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W+B Agentur-Presseaussendung April 2004  
Art 35 Basel: Art Unlimited -  Keine Schranken für aktuelle Kunst

«Art Unlimited» bietet Künstlerinnen und Künstlern und ihren Galerien eine Ausstellungs- und Verkaufsplattform, welche die traditionelle Abgrenzung von Kunstmessen, Gruppenausstellungen und Biennalen aufhebt, indem sie deren Vorteile zu einem neuen Format vereint. In einer offenen Ausstellungsarchitektur zusammengefasst, präsentieren sich 60 spannende Projekte, wie sie sonst an keiner anderen Kunstmesse der Welt zu sehen und zu kaufen sind. Viele der gezeigten Arbeiten (Installationen, grossformatige Malerei, Skulpturen, Video-Arbeiten, Performances, etc.) werden speziell für «Art Unlimited» geschaffen. Das Teilnehmerfeld ist dieses Jahr hochkarätiger denn je und liest sich wie ein Who’s Who der aktuellen internationalen Kunstszene. Damit die Besucher noch besser über die gezeigten Werke in «Art Unlimited» informiert werden können, richtet die Art Basel eine «Contact Hour» ein, während der Repräsentanten der ausstellenden Galerien vor Ort Fragen des interessierten Publikums beantworten. Im Kommunikationsforum «Art Lobby» können die Besucher Künstler, Kuratoren und Sammler persönlich kennen lernen. «Art Unlimited» wird grosszügig unterstützt von UBS, einem führenden internationalen Finanzinstitut.

Das einzigartige Zusammenspiel von Künstlern, Galerien, dem Art Committee, dem Kurator, der Leitung und des technischen Teams der Art Basel schafft jedes Jahr eine hochkarätige Ausstellung für zeitgenössische Kunst, die das breite Angebot der internationalen Kunstmesse ergänzt und den Besuchern spannende Entdeckungen bietet. Aus 130 Bewerbungen hat das «Art Committee» 60 Projekte für die diesjährige Ausgabe von «Art Unlimited» ausgewählt. Platziert werden sie von dem erfahrenen Kurator Simon Lamunière in Form einer offenen Ausstellung. Um die Anbindung der einzelnen Projekte an die ausstellenden Galerien zu verbessern, wird in «Art Unlimited» zum ersten Mal die «Contact Hour» eingeführt. Vom Mittwoch, 16. Juni bis Sonntag 20. Juni, 18-19 Uhr und Montag, 21. Juni, 11-12 Uhr, werden die Projekte von einem Mitarbeiter der Galerie oder dem Künstler selbst betreut und vermittelt werden.

Die Präsentation der Werke vereint die museale Qualität der einzelnen Arbeiten mit dem Charme der weiten Halle und lässt medial sehr unterschiedliche Werke miteinander in Dialog treten. Die Art Basel verzichtet bewusst auf die Gliederung der Werke nach künstlerischen Gattungen und trägt damit dem Bedürfnis vieler junger Künstler Rechnung, für jedes Werk das passende Medium zu wählen oder mit mehreren Medien zu spielen.

Arbeiten von folgenden Künstlerinnen und Künstlern sind dieses Jahr in «Art Unlimited» zu sehen und zu kaufen:

Marina Abramovic (Kelly), Vito Acconci (Gladstone), Pep Agut (Alvear), Miroslaw Balka (Nordenhake), Robert Barry
(Meert Rihoux), Lothar Baumgarten (Fischer), Pierre Bismuth (Hécey), Cosima von Bonin (Nagel), Candice Breitz (Kaufmann Francesca), Angela Bulloch (Schipper & Krome), Marie José Burki (Nelson), Jeremy Deller, Simon Starling (Modern Institute), Marta Deskur (Starmach), Stan Douglas (Zwirner), William Eggleston (Cheim & Read), Rodney Graham, Christoph Büchel (Hauser & Wirth), Ceal Floyer (Lisson), Michel François (carlier gebauer), Lothar Hempel (Kern), Christian Jankowski (Klosterfelde), Amar Kanwar (Blum), Tadashi Kawamata (Juda), Job Koelewijn (Welters), Andres Lutz & Anders Guggisberg (Friedrich), Philippe Meste, Atelier van Lieshout (Jousse), Hans Op de Beeck (Hufkens), Finnbogi Pétursson (i8 Galleri), Sergio Prego (Lorenzo), Rob Pruitt (GBE (Modern)), Miguel Angel Ríos (Noire), Bojan Sarcevic (BQ), Mira Schendel (Millan), Jim Shaw (Bernier / Eliades), Ann-Sofi Sidén (Cobo), Penny Siopis (Goodman Gallery), Nedko Solakov (Arndt & Partner), On Kawara (Szwajcer), Günter Umberg (nächst St. Stephan), Mark Wallinger (Reynolds), Erwin Wurm (Krinzinger), Chen Zhen, Kendell Geers (Continua).
(Liste in Formation, Index März 2004)

Aus allen Fugen zu platzen scheint das monumentale «Fat House» von Erwin Wurm (Galerie Krinzinger, Wien), ein begehbares Haus aus Aluminium, Holz und Styroform, welches der Österreicher speziell für «Art Unlimited» hergestellt hat. Ebenfalls monumental ist der 30 Quadratmeter grosse Schiffsrumpf von Cosima von Bonin (Galerie Christian Nagel, Köln). «LIFE IS TOO SHORT TO STUFF A MUSHROOM», nennt die Künstlerin ihre Arbeit, welche auf der Konstruktion eines Kriegsschiffes aus dem Jahre 1925 basiert. Die Arbeit «EN EL AIRE» der mexikanischen Künstlerin Teresa Margolles (Galerie Peter Kilchmann, Zürich) will schockieren. Das Werk besteht aus Maschinen, welche Seifenblasen aus einer Mischung von Wasser und Seife produzieren. Das Wasser ist versetzt mit Wasser, mit dem Leichen vor der Autopsie gereinigt worden sind. Das Wasser stammt aus dem Leichenschauhaus von Mexico City. «Meine Arbeit ist wirklich hart. Sie schockiert. Aber solange Verkommenheit, Armut, Korruption und straffreier Mord existieren, werde ich das Konzept einer Arbeit nicht ändern», kommentiert die Künstlerin ihr Werk. Humorvoll hingegen ist der neue, knapp achtminütige Film «A Reverie Interrupted by the Police» des Kanadiers Rodney Graham (Galerie Hauser & Wirth, Zürich). In Stummfilmmanier lässt Graham einen Gefangenen auftreten, welcher, von einem Polizisten bewacht, Klavier spielt.

Der Japaner Tadashi Kawamata (Annely Juda Fine Art, London) plant durch die «Art Unlimited»-Halle einen «Catwalk», einen ca. vier Meter hohen Laufsteg aus Holz zu erstellen, von dem aus die Besucher die Ausstellung anschauen können. Sein Landsmann On Kawara (Galerie Micheline Szwajcer, Antwerpen) zeigt in seiner Arbeit «I met» 12 Bilder und 12 Bücher, welche zwischen dem 10. Mai 1968 bis 17. September 1970 entstanden sind. Jeden Tag hat On Kawara chronologisch festgehalten mit wem er gesprochen hat. Auch sind alle Städte festgehalten, die er in dieser Zeit besucht hat. Die Bücher umfassen insgesamt 4782 Seiten.

Die Arbeit «Chain (Permutation B complete set)» von Angela Bulloch, (Galerie Schipper & Krome, Berlin, Galerie Presenhuber, Zürich und Galerie Micheline Szwajcer, Antwerpen), besteht aus einer Lichtinstallation in 6 Teilen, welche auf dem Farbsystem des belgischen Künstlers
André Cadare basiert.

«Art Unlimited» bietet Künstlern und Galeristen eine Plattform, auf der Werke gezeigt werden können, die den Rahmen von Ausstellungsständen auf Kunstmessen, oft auch den von Galerien, Museen und anderen traditionellen Orten der Kunstpräsentation, sprengen. In der Messehalle 1, die der Schweizer Stararchitekt und Kunstsammler Theo Hotz vor einigen Jahren für die MCH Messe Basel gebaut hat, sind auf 12‘000 Quadratmetern, Grosskulpturen, Videoprojektionen, Installationen, Wandmalerei, Fotoserien, Performances und digitale Kunst zu sehen. Mit der Einführung von «Art Unlimited» als eigenständige Plattform, hat die Art Basel nicht nur das traditionelle Konzept des einzelnen Messestandes gesprengt, sondern auch Grenzen überwunden, die der Kunst vielerorts gesetzt werden: Grenzen wie Raumbedarf, Bodenbelastung, Lichtverhältnisse, Akustik, Sicherheit, und andere technische Anforderungen, aber auch konzeptionelle Einschränkungen – künstlerische wie kuratorische – und nicht zuletzt zeitliche. UBS, welche zusammen mit Art Basel die Plattform «Art Unlimited» grosszügig unterstützt – hilft damit den Galerien und ihren Künstlern auch finanzielle Grenzen für aussergewöhnliche Kunstprojekte zu überwinden.

Die Teilnehmerlisten von «Art Unlimited» seit ihrer Premiere im Jahr 2000 lesen sich wie ein «Who’s who» der gefragtesten Künstler der letzten drei Jahrzehnte: Gilbert & George, Paul McCarthy, Pipilotti Rist, Tunga, Anri Sala, Francis Alys, Tatsuo Miyajima, Grazia Toderi, Gary Hill, Nam June Paik, Vanessa Beecroft, Lawrence Weiner, Jenny Holzer, Jeff Wall, Bruce Nauman, James Turrell, Atelier van Lieshout, Katharina Fritsch, Santiago Sierra, Louise Bourgeois und viele andere mehr. Das Begegnungs- und Vermittlungszentrum in der «Art Unlimited»-Halle, welches in den letzten Jahren rege benutzt wurde, steht auch dieses Jahr wiederum den Besuchern der Art Basel zur Verfügung. Es beinhaltet einen Informationsdesk mit Katalogen und Dokumentationen zu den ausgestellten Künstlern, eine Kunstbuchhandlung, eine Videothek mit individuell visionierbaren Künstlervideos, sowie Terminals mit digitalen Kunstprojekten im Internet oder auf elektronischen Datenträgern. Dazu gehört auch die Kommunikationsplattform «Art Lobby» wo sich Künstler, Kunstvermittler und Publikum mehrmals am Tag zu einem zwanglosen Austausch treffen können. In «Art Lobby» haben sich so berühmte Künstler wie Jeff Koons und Gilbert & George den Fragen der Besucher gestellt. Für «Art Unlimited» wird ein separater Katalog in limitierter Auflage publiziert.


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