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Online-Publikation: April 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Loretta Lux . Hrsg. Nancy Grubb, Text von Francine Prose >>
2005. 96 Seiten, 45 farbige Abb.,25,30 x 28,70 cm, gebunden, ISBN 978-3-7757-1591-1; € 35,00; CHF 59,00
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern; http://www.hatjecantz.de;  

Inhalt
»Meine Fotografien handeln von Kindheit und Verlorenheit in der Welt als existenzielle Grunderfahrung des Menschen«, so kommentiert Loretta Lux selbst ihre Porträts, mit denen sie zuletzt in New York und Amsterdam vielbeachtete Auftritte hatte. Für die New York Times gehören ihre Aufnahmen »zu den eigentümlichsten, überaus raffiniert manipulierten Bildern« unserer Zeit.
Die digital nachbearbeiteten Porträts der 1969 in Dresden geborenen Künstlerin irritieren den Betrachter in ihrer Unbestimmtheit zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Traum und Realität: Die Dargestellten, meist Kinder mit Porzellanteint und manierierten Gesten, blicken uns traumwandlerisch entrückt an. Sie posieren vor schlichten Interieurs, kargen oder romantischen Landschaften, die an Ansichten alter Meister, etwa an Gemälde von Velázquez oder Runge, erinnern.
In einem aufwändigen Arbeitsprozess - von der Auswahl der Modelle und deren Kleidung, den oft selbst gemalten, farblich abgestimmten Hintergründen bis zur Nachbearbeitung am Computer - entstehen die subtil inszenierten Porträts von Loretta Lux, die in diesem Bildband erstmals in einer breiten Auswahl gezeigt werden.

Zur Künstlerin:
Loretta Lux *1969 in Dresden. 1989 Übersiedlung nach München, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer. 1990-1996 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, München bei Gerd Winner. Trägerin des Infinity Award for Art 2005 des International Center of Photography, New York. Ihre Werke befinden sich in über 20 öffentlichen Sammlungen weltweit, etwa im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Brooklyn Museum of Art, im Museum of Fine Arts, Houston, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, im Art Institute of Chicago, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, im New Orleans Museum of Art, im Fotomuseum Winterthur, im Israel Museum, Jerusalem und im Fotomuseum Den Haag. Lebt und arbeitet in Monaco.

Fazit
Die Puppenhaftigkeit besticht und stösst zugleich irritierend zurück : Kälte macht sich dann breit und eine Überperfektioniertheit, die an gentechnisch geformte Wesen gemahnt und alles mit fotografisch-ikonischer Präzision. w.p.


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