Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

 

Nach 6 Jahren Euro verliert er bei den Deutschen mit 36 % an Rückhalt
Medien-Service FLASH der Dresdner Bank – 16. Dezember 2007
Thomas Bonk, Dresdner Bank, Group Communication & Marketing, Media Relations
t.bonk@dresdner-bank.com;  www.dresdner-bank.de

Zahl der Befürworter auf 36 Prozent gesunken – Dreiviertel der Verbraucher rechnen zurück in D-Mark – Experten betonen Euro-Vorteile.
Sechs Jahre nach seiner Einführung hat der Euro in der deutschen Bevölkerung deutlich an Rückhalt verloren. Eine repräsentative Umfrage der Dresdner Bank ergab: Nur noch 36,3 Prozent finden den Euro gut, während es 2004 noch 42,6 Prozent waren. Drei von vier Bundesbürgern rechnen beim Einkaufen immer noch in D-Mark zurück. Doch die europäische Gemeinschaftswährung bekommt auch gute Noten: Die aktuelle Euro-Stärke an den Devisenmärkten finden mehr als zwei Drittel der Befragten gut für das Ansehen des Euros.
In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen unter rund 1.300 Wahlberechtigten bekennen sich 61,6 Prozent zur D-Mark-Nostalgie. Drei Jahre zuvor wollten lediglich 54,3 Prozent die alte nationale Währung zurück. Gekippt ist dabei das Verhältnis zwischen West und Ost: Während es vor drei Jahren im Westen prozentual deutlich mehr Euro-Fans als im Osten gab, ist dies Ende 2007 umgekehrt. Besonders euroskeptisch: Frauen. 71,2 Prozent wollen die D-Mark zurück, zwölf Prozentpunkte mehr als 2004. Auffallend hoch ist die Euro-Ablehnung bei Anhängern von politischen Randparteien und Nichtwählern. Ein weiterer Trend: Je jünger und je besser gebildet, desto eher haben sich die Bundesbürger an den Euro gewöhnt.
„Das Ergebnis könnte ein Hinweis darauf sein, dass angesichts der aktuell hohen Teuerungsraten die Diskussion vom Euro=Teuro wieder durchschlägt“, erklärte Rolf Schneider, Leiter Volkswirtschaft der Dresdner-Bank. „Dabei ist es eher umgekehrt: Der hohe Euro-Kurs wirkt bei Importen aus dem Dollarraum und insbesondere bei den Energiekosten derzeit sogar preisdämpfend.“
Auch im Alltag ist der Euro noch nicht auf breiter Front angekommen: 75,2 Prozent der Bundesbürger rechnen im Kopf noch auf D-Mark zurück, nahezu genau so viele wie 2004. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) lässt den Euro-DM-Taschenrechner im Gehirn sogar bei kleinen Geldausgaben laufen. Aber auch das ergab die Umfrage: Wer den Euro akzeptiert hat, rechnet seltener um. 40,8 Prozent der Euro-Befürworter haben die D-Mark aus ihren Gedanken verbannt. Ohne Euro bis zu 15 Prozent mehr für Benzin und Öl.
Der jüngste Höhenflug des Euro macht auf die Bundesbürger durchaus Eindruck: 67,3 Prozent halten die aktuelle Euro-Stärke gut für das Ansehen der Gemeinschaftswährung. In der Gruppe der Euro-Befürworter liegt dieser Wert sogar bei 79,1 Prozent. Seit dem Euro-Start, der mit der Ausgabe von Münz-Starterkits am 17. Dezember 2001 begann, hat der US-Dollar fast 40 Prozent an Wert verloren. Während zur Bargeldeinführung Anfang 2002 ein Euro nur rund 90 US-Cent wert war, müssen heute knapp 1,50 Dollar bezahlt werden.
Die Euro-Stärke hat allerdings zwei Seiten: Einerseits werden dadurch die für die deutsche Wirtschaft wichtigen Exporte erschwert. „Jeder Cent Euro-Aufwertung macht es schwieriger, Marktanteile zu halten und drückt auf die Gewinne“, so Schneider. Stark betroffen sind die Branchen Auto, Chemie und Elektronik. Andererseits dämpft die Stärke der Gemeinschaftswährung, die seit der Einführung um gut zwei Drittel höher bewertet wird, die Inflation – auch wenn viele Bundesbürger den Euro als „Teuro“ sehen und für Preissteigerungen in manchen Bereichen verantwortlich machen. Beispiel Energiepreise: Da Öl und andere wichtige Rohstoffe auf den Weltmärkten in US-Dollar gehandelt werden, bekommen die Euroländer derzeit mehr Ware für ihr Geld. Dresdner-Bank-Volkswirt Schneider:
„Ohne die Eurostärke der vergangenen Jahre wären Benzin und Heizöl um zehn bis fünfzehn Prozent teurer.“ Das gilt auch für viele Reisen: Ferien in den USA oder in der Karibik sind bei den Deutschen so beliebt wie lange nicht mehr, da Urlauber aus Euroländern dort derzeit eine sehr hohe Kaufkraft besitzen, also Hotels, Restaurants, Mietwagen oder Wohnmobile preiswerter sind.

Rechts- und Servicehinweise:
Dresdner Bank Medien-Service: Legal Disclaimer.
Keine Gewähr für Inhalte.
Alle in unserem Medien-Service enthaltenen Angaben und Informationen wurden von der Dresdner Bank AG oder Dritten sorgfältig recherchiert und geprüft. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können jedoch weder die Dresdner Bank noch Dritte die Gewähr übernehmen. Dies gilt auch für Internet-Seiten anderer Anbieter, zu denen Sie über einen Hyperlink gelangen; für den Inhalt dieser Seiten übernimmt die Dresdner Bank AG keine Verantwortung.
Keine Beratung.
Die im Medien-Service bereitgestellten Informationen stellen keine individuelle Beratung dar und können diese nicht ersetzen. Für individuelle Beratungsgespräche stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.
© Dresdner Bank


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !

Copyright © 1999 - 2014[kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.