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W+B Agentur-Presseaussendung Juli 2004
<<Die Welt als magisch-realen Zeitraum gestalten – Im Leben und Tod>>
Hörbuchbesprechung
 <<Juri Rytcheu: Traum im Polarnebel>>
Autorisierte Lesefassung. Sprecher: Manfred Zapatka, als Theater- und Filmschauspieler bekannt, arbeitet mit Peymann, Langhoff und Dorn zusammen. Aus dem Russischen von Arno Specht.
Produktion: Der Hörverlag 2003;
4 CD /
Laufzeit ca. 280 Min.;  EUR 27,95
der hörverlag
, München; 2004/ www.derhoerverlag.de /  

Juri Rytcheu, ist 1930 in Nordsibirien geboren, seine Muttersprache ist Tschuktschisch, diese wird nur von 12 000 Menschen gesprochen. Seinen Weg kennzeichnet Gelegenheitsarbeit, Delegierter des Nationalkreises der Tschuktschen  bis 1954 an der Fakultät der Nordvölker in Leningrad / heute St. Petersburg. Auch heute ist Rytcheu mit seiner Frau gesellschaftlich aktiv in den Organisationen der arktischen Völkern tätig.
Inhaltlich geht es um eine vordergründig einfache Geschichte. Der Kanadier MacLennan hat einen Unfall. Todkrank überwintert er bei den Tschuktschen. Danach wird und wirkt alles anders, ein Leben lang.
Am Ende dieses  Innigkeit verströmende und anschaulich wirkende Hörbildes wirkt die letzte Szene wie mit einem dicken Pinselstrich  gemaltes Tusche-Aquarell, wenn die Mutter von John MacLennan, die zu ihm gekommen war, bei ihrer Abfahrt ihm zurief: Ich sehe Dich lieber tot John als so!“ Warum sie das sagte erfahren wir beim Anhören dieses Hörromans, der die schamanische Kultur der Tschuktschen glänzend kennzeichnet: Die Welt als magisch-realen Zeitraum gestalten – im Leben und Tod.


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