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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<< Agnes Neumayr (Hg.): Kritik der Gefühle - Feministische Positionen >>
ca. 270 S., broschiert, ca. EUR 19,90/sFr 35,40, ISBN 978-3-85286-154-8
Milena Verlag, Wien 2007; www.milena-verlag.at;

Inhalt
Die Bedeutung der Gefühle in Theorie und Praxis. Aktuelle Beiträge zur Emotionsforschung aus den Bereichen der Politik-, Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Die Emotionsforschung hat gegenwärtig Hochkonjunktur:
Man spricht von einem Paradigmenwechsel, einer "emotionalen Wende" in Theorie und Praxis. Als problematisch erweist sich jedoch die Geschlechterblindheit des Diskurses. Die internationale Tagung "Kritik der Gefühle. Feministische Positionen" stellt die Geschlechterperspektive in den Mittelpunkt der Diskussion und erweitert die Debatte damit um diesen zentralen Aspekt. Renommierte Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus den Politik-, Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften des gesamten deutschsprachigen Raums, darunter Erna Appelt, Barbara Sieben, Birgit Sauer, Hilge Landweer, Helmut Kuzmics, Heiner Hastedt u.a. präsentieren in dieser Dokumentation ihre Standpunkte.
Inhaltlich werden Fragen erörtert wie: Sind Gefühle eine (geschlechterspezifische) Strukturkategorie des Politischen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Ratio und Affekt als normative Grundlage von Demokratietheorien? Wie werden Gefühle historisiert?

Agnes Neumayr
Geboren 1965 in Saalfelden/Salzburg.
Nach 10-jähriger Berufstätigkeit Studium der Politikwissenschaft. Preisträgerin des »Ersten Preises für Frauenspezifische Forschung 2001«.
2001–2004 Projektleiterin mehrerer EZA-Projekte in Ghana/Westafrika. Seit 2004 Lektorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck und wissenschaftliche Mitarbeiterin im FWF-Projekt: Kunst gegen Gewalt.

Fazit
Agnes Neumayr die Herausgeberin des Buches "Kritik der Gefühle - Feministische Positionen" hat es mit Erika Thurner in ihrem Vorwort - Plädoyer für eine emotionale Vernunft damit auf den Punkt gebracht: Gefühl und Öffentliches Wirken ist vereinbar.
Dazu gibt die Einleitung: Gefühl und Urteilskraft (Agnes Neumayr) bereits erste Hinweise.
Danach folgen mehrere Wissenschaftsdisziplinen mit ihren Vertreterinnen in:
Philosophie: Gefühle versus Urteilskraft, Natur- und Kulturphilosophie/Neurobiologie, Echtheit und Sozialität (Meier-Seethaler, Heiner Hastedt, Hilge Landweer, Ingrid Vendrell)
Theologie: Gutes Leben versus Gefühle (Gertraud Ladner)
Politikwissenschaft: Gefühle versus Vernunft, Kritik und Regierungstechnik, (Erna Appelt, Agnes Neumayr, Birgit Sauer)
Betriebswirtschaft: Emotionen in politischer Perspektive (Barbara Sieben/Gertraude Krell);
Soziologie: Risikobedingte Empörung, Gefühlsmanagement bei ungleichem Rang und gleichzeitiger Unnahbarkeit (Helen Flam, Helmut Kuzmics);
Geschichtswissenschaft: Gefühle als Muster/Repertoire in der Pflicht und bei Konflikten zwischen 15./19.Jhdt. (Christina Antenhofer, Ellinor Forster).
Dieses Sachbuch "Kritik der Gefühle - Feministische Positionen" von Agnes Neumayr zum Thema "Vereinbarkeit von Gefühl und Öffentlichem Wirken" ist ein gelungenes Zukunftsversprechen.


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