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W+B Agentur-Presseaussendung Februar 2008
Ausstellung -, Buchbesprechung
<< Kara Walker: My Complement, My Enemy, My Oppressor, My Love >>
Ausstellungen: Walker Art Center, Minneapolis 17.2.–13.5.2007 Whitney Museum of American Art, New York 11.11.2007–3.2.2008 UCLA Hammer Museum, Los Angeles 17.2.–11.4.2008 ARC, Paris 20.6.–9.9.2007
Hrsg. Michelle Piranio, , Text von Sander L. Gilman, Thomas McEvilley, Yasmil Raymond, Robert Storr, Philippe Vergne, Kevin Young
2007. 418 Seiten, 348 Abb., davon 241 farbig, 5 Klapptafeln, 17,50 x 24,90 cm, Leinen, ISBN 978-3-7757-1932; € 39,80, CHF 69,00
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2007; http://www.hatjecantz.de;  Englisch;
Weitere Hinweise: www.walkerart.org;  www.whitney.org;  www.hammer.ucla.edu;


Inhalt
Kara Walker (* 1969) gehört zu den komplexesten und profiliertesten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre raumgroßen Tableaus, in denen sie historische Begebenheiten nacherzählt, die geprägt sind von Sexualität, Gewalt und Unterwerfung, fanden in den letzten Jahren international große Anerkennung. Die US-Amerikanerin bedient sich dabei des Scherenschnitts, also einer ursprünglich großbürgerlichen Technik des 18. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahre hat sie für ihre Arbeiten die Medien Zeichnung, Malerei, Farblichtprojektion, Schrift, Schattenspiel und jüngst auch den Animationsfilm benutzt.
Der außergewöhnlich gestaltete Band stellt interessante Aufsätze zu Kara Walkers Werk zusammen. Zudem bietet er einen illustrierten Katalog wiederkehrender Motive und Themen in ihren bedeutendsten Installationen. Die Künstlerin hat selbst einen 36-seitigen »Visual Essay« für das Buch gestaltet.


Fazit
Der Vorteil eines Katalogbuches ist nicht von der Hand zu weisen, da der Fuss nicht in die Ausstellung gesetzt werden muss, ausser wenn es sich um farbige Gross-Erlebnisse handelt. So auch dieses Werk einer Künstlerin, kennte man nicht ihren Vornamen "Kara Walker" meinte man einen nahen Gestaltpersönlichkeit gegenüber zu haben wie einem Adepten von Wilhelm Busch, etwas Daumier und doch auch de Sade und Max Ernst...: aus Schatten (scherenschnittartig) werden Szenen, aus ihnen erscheint erotisch-pornografischer Mix, teilweise durchaus gemein, trivial und pervers und doch im Duktus hochkarätig ästhetisch - auch in der Seele-Geist-Landschaft von Art Brut beheimatet - was bereits in ihrem Umschlag-Text "tief" berührend zur Geltung kommt: "Dear you hypocritical fucking T.... Id like to thank you for giving me clothes when I needed...food...and for fucking my brains needed fucking...." Darüber hinaus ein herausragend gestaltetes Faksimile-Werk vom Hatje-Cantz Verlag.


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