs und der innerlich "bewegenden" Reflexion: Die Ausstellung „Paul Klee – Bewegung im Atelier“ spürt am Beispiel Klees beiden Aspekten der künstlerischen Schaffensstätte nach. Seine Ateliers waren für Paul Klee zugleich Refugium und Ort der täglichen Arbeit; sie dienten ihm als Resonanzraum und waren stark geprägt durch seine ganz individuelle Persönlichkeit. Die Herbstausstellung des Zentrum Paul Klee spürt den Orten, in denen Klee seine künstlerische Tätigkeit ausübte, nach und versucht Einblick zu geben in die Räume, in welchen der Maler einen grossen Teil seines Lebens verbrachte.
Da sind die als Ateliers genutzten „Buden“ des Heranwachsenden in Bern, die Ateliers während der Studienzeit und die zum Arbeitsraum umfunktionierte Küche einer Wohnung an der Ainmillerstrasse in München, die Klee während zehn Jahren mit seiner Frau Lily und dem gemeinsamen Sohn Felix bewohnte. Die Ausstellung zeigt aber auch Nachbildungen von Klees Ateliers im Schlösschen Suresnes bei München, der Ateliers am Bauhaus in Weimar und Dessau und in der Wohnung am Kistlerweg in Bern. An der letztgenannten Arbeitsstätte war Paul Klee von 1934 bis zu seinem Tod im Jahre 1940 tätig.
Die Ausstellung macht die Ateliers als Schaffens- und Entwicklungsräume, als zentrale Orte des geistigen-intellektuellen und kreativ-schöpferischen Geschehens und als dynamischen Mikrokosmos des Künstlers erfahrbar, in den lebensgrosse Fotografien einen intimen Einblick ermöglichen. Über die historischen Atelierfotografien werden ein Teil der darauf sichtbaren Kunstwerke im Original gehängt.
Mit dem Thema des Ateliers eng verknüpft ist der künstlerische Werkprozess. In thematische Werkgruppen geordnet zeigt die Ausstellung für Klee typische Gestaltungsverfahren auf. Dazu gehören die "Dynamik der Linie", das Zerschneiden von Bildern, das Ölpauseverfahren, die Spritztechnik und der vielschichtige Bildaufbau von Klees Werken. Auch konservatorische und restauratorische Aspekte macht die Ausstellung sichtbar. Dem zentralen Thema der Farbgebung ist ein spezieller Raum gewidmet; eine Zusammenstellung von blauen und roten Werken und der von Klee verwendeten Farbpigmente zeigt auf, wie mühelos Paul Klee auf der gesamten Farbklaviatur spielte und sie in all ihren Facetten auslotete.
"Treten Sie ein in Paul Klees Reich" blicken Sie hinter die Fassaden seiner Ateliers, erkunden Sie die Geheimnisse der Entstehung seiner Bilder - wir wünschen Ihnen viel Vergnügen auf Ihrer Entdeckungsreise der „Bewegung im Atelier“."
Mit dem Thema des Ateliers eng verknüpft ist der künstlerische Werkprozess. In thematische Werkgruppen geordnet zeigt die Ausstellung für Klee typische Gestaltungsverfahren auf. Dazu gehören die "Dynamik der Linie", das Zerschneiden von Bildern, das Ölpauseverfahren, die Spritztechnik und der vielschichtige Bildaufbau von Klees Werken. Auch konservatorische und restauratorische Aspekte macht die Ausstellung sichtbar. Dem zentralen Thema der Farbgebung ist ein spezieller Raum gewidmet; eine Zusammenstellung von blauen und roten Werken und der von Klee verwendeten Farbpigmente zeigt auf, wie mühelos Paul Klee auf der gesamten Farbklaviatur spielte und sie in all ihren Facetten auslotete.
"Treten Sie ein in Paul Klees Reich" blicken Sie hinter die Fassaden seiner Ateliers, erkunden Sie die Geheimnisse der Entstehung seiner Bilder - wir wünschen Ihnen viel Vergnügen auf Ihrer Entdeckungsreise der „Bewegung im Atelier“.

Weitere Informationen
Öffentliche Führungen Sammlungspräsentation
Ein Rundgang durch die Highlights der aktuellen Sammlungsausstellung des Zentrum Paul Klee.
Für öffentliche Führungen ist keine Anmeldung erforderlich (in Deutsch, eigene Zeiten für : Französisch, Englisch).
Dauer: ca. 60 Minuten. Treffpunkt: Hügel Nord. Kosten (exkl. Eintritt): gratis
Deutsch: Jeden Samstag 12.30 und 15.30 Uhr. Jeden Sonntag 12.30 Uhr.
Bis 18.1.2009
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