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Online-Publikation: April 2013 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung

<< Kunstmuseum Winterrhur / Ausstellungen Januar - August 2013 : Anselmo «Arte povera»; Giuseppe Penone «Strutture» ; «100 Jahre Galerieverein» >>
http://www.kmw.ch/ausstellungen


Giovanni Anselmo «Arte povera» 26. Januar 2013 - 14. April 2013
Kaum ein Künstler verkörpert so eindrücklich den Begriff «Arte povera» wie der 1934 geborene, in Turin lebende Giovanni Anselmo. Die Mittel, die er für seine Werke verwendet, sind karg, und zugleich handeln sie von einer fundamentalen Erfahrung, von der energetischen Aufladung der Materialien. Skulptur und Malerei genügten Anselmo nicht, um diese
lebendige Erfahrung zu vermitteln. Er schuf dafür Werke in verschiedensten Medien – Objekte, Zeichnungen, Photographien –, in denen Kräfte wie die Gravitation sinnlich wahrnehmbar werden.
Die mehrteilige Arbeit in der Sammlung des Kunstmuseums Winterthur trägt den Titel «Un disegno a ovest della pietra grigia, un disegno a est, due particolari a sud, il paesaggio a nord» («Eine Zeichnung westlich des grauen Steins, eine Zeichnung östlich davon, zwei Einzelheiten im Süden, die Landschaft im Norden»). Sie entwirft eine imaginäre
Landschaft, die sich an den Himmelsrichtungen orientiert und die zugleich an die Einzelheiten eines bestimmten Ortes gebunden ist. Darin findet der Betrachter seinen symbolischen und realen Ort in der Welt – Anselmos Arbeit stellt die existenziellen Fragen, mit denen die Kunst uns seit jeher konfrontiert.
Das Kunstmuseum Winterthur besitzt mehrere Werke des Künstlers, die über die Jahre in die Sammlung gelangt sind. Daraus wird er eine Ausstellung gestalten, die unmittelbar auf die Räume Bezug nimmt.

100 Jahre Galerieverein - Freunde des Kunstmuseums Winterthur14. April 2013 - 28. Juli 2013
Wenn er nun seinen 100. Geburtstag begehen kann, blickt er zurück auf eine reichhaltige Folge von Erwerbungen, die in der Schausammlung des Museums starke Akzente setzen. Die Ankäufe begannen mit Bonnard, Redon, Renoir und Hodler. Einen Höhepunkt bildete 1952 die Erwerbung des grossformatigen Seerosenbildes von Monet. In den letzten Jahrzehnten kamen Werke von Bishop, Mario Merz, David Rabinowitch, Richter, aber auch von Celmins, Genzken und Marisa Merz dazu.


Giuseppe Penone «Strutture» 27. April 2013 - 11. August 2013
Penone geht aus von der elementaren Erfahrung des Künstlers, der einen Gegenstand nimmt und daraus etwas verfertigt. Entscheidend für ihn ist der Moment der Berührung des Gegenstandes, denn schon damit beginnt der Prozess von dessen Formung und Gestaltung. In dieser Berührung liegt für Penone aber auch der Ausgangspunkt für sein Nachdenken über die Erfahrung der Wirklichkeit begründet. Seine Arbeiten, für die er sich der verschiedensten Materialien bedient, veranschaulichen dies auf poetische Weise.

 


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