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WW+B Agentur-Presseaussendung März 2005
<<Aus der Wut Ohnmächtiger meldet uns der Dialektdichter und Mundwerker Berdel Neuestes aus Wien>>
Hör-Besprechung in Briefform
<<Dieter Berdel: Bredl & Nogl - Weanarix, Liada, Gedichta>>
Dext, Schdimm: Dieter Berdel als Bredl, Dext Schdimm, Graweu, Reschii: Gerhard Hugnagel als Nogl; Schdimm: Gundega Hartmane-Beke; Cover gezeichnet von iutta maria de las manos waloschek;
1 CD  Laufzeit über 60 Min.;
Produktion: Steve Beck’s Arielle CD-R Sound Studio A- 2340 Mödling
Verlag Doppelpunkt Wien 2002


Ach Du Lieber Berdel,
ich sag extra Berdel weil Dein kongeniales Genie durch diesen Namen verlagsvirulent bekannt geworden ist.
Wie Du uns mich und Marga durch den Hinterhof mit Deiner CD getrieben hast, ist unvergessen… die Jugend vor einem Drittel Jahrhundert taucht vor mir auf, das Cafe inmitten der City Wiens, wo wir über Design diskutierten und manches andere was Gesellschaft. Politik, Religion betraf – und wie ich nun an Deiner neuen CD erkennen muss – noch immer stimmig ist – was die Hinterhof-Sprache und das Lied von Wien betrifft. Es ist noch immer der Protest, die Wut, der Zorn, die Provokation der Ohnmächtigen da zu spüren in allen Deinen poetischen Zeilen, ein Sprechrohr, ungeliebt, wie wir – Marga und Walter – es beim Zuhören der CD erlebten, wohl eingeübter Applaus sozusagen, wie wir es von den amerikanischen Soap-Serien kennen lernten. So bist Du ein Provokateur der Hinterhofsprache geblieben – Dafür sei Dir Dank gesagt von einem Fern- und Vorder-Österreicher, der im äussersten südwestdeutschsprachigen Raum wirkt und lebt im Markgräflerland ( 200 Jahre danach durch uns zwei Marga und Walter noch virulent) als Publizist mit unserem  Internetjournal kultur-punkt, bald seit 6 Jahren.
Ich bin zur festen Überzeugung gekommen: Dein Sprachrohr Dialektpoesie, Deine Wut, dein berechtigter Zorn auf die Gesellschaft, Politik und Religion ist dem sprachfern und dennoch aufmüpfigen Gefesselten, ja Geknebelten gewidmet – der untersten Ebene im Höhlengleichnis von Platon, 2500 Jahre her, und immer noch aktuell, was bedeutet, das die Gen-Vermittlung zeitlich unzureichend voranschreitet und die elenden Versuche der in diesen Zeitläuften Lebenden und Wirkenden, Forscher, im Begrifflichen verhaken: divortium opus est – wie ich es auch für mich in Anspruch nehme: Der Umweg/Bruch ist das Werk.
Unverkennbar ist auch der Inhalt Deiner Mitteilungen, die sich zwischen Sade und Sartre ansiedeln.
Wenn wir die Beziehung – einbezogen die von Van Swieten zu Mozart – betrachten und das Josefinum mit seiner pathologisch-musealen Sichtweise betrachten, so sind wir auf dem aktuellsten Stand der Wiener Denke, die Du in ihrer Hinterhofqualität hervor rufst und zum allgemeinen Diskurs stellst.
Dank sei Dir dafür. Walter und Marga


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