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W+B Agentur-Presseaussendung Mai 2002
<<Fehlerkultur und Lust zum Frieden- die Kernstücke auf dem Weg zu: Macht die Kinder stark>>.
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Buchbesprechung
233<<Horst Klaus Berg: Maria Montessori – Mit Kindern das Leben suchen>>
Antworten auf aktuelle pädagogische Fragen
192 S.; kartoniert; EUR 13,90
HerderVerlag
, Freiburg; 2002 / www.herder.de

Dr. Horst Klaus Berg, Theologe, Religions- und Montessori-Pädagoge, publiziert zur Montessorie-Pädagogik. Werteerziehung, humanes Leistungstraining, und Friedenspädagogik bilden wesentliche Anliegen von Berg und geben Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Zur Würdigung von Maria Montessori und ihres 50. Todestag hat Berg eine im vorliegendem Band eine pädagogische Diskussion entfacht und macht so auf wirklichkeitsbezogene Weise auf den Grundgedanken von Montessori:"Macht die Kinder stark", aufmerksam.
In neun Teilen gliedert Berg seine Beobachtungen, Problemanzeigen und Vorschläge. Werden wie Kinder, keine Illusion, nicht Holzweg sondern Chance, heisst die Antwort. Dabei bildet die Basis dazu die Indirekte Erziehung. Dabei ist das Zentrum die Mitte der Persönlichkeit und die Periferie ein "tieferes Bedürfnis, bei der der Mensch mit sich allein sein muss, getrennt von allem und allen, hingegeben einer geheimnisvollen Arbeit."
Dazu zählt neben der zerstreuenden, konsumierenden, verwirrenden und fremdbestimmten Lebensumgebung eine Vorbereitete Umgebung, die konzentrations-, aktivitätsfördernd, durchschaubar wirkt und die Selbstbestimmung ermöglicht.
Ein besonderes Anliegen ist "Mein Freund, der Fehler", in dem zu einer humanen Leistungskontrolle und Fehlerkultur personenzentriert hingearbeitet wird.
Hinzu tritt die Friedenserziehung, zu der Berg zehn Thesen vorlegt. Auch hier gilt die personenzentrierte Vorgehensweise. Konkurrenz und Erfolgsdruck werden aussen vor gelassen, dazu werden durchschaubare, handlungsfähige Kompetenzen gelehrt. Dabei gilt der Wahrnehmungsfähigkeit zu Mitleid/Compassion grosse Aufmerksamkeit. Erweitert werden diese Qualifikationen mit einer tiefen Abneigung gegen affektive, strukturelle und kulturelle Gewalt, es gilt diese zu durchschauen und den Teufelskreis zu durchbrechen mit der Befähigung zu rationaler, effektiver Konflikt-/Handlungsstrategie. Friedensarbeit setzt so auf Erfahrung, Reflexion und Leidenschaft, das führt bei den Lernenden zur Lust am Frieden. Fazit: Wenn Ihr den Frieden wollt, dann macht die Kinder stark. Ein starkes Konzept.


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