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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<< Heide Hammer: Revolutionierung des Alltags - Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken >>
ca. 220 S., broschiert , ca. EUR 17,90/sFr 31,70 , ISBN 978-3-85286-155-5
Milena Verlag, Wien 2007; www.milena-verlag.at;

Inhalt
"Wo es Macht gibt, gibt es Widerstand" (Michel Foucault) Die Analyse von Machtformen, linkspolitischen Philosophie(n) und kollektiven Widerstandspraktiken.
Die Beschäftigung mit linkspolitischen bis hin zu linksradikalen Ansätzen der deutschsprachigen politischen Philosophie führt Heide Hammer zur Analyse zweier Strömungen, die meistens gegensätzlich rezipiert werden: Kritische Theorie versus Poststrukturalismus. Hammer untersucht die Möglichkeiten eines anerkennenden Nebeneinanders linkspolitischer Philosophie unter Einbeziehung bedeutender Theoretikerinnen und Theoretiker wie Spinoza, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Michel Foucault, Judith Butler, Donna Haraway u.a.
Neben der Analyse von Machtregimen steht die Beschreibung kollektiver Widerstandsformen: die EZLN in Chiapas/Mexiko, die Ereignisse um Genua im Juli 2001, die Entstehung der Neuen Linken 1977, die Bewegung der Autonomia in Italien 1969, und die Studentenproteste im Mai 1968 in Frankreich. Die Autorin begibt sich auf die Suche nach gegenwärtigen und vergangenen Widerstandspraktiken. Revolutionäres, theoretisches Gedankengut und Popkultur werden mit offensiven Formen der Lebensfreude und des Genusses kontrastiert: Riot Grrrls existieren neben Lady-Festen und Radical Cheerleading. Sind Revolution und Spaß keine Gegensätze mehr?"

Autorin
Heide Hammer
Philosophin, Journalistin und Fragensammlerin, assoziiert mit u.a. gruppe mañana, Episteme, Kooperative für Forschung und Intervention, Context XXI.

Fazit
Heide Hammer stellt in ihrem Traktat zur "Revolutionierung des Alltags - Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken" ihre Kritische Theorie dem Poststrukturalismus entgegen, bringt diesen auf die Tribüne der Wahrheitsfindung, berichtet über Motivationen (Interventionen, Körperaktionen..) und deutet Machtregime, Disziplinierungen, mehrdeutige ideologische Unterwerfungen, destruktiv-subversives Herrschaftsgehabe ( Performative SUBjektkonstitution? Ist in Wien hier die kritische Frankfurter Schul-Sprache aus der Mottenkiste wider erstanden?), sie  folgert schliesslich "Spass am Widerstand "( Auch ein reaktionäres Sprach-Relikt der Spassgesellschaft heute..)...
Jedenfalls ist dies in der Zusammenfassung revidiert... "den produktiven Facetten der Macht werden konkrete Praxen des lustvollen Widerstands entgegengesetzt, deren Potential und Wirkung ....in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist (Marx). Das ist immer noch das einzig Richtig subversiv parodisch (Parzival an der Artusrunde) mit Lust im Wirken mitfühlend dagegen zu sein.


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