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Online-Publikation: April 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Paul Flora: Rückwärts in die Zukunft - ›freie‹ Zeichnungen / Cartoons >>
184 S., 24.9 x 28 cm, Leinen, ISBN 3-257-02090-2, Euro 34.90 / sFr 61.90
Diogenes Verlag AG, Zürich; www.diogenes.ch

Inhalt
»›Rückwärts in die Zukunft‹ ist ein Bilderbuch, in dem Zeichnungen aus mehr als fünf Jahrzehnten zu sehen sind, dicht wie licht aus unzähligen feinen Strichen gewoben zu sämtlichen Themen, die Flora lebenslang inspirierten: Dichter, Schurken, Feldherren und Älpler, feine Damen, Musen und Vampire sowie immer wieder sein geliebtes Venedig.

Autor
Paul Flora: Geboren am 29.6.1922 in Glurns im Vinschgau (Südtirol). »Ich wurde als italienischer Untertan geboren, wurde mit sechs Jahren für zehn Jahre Österreicher, war dann sieben Jahre deutscher Staatsbürger und bin seit 1945 wieder Österreicher.« Im Gymnasium mußte Paul Flora mehrere Klassen wiederholen. Die Freiheit an der Kunstakademie München behagte ihm mehr. »Ich war in der Zeichenklasse Olaf Gulbranssons; da aber weder der Altmeister, geschweige denn ich das Bildungsinstitut je besuchten, lernte ich ihn erst 15 Jahre später kennen.« Paul Flora wurde während des zweiten Weltkriegs eingezogen und geriet für kurze Zeit in amerikanische Gefangenschaft. 1957 wurde er politischer Karikaturist der Hamburger Wochenzeitung ›Die Zeit‹, obwohl er nach eigenem Ermessen »wirklich wenig von Politik und insbesondere sehr wenig von deutscher Politik« versteht. Daneben schuf er unzählige ›freie‹ Zeichnungen, die in allerlei Büchern festgehalten sind und in aller Welt gezeigt werden. »Er schreibt in der Muttersprache aller Völker. Flora ist ein Bilderschriftsteller.« (Erich Kästner)

Fazit
Paul Flora's " Rückwärts in die Zukunft" beinhaltet eine dichte und gewaltige Fülle von ›freie‹ Zeichnungen, wie er sie selbst nennt.
Die Cartoons weisen mit diesem Thema auch auf die österreichische Tradition des im Rückgewandten nach vorne Schreitens hin.
Aus seiner tiefen Nachdenklichkeit leuchtet immer ein Stück Tragik hervor. Immer aber schimmert eine eine künstlerische Art des Weltvergehens durch alle Freien Zeichnungen von Flora.


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