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Online-Publikation: September 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Saul Steinberg . Hrsg. Joel Smith, Einführung von Charles Simic, Text von Joel Smith >>
288 S., 310 Abb., davon 175 farbig, 26,40 x 31,40 cm, Leinen mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7757-2228-5, € 58,00, CHF 99,00
Ausstellungen:
Kunsthaus Zürich 22.8.–2.11.2008, www.kunsthaus.ch  · Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 13.3.–1.6.2009, www.mkg-hamburg.de
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2008; http://www.hatjecantz.de;  

Inhalt
Saul Steinberg (1914–1999) war ein überaus vielseitiger Künstler: Zeichner, Maler, Collagist, Bildhauer. Bekannt geworden ist er jedoch vor allem für seine langjährige Tätigkeit für das Magazin The New Yorker. Wie bei seinen Vorgängern Hogarth und Daumier bewegt sich Steinbergs Satire jenseits der Karikatur, sein Witz sprengt die Eindimensionalität des Cartoons. Eine dunkle Komik, ein scharfer Blick auf menschliche Eitelkeiten verbinden sich mit einer überbordenden Fantasie und virtuosen Handhabung der zeichnerischen Mittel.
Das Buch bietet erstmals die Gelegenheit, das Werk eines der sonderbarsten Genies des 20. Jahrhunderts in seiner ganzen Breite kennen zu lernen. Zahlreiche Zeichnungen, Collagen, Gemälde, Assemblagen, Masken aus Papiertüten, Urlaubskarten oder Fotografien – unter ihnen viele bisher unveröffentlichte Arbeiten –, eine Chronologie seiner 60-jährigen Karriere sowie eine umfassende Bibliografie machen den Band zu einer echten Fundgrube für Steinberg-Fans und alle Kunst- und Karikaturinteressierten.

Fazit
Vom Allround-Gestalter "Saul Steinberg" er war Zeichner, Maler, Collagist, Bildhauer ist ein Bildband zu einer Ausstellungsreihe entstanden. Der Herausgeber Joel Smith hat zusammen mit den einführenden und einfühlsamen Texten von Charles Simic und Joel Smith.
Steinberg's vorrangig ästhetischer Blick in feinst-spitzer Linie und vordergründig-freundlich-gefasster Farbgebung komponiert massstabsübergreifend im cross-over Stil eine transperspektivische Sichtweise, die in seinen New Yorker Beiträgen markant zum Ausdruck kommt: Der Bildleser wir in einer linken oberen Bildblase in einen Stadt-Schrägriss (Paris) eingefangen und sein Blick mündet links unten in den Mund einer karikierten sitzenden 2D-Frau (picassoid-planimetrisch) und in gleicher Weise wir der 2. Blick in Sardinien (kartografischer Stil) bildmittig eingefangen und mündet rechts ebenso in den Mund einer aufgetakelten Allerweltsdame auf Modern-Perser sitzend, so entsteht kaleidoskopartig ein Mix von 2-D und 3-D mit einer Fülle von Fluchtwinkel-linien und -punkten, die die Verwirrung vollends herbeizaubern und so zu einem geradezu schockartigen "Überzeitlichen Lachen" verführen (sollen?!). Das ist Steinberg pur. w.p


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