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Online-Publikation: April 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Das Glück Württembergs . Zeichnungen und Druckgraphik europäischer Künstler des 18. Jahrhunderts . Von Corinna Höper und Andreas Henning, Vorwort von Christian von Holst >>
Ausstellung: Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart 15.5.-26.9.2004
2004. 208 Seiten, 209 Abb., davon 81 farbig, 21,30 x 28,00 cm, Broschur, ISBN 978-3-7757-1448-8;
vergriffen: Suche des Titels im Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) »
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern; http://www.hatjecantz.de;  www.staatsgalerie.de
Weiterführender Hinweis: http://archiv.kultur-punkt.ch/praesentation/ereignisse/er-dasglueckwuerttembergs5-04.htm

Inhalt
Das Glück Württembergs
Zeichnungen und Druckgraphik europäischer Künstler des 18. Jahrhunderts
Die in der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart verwahrten Blätter berühmter Künstler des 18. Jahrhunderts aus Italien, Frankreich und Deutschland, darunter Carlo Carlone, Leopoldo Retti, Philippe de La Guêpière, Jean Girardet, Johann Georg Bergmüller und Matthäus Günther, zeugen noch heute von der hohen Qualität der damals in den Residenzen Ludwigsburg und Stuttgart in Auftrag gegebenen Kunstwerke.
Rund zweihundert Zeichnungen und Druckgrafiken aus dem umfangreichen Bestand des Museums, darunter einige Neuentdeckungen und Zuschreibungen, dokumentiert der vorliegende Band. Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt stellen Vorarbeiten zu Fresken von Nicolas Guibal dar, dessen Deckenbild Das Glück Württembergs (1759) im Stuttgarter Neuen Schloss 1944 den Bomben zum Opfer fiel. In besonderer Weise gewürdigt werden zudem Arbeiten der Kupferstecherschule von Johann Gotthard Müller sowie Vorlagenzeichnungen der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur.

Fazit
Insgesamt sehen wir uns 200 Werken, 70 Gestaltern und noch mehr Berufs-Nennungen gegenüber:
7 Architekten, 14 Baumeister, 21 Bildhauer, 24 Kupferstecher, 38 Maler, 8 Marmorsteinmetze, 25 Stukkateure, 10 Teppichwirker…
Selten gewordene bis heute verloren gegangene Qualifikationen seien noch hinzugefügt: Elfenbeinschnitzer, Goldsticker, Grottier ( Grottengestalter), Münzstempelschneider, Porzellanentwerfer und -maler, Quadraturmaler ( dabei wird von Hand karierten, quadratischen Netzen auf Zeichnungen ausgegangen, die danach gedruckt oder vergrössert übertragen, gemalt werden), Seidensticker, Theatralmaler, Wachsbossierer und Zinngiesser.
Alle diese Qualifikationen haben so zu einer innigen Verknüpfung, sozusagen einem Innewohnen, der Inhärenz geführt um ein Bauwerk aussen wie innen – bis zur Tischkultur - zu gestalten.
Eben da wird uns der Verlust dieser Innigkeit der Gestaltung – heute – deutlich und hier kongenial klar gemacht: dank dieser bemerkenswerten Vorführung eines verloren gegangenen Musterbeispiels von inhärenter Gestaltung und Förderung durch kompetente Sponsoren –damals wie heute – in dieser Ausstellung Das Glück Württembergs. w.p.


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