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Online-Publikation: April 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Egon Schiele und Arthur Roessler . Der Künstler und sein Förderer. Kunst und Networking im frühen 20. Jahrhundert>>
Hrsg. Tobias G. Natter, Ursula Storch, Wien Museum, Text von Hans Bisanz, Wolfgang Kos, Tobias G. Natter, Eva-Maria Orosz, Ursula Storch;
2004. 208 Seiten, 163 Abb., davon 86 farbig, 22,20 x 31,00 cmgebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7757-1479-2; vergriffen: Suche des Titels im Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) ». Ausstellung: Wien Museum 8.7.-10.10.2004
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern; http://www.hatjecantz.de;  www.wienmuseum.at

Inhalt
Der umfangreich illustrierte Band rekonstruiert eine der bedeutendsten Schiele-Sammlungen überhaupt.
Schon 1909 erkennt der Publizist Arthur Roessler die Bedeutung des damals 19-jährigen Egon Schiele. In der Folge rührt er für den jungen Künstler die Werbetrommel, führt ihn in die wenigen Sammlerzirkel der Stadt ein und vermittelt ihm damit seine ersten Aufträge. Auch in Roesslers eigener Kunstsammlung war Schiele mit einer exzellenten Werkauswahl vertreten. Diese Werke bilden den Grundstock der bemerkenswerten Schiele-Bestände des Wien Museums.
Die erstmalige Rekonstruktion der Sammlung, ergänzt um Leihgaben aus dem In- und Ausland, steht nun im Mittelpunkt der Betrachtungen in dem vorliegenden Band. Am Beispiel von Schieles biografischem Werdegang fragt die Veröffentlichung nach den Mechanismen des Beziehungsgeflechts in der Kunstszene und in der Wiener Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts.

Fazit
Der Rezensent hatte die unvergessene Möglichkeit im jugendlichen Alter den bewunderten Egon Schiele durch die Begegnung mit Arthur Roessler vertiefen zu können – nur eben 50 Jahre später. Die stille und aussergewöhnlich intensive Sichtweise zur Kunst von Arthur Roessler hat den jungen Künstler sofort für ihn eingenommen. Diese Ausstrahlung hat sich auch in seinen publizistischen Äusserungen weiter fortgesetzt, so dass der damalige Sammlerkreis von Wien und Schiele erste Aufträge einbrachte. Auch nach dem zweiten Weltkrieg – bei diesem Besuch in der Billrothstrasse in Wien – waren viele Werke von Schiele noch zu bewundern.
Diese Werke sind auch der Grundstock der sehr spät in Deutschland erkannten Wertschöpfungen der Schiele Arbeiten, die im Wien Museum zu bewundern sind.
Die aussergewöhnlich gelungene Rekonstruktion der Sammlung und die Darstellung im vorliegenden Band vermitteln eine exzellente Anschaulichkeit. w.p.


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