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W+B Agentur-Presseaussendung Mai 2003
<<Hass und Kreativität sprudeln aus ein und derselben Energiequelle>>
Buchbesprechung
<<Imre Kertész: Die exilierte Sprache / Heureka >>
Essays und Reden. Mit einem Vorwort von Péter Nadas.
112 S.; gebunden;EUR 19,90;
<<Imre Kertész: Heureka! >>
Rede zum Nobelpreis für Literatur 2002
31 S.; gebunden; EUR 5,-;
Suhrkamp Verlag; Frankfurt am Main, 2003; www.suhrkamp.de

Imre Kertész, 74, Budapest-Berlin, wurde durch seinen Roman eines Schicksalslosen weltbekannt und erhielt 2002 den Nobelpreis für Literatur.
Auch als Übersetzer ins Ungarische hat Kortész seine Meriten: Nietzsche und Wittgenstein.
Kertész stellt in seinen drei Kapiteln Free Europe, Wer jetzt kein Haus hat, Die exilierte Sprache, im zweiten Teil die unbequeme ZEN-Frage Wem gehört Auschwitz? Und Wird Europa auferstehen? Da charakterisiert den Stil seiner Sprache: Kortész fokussiert die Sichtweise und bringt es jeweils auf den Punkt: Keine Frage: der nächsten Generation und dann der darauf folgenden gehört diese ungeheuerliche System-Verbrechen, antwortet er daraufhin. Bereits 1946 hat Churchill von der Utopie eines vereinten Europas gesprochen... und jetzt, da dieses Programm in eine blutige Krise geraten ist...wird es auferstehen?
Im Hauptteil Die exilierte Sprache stellt Kortész fest: Ich habe den Hass immer als Energie aufgefasst. Energie ist blind, doch ihre Quelle ist paradoxerweise die gleiche Vitalität, aus der sich auch die kreativen Kräfte speisen
Auch in Heureka spricht Kortész diese ambivalente Energie an: Denn nach meiner Auffassung stosse ich , wennn ich mit mit der traumatischen Wirkung von Auschwitz auseinandersetze, auf die Grundfragen der Lebensfähigkeit und kreativen Kraft des heutigen Menschen. Er denkt dabei unmittelbar an unsere zukünftige Verhaltensweisen. Daraus ergibt sich die Frage: Werden wir zusammen stehen, in Europa und in der Welt?


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