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Online-Publikation: August 2013 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Simon Baur, Christian Fluri (Hg.) : Meret Oppenheim - Eine Einführung zu pelzigen Schlangenlinien durch das Unbewusste. Das Werk einer genialen Künstlerin zum 100.Geburtstag >>
144 Seiten, 15 x 22 cm, 127 meist farbige Abbildungen, broschiert; ISBN: 978-3-85616-632-8 ; CHF 29.00 / € 24.00
cmv , Christoph Merian Verlag Basel, www.merianverlag.ch

Die Protagonistin
Meret Oppenheim (1913–1985) war eine der vielseitigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und schuf ein bedeutendes malerisches und skulpturales Oeuvre. Bekannt wurde sie als Schöpferin der weltberühmten, mit Pelz bezogenen Tasse ‹Déjeuner en fourrure› (1936), einer Ikone des Surrealismus, aber auch als Gestalterin des Berner Oppenheim-Brunnens und als wunderschönes Modell vor der Kameralinse von Man Ray.
Was bislang fehlte, war ein kompakter Einblick in ihr Leben und Werk. Mit ‹Meret Oppenheim – Eine Einführung› liegt jetzt eine knappe, handliche Übersicht vor. Das Buch fasst die wichtigsten Linien und Schnittstellen zusammen und behandelt in einem abwechslungsreichen Bogen ausgewählte Themen. Erkenntnisse aus bisher unbekannten Archiven und neue fotografische Dokumente machen das Buch zu einer aufregenden Reise durch ein Leben, in dem Realität und Phantasie zu einer Einheit verschmolzen sind.

Charakteristika
•6.Oktober 2013: 100.Geburtstag von Meret Oppenheim
•Mit bisher unveröffentlichtem Fotomaterial
•Grosse Retrospektive im Martin-Gropius-Bau, Berlin: August bis Dezember 2013
•Neues Kunstprojekt in Basel: August bis Oktober 2013

Das Herausgeberteam
Simon Baur
http://www.simonbaur.ch/Profil
Christian Fluri
http://service.bzbasel.ch/kontakt_impressum/redaktion.php

Fazit
- Das Herausgeberteam Simon Baur und Christian Fluri widmen zum Werk der genialen Künstlerin Meret Oppenheim zum 100.Geburtstag eine berührende zugleich berührbar-bibliophile Einführung in typografischer Hochform, bei der Buchrücken und Kapitalband durchgehend einen roten Ariadnefaden (Schlangenlinien) mit Fadenbindung, Seite und Bild bilden, um aus dem magisch-surrealen und dada-durchwirkten Irrgarten " Vegetative*Lebenswelt" flanierend zu entkommen. m-w.p13-8

- In einer späten Begegnung an der Art Basel wirkte sie freundlich, ja meditativ - in Frage und Antwort - mit sich augenscheinlich im Reinen - bis auf den Rauch einer Zigarette - der die innere Spannung in flüchtig-/flüchtende Wolken verwandelte. Die Recherchen der beiden Herausgeberinnen Martina Corgnati und Lisa Wenger bestätigen das, in ihrer Titelsetzung des Buches und der Ausstellung " Worte nicht in giftige Buchstaben einwickeln" und finden in der Notiz von 1970 das Warum:" sonst werden sie durchsichtig".
Dieser Hinweis zur transparent werdenden Transzendenz, die im künstlerischen Schaffen ein Kernmotiv darstellt, ist ein Wesensmerkmal von Meret Oppenheim und so überzeitlich. m+w.p13-5
http://archiv.kultur-punkt.ch/ereignisse/scheidegger-spiess-pb13-5meret-oppenheim-worte.htm

- Wunderschöne 360 Seiten des bunt schillernden Lebens der Schweizerin und Surrealistin der ersten Stunden - beinahe vergessenen, selten geehrt, nun adäquat in ihrer kunstgeschichtlich prägenden Rolle gewürdigt -in dieser hervorragend editierten Monographie von Hatje Cantz.
Ihre persönliche Würde und Ausdruckskraft wurde immer wieder bei direkten Begegnungen sichtbar:
Begegnung I: Basel, Art10,1979, Prankl, mitsigniert von Meret Oppenheim, während eines Gespräches an der Art10 Basel;
Begegnung II:Hommage, Tusche-Aquarell auf C-Print, Jahr: 1978 / 2001
http://archiv.kultur-punkt.ch/praesentation/ereignisse/hatjecantz06-9meret-oppenheim.htm 

Weitere Hinweise
http://archiv.kultur-punkt.ch/galerie/kultur-punkt-galerie-o.htm 
http://archiv.kultur-punkt.ch/galerie/sammlung-prankl-konvolute11-8.htm 
*) Das vegetative Nervensystem (VNS),
auch viszerales Nervensystem (VNS, lat. viscus, „Eingeweide“), autonomes Nervensystem (ANS) oder Vegetativum genannt, bildet zusammen mit dem somatischen Nervensystem das gesamte periphere und zentrale Nervensystem. Die „Autonomie“ bezieht sich auf den Umstand, dass über das VNS biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperliche Vorgänge angepasst und reguliert werden, die deswegen vom Menschen willentlich nicht direkt, also allenfalls indirekt beeinflusst werden können. Der Begriff „autonomes Nervensystem“ wurde vom britischen Physiologen John Newport Langley (1852–1925) geprägt.
Das somatische oder animalische Nervensystem ermöglicht dagegen eine willkürliche und bewusste Reaktionsweise. Die Unterscheidungskriterien sind jedoch relativ.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetatives_Nervensystem


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