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Online-Publikation: Oktober 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Sempe 's Musiker . Erweiterte Neuausgabe . 25x36cm >>
107 Seiten. Gebunden, ISBN-10 3257020619; ISBN-13 9783257020618; 34,90 EUR
Diogenes Verlag AG, Zürich; www.diogenes.ch

Inhalt
Musik! In Dur, in Moll, jubilierend, lamentierend, tremolierend, im verliebten Duett, als einsames Solo, mit Banjo und Kastagnetten, mit melancholischem Vibrato. Swing, Klassik, Jazz, Musette. Beschwingt, diskret, hingebungsvoll, als Schicksalsmelodie, Mondscheinsonate oder Rock around the clock, gesungen, gefidelt, dirigiert, von kleinen Musikanten mit großen Ambitionen. Eine Partitur stiller Sehnsüchte, meisterhaft orchestriert und größtenteils farbig koloriert von Jean-Jacques Sempe.

Stimme
Mit feinsinnigen, sensiblen Beschreibungen huldigt Rezensent Hubert Spiegel diesem Band mit Musikerzeichnungen. Sempe zeige Musiker, die spielen, und Musiker, die sich bereitmachen für ihren Auftritt, selbstversunkene Solisten und charmante Musikanten. Gelegentlich scheint Spiegel die Töne schon zu ahnen, welche die gezeichneten Musiker im Begriff sind, auf ihren ebenfalls gezeichneten Instrumenten zu erzeugen. Insgesamt liegen diese Zeichnungen mit ihrem tiefen Humor für den Rezensenten an der Schwelle zur Melancholie. Wer hören wolle, wie Sempe in seinen Träumen Klavier spiele, dem legt er die Betrachtung dieses Bandes besonders ans Herz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2003

Cartoonist
Jean-Jacques Sempe
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Semp%C3%A9

Fazit
Die an-/scheinende Leichtigkeit des Seins angesichts der Côte d'Azur, dem genius loci von Jean-Jacques Sempé, und im besonderen seine Hintergründe in den Cartoons, die an eine durchaus heitere und erhellende Atmosphäre gemahnen. Und im Vordergrund sein Thema, der Mensch und die Gruppe, der und die im ersten Moment, gleichfalls hell wirken, danach aber sich versteckt oder theatralisch verschmitzt- bis boshaft in Gesicht und Gestik äussern. Dieser kontrapunktische Stil linear, sparsamer als bei Dufy mit Farbe unterstützt, laden den Betrachter ein und ziehen in die Tiefe des Raums um ihn dann in den Labyrinth zu ge- und befangen zu machen. Ein wunderbarer und liebenswerte Tragikomiker und Meister des Cartoons stellt hier sein Musikusse auf die Bühne des Lebens und hält uns den Spiegel des Tacitus vor die Physiognomie. Verdient unsere Auszeichnung. m+w.p11-11


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