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 << Zum Jubiläumsjahr Wagner & Verdi 2013 > I . Johanna Dombois, Richard Klein: Richard Wagner und seine Medien . Für eine kritische Praxis des Musiktheaters / II. Wagner und Verdi. Zwei Europäer im 19. Jahrhundert. 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi >>

I.
Online-Publikation: August 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<<  Zum Jubiläumsjahr Wagner & Verdi 2013 - I . Johanna Dombois, Richard Klein: Richard Wagner und seine Medien. Für eine kritische Praxis des Musiktheaters >>
512 Seiten, gebunden (Alternative: E-Book) Klappenbroschur mit Fadenheftung und Goldprägung, 50 farbige und s/w Abbildungen; ISBN: 978-3-608-94740-3; 78,00 EUR
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart; www.klett-cotta.de

Inhalt
Wagner als Modell für ein Musiktheater von heute
Nur wenige der zahllosen Titel zu Richard Wagner bringen die Dinge zusammen, die bei Wagner selbst zusammengehören: Schrift, Musik und Theater – Theorie und künstlerische Praxis. Johanna Dombois und Richard Klein tun jetzt genau dies. In 23 Essays von bildkräftiger Prosa wird Wagners Werk als Modell für ein Musiktheater von heute entfaltet, in dem alte Wahrheiten wie Neue Technologien ihren Platz finden. Einblicke in den inszenatorischen Alltag werden hierbei unablässig mit ästhetisch-politischer Kritik verzahnt. So entsteht auf der Grundlage von Wagners Musiktheater eine konzeptuelle Neubestimmung der Oper.

Autorenteam
Johanna Dombois,
Opernregisseurin; seit 1995 experimentelles Musiktheater und Medienkunst u.a. am Muziektheater Amsterdam, Akademie der Künste Berlin,...
Richard Klein,
freier Autor, Musikphilosoph; 1998-2001 wiss. Beirat beim »Stuttgarter Ring«, Bücher u. a. zu Wagner, Adorno und Bob Dylan, Herausgeber...

Fazit
Opernregisseurin Johanna Dombois und Musikphilosoph Richard Klein haben mit ihrem Diskursbuch " Richard Wagner und seine Medien" eine kritische Praxis für das Musiktheaters ausgearbeitet, die zehn Thesen umfasst: Der Zuschauer sieht mehr, Vorrang hat Medienzivilisierung, Alte Medien erscheinen in neuer Gestalt, Es geht um Selbstreflexion, Medienkunst heisst Wahrnehmungstechnik, hat Modellcharakter (Siegfrieds Schwertschmiede), Auch neue Medien sind musikalisch, schliesslich - Raum selbst ist auch Medium Oper: Lasst sie uns gestalten....und Klein fügt in den Diskurs hinzu, lasst uns " Am Eros der Struktur arbeiten. Hoffen wir nur, dass dieses die gesamtkunstwerkliche Weise meint, damit die Zuschauerräume auch diesmal nicht leer bleiben. m+w.p12-11

II .
Online-Publikation: August 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
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300 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (Alternative: E-Book) ISBN 978-33608-94612-3; 24,95 EUR
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart; www.klett-cotta.de

Inhalt
Zum Jubiläumsjahr 2013: 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi
Doppelbiographie und Jahrhundertporträt: In den Lebenswegen der beiden Musikgenies spiegeln sich die Hoffnungen und Brüche des 19. Jahrhunderts wie auf einer Opernbühne. Auf verschiedene Weise revolutionierten sie beide das Genre der Oper und führten das Musiktheater auf einen seither nicht mehr erreichten Zenit.
Arbeit, Nation und Weltbürgertum: Diese Leitideen des 19. Jahrhunderts bestimmten auch das künstlerische Schaffen Wagners und Verdis. Die Schauplätze sind die Stadtgesellschaften des bürgerlichen Zeitalters: Leipzig und Dresden, Mailand, Wien, Bologna, Bayreuth, Venedig und vor allem Paris, die Kunstmetropole, auf die Wagners und Verdis Ambitionen gerichtet sind. Natürlich waren sie Konkurrenten im Kampf um die Gunst des Publikums. Doch erst die Nachgeborenen brachten Deutschtum gegen Italianità in Stellung und konstruierten künstlerische Gegensätze zwischen Harmonie und Melodie oder Tiefsinn und Leichtigkeit. Und auch die Legende, die die beiden Komponisten zu glühenden Nationalisten machte, hat die Nachwelt gestrickt. Eberhard Straub entdeckt dagegen in Wagner und Verdi zwei europäische Patrioten wieder und in ihrer Musik eine wahrhaft europäische Kunst.
2013 wird der 200. Geburtstag von Richard Wagner (*22. Mai 1813) und Giuseppe Verdi (*10. Oktober 1813) gefeiert. Diese europäische Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts - ebenso elegant wie anschaulich geschrieben - ist zugleich Doppelbiographie und Jahrhundertporträt.
Die Buchpremiere zum Titel findet am Sonntag, dem 4. November um 11 Uhr in der Staatsoper im Schiller Theater in Berlin statt.

Fazit
Das Doppelportrait "Wagner und Verdi" erscheint pünktlich zum 200. Geburtstag der beiden Protagonisten. Die Doppelbiografie beinhaltet die Zeitgenossenschaft und ihrer situativen Vernetzung für deren Werdegang. Wagner, ein "radikaler Antibürger" und Verdi als legendärer Patriot. Dieser populär, jener umstritten, zwischen Wien, Bologna, Bayreuth und zuletzt Venedig. Das ausgezeichnete und fundierte Buch handelt vom Nachruhm der beiden, bei Verdi, dem "tedescino" war es seine Ängstlichkeit vor Europa, der sich zugleich als wahrer Antipode zu Wagner sah; dem gegenüber der Wagner-Kult, und dem romantisch-dämonischen Europa-Nationalismus mit seiner aussengelenkten Entzauberung nach all den Katastrophen des 20. Jahrhunderts. m+w.p12-11
 


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