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Online-Publikation: September 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Die Weite des Eises - Arktis und Alpen 1860 bis heute . Hrsg. Monika Faber, Albertina, Wien >>
Vorwort von Klaus Albrecht Schröder, Einleitung von Monika Faber, Text von Maren Gröning, Herbert Justnik, Astrid Mahler, Michael Ponstingl.
112 S., 139 farbige Abb., 31,60 x 24,70 cm, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7757-2252-0, € 29,80CHF 52,00
Ausstellung: Albertina, Wien 22.8.–23.11.2008; www.albertina.at;
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2008; www.hatjecantz.de;  

Inhalt
Ein faszinierendes Spektrum an Fotografien von Gletschern und Polareis vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Das immense Entwicklungspotenzial der Fotografie, das sich bereits kurz nach ihrer Erfindung erahnen ließ, zeigte sich ganz besonders in Serien über Gletscher und arktische Landschaften. Schon seit den 1860er-Jahren verband sich hier der Aspekt der (räumlichen) Ausdehnung mit jenem der (zeitlichen) Veränderung: Bei Arktisexpeditionen etwa konnten durch komplementäre Nah- und Fernsichten Eindrücke von der Tiefe und Weite der polaren Landschaft gewonnen werden. Die Gletscherkunde wiederum benötigte Jahr um Jahr Aufnahmen, die über Wachstum oder Schrumpfen des Eises objektiv Auskunft gaben. Faszinierend waren auch Stereobilder mit ihren durch zwei gleichzeitige, leicht verschobene Aufnahmen hergestellten 3-D-Effekten: Durch sie ließen sich die unüberblickbaren Ausdehnungen des Eises wie direkt körperlich erfahren. Nicht zuletzt darauf antworten zeitgenössische künstlerische Positionen: Langzeitbelichtungen bei Nacht von Darren Almond, Luftaufnahmen von Olafur Eliasson oder die Panoramen Walter Niedermayrs.
Mit rund 100 herausragenden Werken zeigt die Publikation der Albertina ein beeindruckend breites Spektrum unterschiedlicher Positionen der Gletscherfotografie von 1860 bis heute. (Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-2253-7)

Fazit
Der historisch-gekühlte Blick auf "Die Weite des Eises" - so lautet der Titel des Bildbandes zur gleichnamigen Ausstellung 2008 in der Albertina in Wien bringt uns in die Arktis und Alpen von 1860 bis heute. Die Herausgeberin Monika Faber, Albertina in Wien, mit Textbeiträgen von Monika Faber, Klaus Albrecht Schröder, Maren Gröning, Herbert Justnik, Astrid Mahler und Michael Ponstingl runden diesen Blick wissenschaftlich gekonnt ab, aber auch zielpublikumsnah und alltagsbeleuchtend wie das " Erzählerische ins Steroformat gebannt ... wurde und ... für den gutbürgerlichen Haushalt ... ein beliebter Unterhaltungsgegenstand ... darstellte" und ad locem darstellt - was auch die Ausstellung in den welt-einmaligen und grosszügigen Räumen der neugestalteten Albertina grandios zu vermitteln vermag. w.p.


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