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W+B Agentur-Presseaussendung Dezember 2007
Hörbuchbesprechung
<< Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen - Vollständige Lesung >>
Sprecher:Gerd Wameling
Produktion: Sender Freies Berlin
2 CDs, 94 Min., 19,95 €, 35,20 SFR, 978-3-89940-716-7
Der Hörverlag, 2005; http://www.hoerverlag.de

Inhalt
Wortspiel und Witz bestimmen jene berühmte Reise von Paris über Aachen und Köln nach Hamburg, in der der Dichter frank und frei sagt, was er über das Gesehene denkt – wohlgemerkt in einer Zeit, nämlich der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der überall Unfreiheit, Zensur, Denunziation und Angst herrscht.
Wer glaubt, das Wintermärchen zu kennen, wird überrascht werden, denn Gerd Wameling zeigt mit spöttisch bissiger und satirisch pointierter Sprache einen neuen und zugleich alten Heinrich Heine: den der untrüglichen Scharfsicht und der sprachlichen Brillanz, den des originellen Wortspiels und des klugen Humors.

Autor
Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf als Sohn eines jüdischen Tuchhändlers geboren. Von 1819 bis 1825 studierte er in Bonn, Göttingen und Berlin Jura und promovierte anschließend zum Dr. jur. Anschließend verkehrte Heine in Berliner literarisch-künstlerischen Zirkeln, knüpfte dort Verbindungen zur geistigen und gesellschaftlichen Elite und empfing hier entscheidende Anregungen für den Beginn seiner dichterischen und publizistischen Laufbahn. Von 1827 bis 1831 folgten ausgedehnte Reisen nach England, Italien und in verschiedene Gegenden Deutschlands. 1831 ließ sich Heine als Frankreich-Korrespondent für die Augsburger „Allgemeine Zeitung“ in Paris nieder und wirkte als geistiger Mittler zwischen Deutschland und Frankreich. Er erwies sich als unbestechlicher Beobachter der politischen Verhältnisse. Heute gilt er als Wegbereiter eines zeitkämpferischen Journalismus und modernen Feuilletons. Sein Ruf als großer deutscher Lyriker ist unumstritten. 1841 heiratete Heine seine Geliebte Mathilde, ein französisches Ladenmädchen. 1844 erschien „Deutschland. Ein Wintermärchen“, seine unumstritten bekannteste politische Satire, in der er aus der Sicht des Exilanten bissig-pointiert das Deutschland der Restaurationsepoche kommentiert. Von 1848 an war Heine wegen eines Rückenmarksleiden an seine „Matratzengruft“ gebunden. Er verstarb 1856 und liegt seitdem auf dem Pariser Montmartre-Friedhof begraben.

Fazit
Hundertfünfzig Jahre gereifte Texte, humorvolle, ja boshafte und spielerische Verse werden auf den 2 CDs vom Hörverlag "Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen" wachgerüttelt, dank der eindringlichen Stimme von Gerd Wameling - und Elke Heidenreich hat gleich uns " ...großen Spaß, diesem Erzählfluss in Versen zuzuhören!“


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