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W+B Agentur-Presseaussendung Dezember 2007
Hörbuchbesprechung
<< Kolitz , Zvi: Jossel Rakovers Wendung zu Gott >>
Aus dem Jiddischen übertragen, herausgegeben und kommentiert von Paul Badde (Im Buch: Mit Zeichnungen von Tomi Ungerer)
1 CD, 60 Min., ISBN 3-257-80012-6, Euro 17.90 / sFr 30.90
Diogenes Verlag AG Zürich, www.diogenes.ch

Inhalt
Das fiktive Testament eines Warschauer Juden, aufgeschrieben in der Stunde seines Todes, versteckt in einer leeren Flasche, gefunden in den Trümmern des Warschauer Ghettos. Dieser Text, der seit seinem Erscheinen immer wieder die Herzen der Menschen berührte, wurde von Paul Badde aus dem Jiddischen übertragen und liegt in einer zweisprachigen Ausgabe vor.
In der Buchedition hat Tomi Ungerer sich von Zvi Kolitz’ Geschichte zu intensiven, eindrucksvollen Bildern inspirieren lassen.

Autor
Zvi Kolitz, geboren 1912 in Alytus, Litauen, als Sohn eines hochangesehenen Rabbiners, verließ 1937 seine Familie auf dem Weg nach Palästina, um in Florenz zu studieren. 1940 erreichte er Jerusalem, wo er sich in verschiedenen jüdischen Bewegungen engagierte. Als Abgesandter des zionistischen Weltkongresses reiste er nach Basel und Buenos Aires. Später arbeitete er unter anderem als Journalist, Werber, Redner, Filmemacher, Produzent sowie Lehrer und lebte, trotz festem Apartment in Tel Aviv, viele Jahre mit Frau und Kind in Hotelzimmern aller Welt. Zvi Kolitz starb 2002 in New York.

Fazit
Die physische Vernichtung mit poetischem Überleben zu konterkarieren und den Geist IN die Flasche zu stecken um der Nachwelt als Geist AUS der Flasche zu erscheinen ist eine poetische Metamorphose, die Zvi Kolitz mit seiner Erzählung " Jossel Rakovers Wendung zu Gott" kongenial charakterisiert.


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