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Online-Publikation: August 2009 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Jean-Jacques Sempé: Tag für Tag . Katalogbuch. Vorwort von Patrick Süskind >>
Hardcover Leinen, 144 Seiten; ISBN 978-3-257-02088-5; € (D) 34.90 / sFr 61.90 / € (A) 35.90
Diogenes Verlag AG, Zürich 2009; www.diogenes.ch;  www.bsb-muenchen.de; 

Inhalt
Das Katalog-Buch zur großen Sempé-Ausstellung in der Staatsbibliothek München ( www.staatsgalerie.de )  im Sommer 2009 ist eine Hommage an den großen französischen Zeichner: ›Sempé in deutschen Sammlungen‹.

Autoren
Jean-Jacques Sempé, geboren 1932 in Bordeaux, lebt in Paris. Seine Karikaturen in ›Paris Match‹, ›Punch‹, ›Marie-Claire‹ und ab 1969 in ›L’Express‹ waren nur die ersten Schritte zum Höhepunkt von Sempés Karriere beim ›New Yorker‹, für den er ab 1978 mehr als 50 Covers und zahlreiche Karikaturen zeichnete. Unumgänglich ist es, zusammen mit Sempé Namen wie René Goscinny und Patrick Süskind zu erwähnen. Ohne sie wären Figuren wie ›Der kleine Nick‹ und ›Herr Sommer‹ undenkbar. Aber zuletzt hat Sempé auch mit der von ihm selbst erfundenen Figur des Fahrradhändlers Tamburin einen heimlichen Bestseller gelandet.

Patrick Süskind
Patrick Süskind wurde 1949 in Ambach am Starnberger See geboren. Er studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück ›Der Kontrabaß‹, 1985 sein Roman ›Das Parfum‹, 1987 die Erzählung ›Die Taube‹ und 1991 ›Die Geschichte von Herrn Sommer‹, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé.

Fazit
"Plötzlich durchzuckt einen dieser kleine Stromschlag. Das ist (wie bei) Sempè", schreibt -charaktertrefflich - Patrick Süskind im liebevoll zugedachten Vorwort zum Katalogbuch " Jean-Jacques Sempé: Tag für Tag". Und im Nachwort folgert Britta Sachs "Sempès Cartoons spielen fast ausnahmslos in Frankreich". Den Hintergrund bilden Boulevards und Interieurs. Den Vordergrund bevölkern Daumier'sche Charakteren auf Sempè'sche Kunst frisch und mit stets spitzer Feder durchaus tragikkomisch nahegebracht: Es sind Intellektuelle, Handarbeiter, Reiche und Arme, Hausfrauen, auch Unternehmer wie Ärzte, die als Staffage im Vordergrund vergnüglich - beinahe als Marionetten - treffsicher festgezurrt werden. Einfach genialer Humor. 09-8 w.p.


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