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Online-Publikation: März 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Thomas Meyer: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse . Roman >>
272 Seiten,.Gebunden, 12.5 x 19 cm; ISBN 978-3-905801-59-0; € (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60
Salis Verlag , CH-8005 Zürich; www.salisverlag.com

Inhalt
Mordechai »Motti« Wolkenbruch, 27 Jahre alt, orthodoxer Jude, müsste längst verheiratet sein. Doch mögen ihm die Sarahs, Esthers und Rachels, die ihm seine mame ohne Unterbruch präsentiert, nicht recht gefallen. Nicht zuletzt wegen des tendenziell zu breiten tuches. Da verliebt er sich lieber in eine Schickse von der Uni, in engen Jeans und sexy Top. Thomas Meyers Debütroman beschreibt mit Witz, Tiefe und auch Tragik die Dilemmata zwischen orthodoxem und weltlichem Jüdischsein und erreicht dabei die Qualitäten von Dani Levys Filmen oder von »A Serious Man« von den Coen-Brüdern.
Motti Wolkenbruch lebt noch immer zu Hause, mit seiner geschwätzigen mame und seinem tate, der es seit längerem vorzieht zu schweigen und sich am liebsten hinter der aktuellen Ausgabe des Tachles versteckt. Die zufällige Begegnung mit einer hübschen Schickse wirft Mottis Leben aus der Bahn; ihm wird bewusst, dass er in seinen Kreisen kein Liebesglück finden wird. Und je mehr seine mame auf ihn einredet, umso stärker regt sich in ihm der Wunsch nach einem mamefreien Leben in den Armen ebendieser Schickse.
Schritt für Schritt, manchen auch zurück, tritt Motti aus der orthodoxen Welt heraus in die säkulare, was auch grundlegende Veränderungen an seinem Äußeren mit sich bringt – der Bart kommt ab und die zu kurzen, schwarzen jüdischen Hosen machen modischen Jeans Platz. Mehr und mehr verwandelt sich Motti in einen typischen urbanen jungen Mann. Zwar ist er nun seine mame los, die ihn keines Blickes mehr würdigt, doch mehr Glück mit den Frauen hat er auch nicht. Jene, die er jetzt kennenlernt, haben wohl keinen dicken tuches, aber dafür nicht alle Tassen im Schrank.

Autor
Thomas Meyer wurde 1974 in Zürich geboren. Nach einem abgebrochenen Studium der Jurisprudenz arbeitete er als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Erste Beachtung als Autor erlangte er 1998 mit im Internet veröffentlichten Kolumnen. 2007 machte er sich selbstständig als Autor und Creative Director. Er lebt und arbeitet in Zürich.
www.herrmeyer.ch

Fazit
Der Roman "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse" von Thomas Meyer beginnt mit ein jüdischen Trinkspruch und endet .. . Das lassen wir den Interessierten entscheiden, die den zürcher-jüdischen Akzent mögen oder kennen lernen möchten. Hier zwei Stellen als Kostprobe" I . narrativ: "Am himl schickte der verendende Winter eine dicke wolkn,," und II. diskursiv:" Motti, wo bisttu gewejn? fragte mein tate..." Ansonsten ein klarer Erzählgang, was den Werbetexter hervorschillern lässt. m+w.p12-3

 


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