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W+B Agentur-Presseaussendung Mai 2004
<<Arp zu Schwitters: Leben und Schönheit in den kleinsten Dingen>>
Ereignisbesprechung
<<Schwitters_Arp>> 1. Mai. – 22. August 2004
Konzeption: Hartwig Fischer, mit Sandra Gianfreda. Public Relations: Christian Selz mit Susanne Stortz
Ausstellung: Kunstmuseum Basel / www.kunstmuseumbasel.ch
Katalogbuch: 264 S.; Paperback mit Umschlagklappen; Verlag Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit, 2004 www.hatjecantz.de


Das Kunstmuseum Basel widmet Hans Arp, 1886-1966, und Kurt Schwitters, 1887-1948, eine umfassende Ausstellung, mit über 140 Collagen / mixed and recovered media, Reliefs, Skulpturen und Assemblagen / Zusammengefüge. International renommierte Sammlungen haben diese Schau ermöglicht.
Textinhaltlich betreut wird sie von KunstforscherInnen wie G. Boehm, H. Damisch, G.-L. Darsow, I. Ewig, H. Fischer, S. Gianfreda, B. Haas, I. Schulz, und G. Webster.
Es fallen dabei treffende Worte, Zitate, ja geradezu mythische Begriffe, u.v.a.: Die Härte der Grossen Dinge, Gegenliebe, Avantgarde, Mystik, Zufall und Improvisation, Schrift im Bild, Werkzeugmissbrauch,
Dada, Abstraktion oder wie die Natur zur abstrakten Kunst kam
Arp ist es, der die neue Technik, zusammengefügter wieder gewonnener Findlinge der Natur und aus dem Zivilisationsschutt (Anm.d. Rez.: www.galerie-kulturpunkt.de), 1914 in den Ateliers von Picasso, Braques u.a. achten lernt und diese mit seinem Freund Schwitters danach stetig weiter entfaltet.
Ihre Vorreiter-Position, insbesondere im deutschsprachigen Raum zeigt sich in ihre engen Verbindung mit dem Expressivem, Dada, Konstruktivem, De Stijl und dem Surrealen.
Arp ruft seinem verstorbenen Freund Schwitters in einer Rede folgerichtig zu: Leben und Schönheit in den geringsten Dinge hast Du mir gelehrt.
Arp und Schwitters waren zeitlebens der Schweiz und den Dadaisten von Zürich, auch mit de Architekturtheoretiker-Paar Sigfried und Carola Giedeon und auch mit ihren Sammlern Müller-Widmann, uns Maja Sacher, Basel besonders verbunden. Ergänzt wird diese Schau noch durch die Schenkungen der Werke an die Emanuel Hoffmann-Stiftung.
Was für  John Cage die Zufallstechnik in der Musik bedeutet, wirkt zeitgleich in der bildenden Kunst von Arp und Schwitters. Es geht allen den künstlerischen Kräften dieses Genres bis heute um die Wiederkehr, den Wiedergewinn (ästhetischer Retrofit, Anm.d.Rez.)  und die Metamorphose zivilisatorischer Zerstörungswucht:  Herbeigeführt durch sogennannte friedliche Überproduktion mittels Wegwerf-Vandalismen oder kriegsorientierte Produktion, die bis zu völliger Vernichtung ganzer Städte ( Dresden, Hiroshima…)  wie ganzer Regionen ( Orange Fields, Vietnam….) geführt hat.
Dennoch, wie es sich für die Intention gehört, geschieht diese Einbettung umfeld- und zeitbezogener Ereignisse, trotz aller Tragik, spielerisch, ja mit einer gewissen Heiterkeit, wobei der augenscheinliche Nicht-Sinn, das Chaotische, eben der Zufall ein Ästhetisches Gleichgewicht gegenüber dieser brutalen und unbeirrbaren, inhumanen Gewaltmaschinerie der neo-konservativen wie –liberalen Kräfte, an der Wand oder im Raum eines Meditationsortes, wie es das Kunstmuseum ermöglicht, kongenial darbietet.


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