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W+B Agentur-Presseaussendung Juli 2004
<<Überleben durch Schreiben: „Ich bin ein Medium des Geistes von Auschwitz“>>
Hörbuchbesprechung
 <<Imre Kertész: Liquidation>>
Szenische Lesung mit Dieter Mann, Anita Lochner, Werner Rehm u.v.a.
Produktion: hr’2004; Infos, Hörproben: Der>Audio<Verlag /
www.der-audio-verlag.de (Internetpräsenz im Entstehen)
4 CD
mit Boocklet/ Laufzeit ca. 257 Min., 42 Tracks;  EUR 24,95
Aufbau Verlag
, Berlin; 2004/ www.aufbau-verlag.de (Internetpräsenz im Entstehen) info@aufbau-verlag.de

Imre Kertész, geboren 1929 in Budapest, 1944 als Jude nach Ausschwitz deportiert, überlebte im KZ-Buchenwald. Danach bis 1951 als Journalist tätig und im gleichen Jahr von der kommunistischen Partei von der Redaktion entlassen. Nach dem Militärdienst wird er freier Journalist. 25 Jahre schlug Kertész als Autor von Musicals, Theaterstücken und ab 1976 als Übersetzer durch (u.a. Nietzsche, Freud, Wittgenstein, Hoffmannsthal, Canetti).
Parallel zu dieser Existenz bedingten Arbeit entsteht der „Roman eines Schicksalslosen“, den Kertész 1973 abschliesst. Erst 12 Jahre später, längst schon in deutsch erschienen, erfährt er in Ungarn verspätete Anerkennung. 2002 erhält Imre Kertész als erster Ungar den Nobelpreis für Literatur. Er lebt und arbeitet in Berlin und Budapest.
In Liquidation brütet ein gewisser Verlagslektor Keseru (sinngemäss autobiographisch) über dieses gleichnamige Bühnenstück. Er hat  diesen Nachlass gerettet, als sich sein Freund Bé (beachte man das gleiche é im Namen von Kertész) das Leben genommen hat. Das Bühnenstück zeigt visionär den aktuellen Verlauf der Dinge in der Gesellschaft.  Auch ein Lebensroman von Bé interessiert den Lektor. Schliesslich stellt er fest, dass der Text verbrannt ist. So scheint auch Keseru’s Existenz ausgelöscht zu sein. Unheimlich, doppelbödig und satirisch schmunzelnd kommt diese Handlung uns sogartig entgegen.
Kertész Kredo? Überleben durch Schreiben: „Ich bin ein Medium des Geistes von Auschwitz“


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