Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

pa4-12-4diskurs-risiko-leben-schüffel-hoffmann-prankl

PA4-12-3Diskurs-Risiko-Leben-Schüffel-Hoffmann-Prankl: Eine Anthologie der Selbstwirksamkeit

 GESPRÄCHSTEILNEHMER

S =  Prof. Dr. med. Wolfram Schüffel , www.schueffel.com ;    
       Arzt und Herausgeber, ist Facharzt für Innere Medizin sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
       Lange Jahre leitete er die Klinik für Psychosomatische Medizin im Zentrum für Innere Medizin der Philipps-Universität
       Marburg. Zuletzt von ihm erschienen ist der Band Medizin IST Bewegung und Atmen, ebenfalls  Projekte-Verlag.

H = Dr. Suitbert Hoffmann, Arzt und Schriftsteller: suitbert.hoffmann@t-online.de Geboren am 4. 8. 1940 in Zittau/Sa. Studium
        der Medizin in Münster/Westfalen mit Weiterbildung zum Arzt für Frauenheilkunde
       und Geburtshilfe. 12 Jahre Chefarzt einer Klinik in Ostwestfalen. Ausscheiden wegen politischer Unstimmigkeiten (atomare
       Nachrüstung, Notstandsgesetze, Notstandsmedizin). 1988 Aufbau einer ausserklinischen Tagesklinik für Gynäkologie und
       Geburtshilfe in Kassel. Langjähriger ärztlicher Leiter des medizinischen Institutes von ProFamilia in Kassel. Heute freier
       ärztlicher Berater in seiner alten Kasseler Praxis und vielfältig tätiger Schriftsteller.

M = Marietta + Lothar Meinz, Lebenserfahrene, Euro-Buddhistische Denker ....

P = Mag.arch. Walter Prankl: Publizist, Essayist und bildender Gestalter: prankl@kultur-punkt.ch
       www.kultur-punkt.ch/akademie4/diskurs/prankl-leben-wirken10-8.htm 
       http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Prankl


***
DISKURSFOLGE

1 DIE DISKURS-BASIS
2 DISKURS-INHALT
3 DISKURS-FELD-WEG IN CORPORE
4 DISKURS-FELD-WEG VIRTUELL
5 DISKURS-ERWEITERUNG
6 ANHANG

***

1 DIE DISKURS-BASIS  bildet folgende Thematik

Online-Publikation: Februar 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Prof. Dr. med. Wolfram Schüffel (Hrsg.): Wartburgphänomen Gesundheit- Eine Anthologie der Selbstwirksamkeit >>
394 S., geb., mit Schutzumschlag; ISBN 978-3-86237-697-1; 24,50 €
Projekte-Verlag Cornelius, D-06112 Halle (Saale); www.projekte-verlag.de;   www.mediakontakt-laumer.de    

Zum Buch:

Das von Prof. Dr. med. Wolfram Schüffel herausgegebene Buch Wartburgphänomen Gesundheit ist so spannend und faszinierend, wie es die seit 20 Jahren stattfindenden Wartburggespräche selbst sind. Denn diese sind ein Gesprächskreis zum Thema Gesundheit, der sich sowohl von den Themen als auch von der Zusammensetzung her von den konventionellen Formaten wissenschaftlicher und politischer Tagungen abhebt. Die 49 sehr vielfältigen Beiträge des Bandes, verfasst u.a. von Medizinern, Philosophen, Patienten, Soziologen oder Psychologen, haben als gemeinsame Basis das Nachdenken über das individuelle und gemeinsame Streben nach Gesundheit.

„Das Buch enthält keine fertigen Antworten oder gar institutionellen Konzepte. Aber es formuliert überfällige Fragen und es bietet mit der Schilderung des Ablaufs und der Zwischenergebnisse der Wartburggespräche einen neuen Ansatz für ein zentrales Problem menschlichen Zusammenlebens.“ (Heinrich Vogel im Vorwort).

In ihrer Gesamtheit stellen die Autorinnen und Autoren auch die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen, wenn wir deren Umgang mit Krankheit bzw. mit dem individuellen/kollektiven Streben nach Gesundheit als Maßstab für die innere Verfasstheit, für die Gesundheit einer Gesellschaft sehen möchten. Bis hin zu der Frage, ob denn die technisierte und durchorganisierte Medizin, die auf Empfinden, Begleiten und Unterstützen wenig ausgelegt ist, wirklich die günstigere, die ökonomischere ist.

Der Inhalt (Auswahl):

Sigrid Splettsen: Wie gelingt Gesundheit im Wandel; Jutta Landenberger: Der schmerz-hafte Rücken; Karin Stellmach/Matthias Hede: Ärztliche Prävention und Epikrise – Ungesagtes fühlbar machen; Thomas Spies: Ego oder Kollektiv – eine Wartburgfrage; Kordula Schulz-Asche: Nachhaltigkeit und Gesundheit gehören zusammen – aber ein schwieriger Weg liegt vor uns; Victor Speidel et. al.: Geschichte und Zukunft der Anamnesegruppen; Ingrid Witzel: Seminarbericht vom 13.07.2011; Ernst Richard Petzold: Die Positionierung eines Mitbegründers der Wartburggespräche; Jessica Kleer: Die Bedeutung des Mitempfindens für den Menschen als Arzt; Helena Reiland: Von der Seele, die erst heilen muss, bevor der Körper es kann; Wolfgang Merkle: Die Symptome im gesellschaftlichen Wandel und die zeitgemäße Annäherung an sie; Gisbert Müller: Gefühlsstimmen erheben – vielschichtig hören; Edith Düsing: Über Scham angesichts einer medizinisch-orthopädischen Höllenfahrt; Theo Leydenbach: Die Geschichte der Frau P.; Hendrik Fenner: Therapie und Erfahren von Grenzsituationen: Zeitstrahl Frau P.; Thomas Mauroschat: Vier Menschen denken nie dasselbe; Bruno Hildenbrand: Gestaltung des gesundheitsfördernden Raumes: Krise und Wandel und ihre Bedeutung im Prozess der (Wieder-)Gewinnung von Gesundheit; Wolfram Schüffel: Zur Umsetzung einer phänomenologisch-anthropologischen Medizin.

Die Wartburggespräche:

Prof. Dr. Wolfram Schüffel, ehem. Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin der Universität Marburg, führt in den Wartburggesprächen Ärzte, Angehörige des Gesundheitswesens und medizinische Laien zu interaktiven Treffen zusammen, in denen Gesundheit auch als psychologische, philosophische und soziale Größe, d.h. leibliche begriffen wird. Die Wartburggespräche sind Fortbildungen im fundamentalen Sinne des Wortes: Mit ihnen helfen sich Menschen, Subjekte, die eigene Entscheidungsfreiheit im Angesicht existentieller Fragen und ihrer körperlichen Ausdrucksformen auszubauen.

****

2 DISKURS-INHALT

P: Sehr geehrter Herr Schüffel und Herr Hoffmann,  es berührt mich sehr, dass Sie, angeregt durch meine Besprechung sich zu einem Diskurs entschlossen haben

Zur Basis unseres Diskurses und zum Einstieg in den Diskurs gebe ich hier das Fazit wieder:

"Die Vision des "Strebens nach Gesundheit als Grundrecht" wird im Diskurbuch "Wartburgphänomen Gesundheit" als Verpflichtung gedacht nach der Suche der inzwischen verschütteten Dimensionn menschlicher Existenz, wie es im Vorwort heisst.

Um zur Quintessenz der Wartburggespräche zu kommen, hat Prof. Dr. Wolfram Schüffel in seiner erkenntniserfahrenen Umsetzung anstelle einer "phänomenologisch-anthropologischen" eine *zuwendend-immunfördernde, emphatische*Medizin sieben überzeugende Vorgehensweisen / Regeln vorgeschlagen:

1 interdisziplinäre Treffen von Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen, Tanz-/Therapeuten

2 einige Teilnehmer präsentieren die Situation ihrer aktuellen Problemfälle

3 diskursiv wird den Situationen nachgespürt, Empfindungen/Gefühle artikuliert und formuliert

4 richtige oder falsche Diagnosen werden vermieden, alle konzentrieren sich auf Abläufe

5 die Gruppe IST der Experte

6 statt abschliessenden Lösungen werden die nächsten Schritte definiert

7 statt "take-home-messages" wird die Erkenntnis im hier und jetzt gewonnen...

Diese Thesen sind sowohl in diesem interdisziplinären Seminar Im Medizinbereich, als auch darüber hinaus in transdisziplinären Diskursen von Erfolg gekrönt, wie dieses Diskursbuch." "Eine Anthologie der Selbstwirksamkeit" vom Herausgeber Schüffel beweist. Noch besser getitelt ist es sogar eine Anthologie ZUR Selbstwirksamkeit, in der das damit eingebettete Plazebo" mit seiner Drittel Wirkkraft" optimierend beiträgt. m+w.p*12-3

S+P: Führten  ein ausgiebiges Telefongespräch (Auswahl, sinngemäss):

S: Bevor ich  Ihrer Einladung zur Teilnahme an einem virtuellen Diskurs folgen kann, möchte ich auf diesen
direkt-telefonisch-  persönlichen Weg  einiges fragen, um mich einbringen zu     können...... Und um das Thema  die " Anthologie der Selbstwirksamkeit " erweiternd zu formen...

P: Ich verstehe, es geht um "personare" originär durchtönt miteinander zu sprechen

S: So ist es. Dazu muss ich sagen, dass es mich sehr überrascht, zugleich verwundert hat, wie trefflich Sie diese Anthologie zusammengefasst und interpretieren konnten.

P: Haben Sie herzlichen Dank für die Bestätigung meiner zuwendenden selbst erlernten Erkenntnis. Auch ich bevorzuge das Ich-Du-Gespräch..

S: Sprache ist auch Subjekt-Maske und führt allzuoft in geharnischte Verhaltensweise oder dauerhaften Missverständnis und so zu Missvergnügen..

P: Stimme zu. Aufgrund meiner Tätigkeitsfelder in Architektur, Urbanität / Umfeld, Gesundheit und sokratischem Diskurs (Platon Akademie seit 1995) mit nur wenigen wechselnden  Anwesenden habe ich sowohl in Architektur-Grossbüros, öffentlichen Verwaltungen  und industriellen, global wirkenden Konzernen mehrere, intern kommuniziert, bis zu fünf  Haupt-Sprachschichten kennengelernt, die unglaubliche Reibflächen erzeugt haben...

Das bewirken diese global wirkende Sprachschichten von Unternehmen und umfassen die:

1 Informationstechnologie, kurz IT-Sprache; 2 Technische Daten-Sprache; 3 Verkaufsdokumenten-Sprache; 4 Marketing-Sprache
   und hierarchisch zuoberst die 5 Manager-Corporate Identity, kurz CI-Sprache....

S: Es gibt doch den Ich-Du-Diskurs?

P: ausgehend von den informellen Du-Ich-Gesprächen, diese sind eine jeweils persönlich-intime Zwischen-Sprachschicht, auch im globalen Unternehmen, die ich "Palaver" nenne (      http://de.wikipedia.org/wiki/Palaver ) deutlicher " unterm Palaverbaum / europäisch >unterm Lindenbaum". Letzterer manifestiert sich vor dem Kaffee/Tee-Automaten, in der -Küche,      und vor den Sammeldruckern im Unternehmen

S: Um zur Ihrem so bezeichneten Umfeld zurückzukehren , was Sie mit räumlichem Gestaltungsraum ausdrücken, nennen wir in unserer Gruppierung, beginnend mit:

1  Äusserer Raum ( Fenner ? ) / Umfeld (Capra)? M: Dazu eigener Körper ..

2  Innerer Raum / Körperinneres ? M: Geistiges , Gemütshaftes

3  Wirheit ((Binswanger)) / Gemeinschaftsraum, Umfeld (Capra)? M: Natur, Menschen, Tiere ..

4  Sosein -,  Dasein - Dürfen (hegelianisch, Schüffel: Demut ...wohl gelitten, du bist ... ) also, anerkennende Befindlichkeit  im
    Hier  und Jetzt ? M: Nächstenliebe+ Mitempfinden ..

P: Zu Punkt 4 /Demut fällt mir dazu ein, dass wir an unserer PA4, so wir mit buddhistisch bis euro-buddhisten Teilnehmer in Berührung kommen und den Begriff Demut in den Diskurs einbringen, ein tiefe Ablehnung auf uns anderen zu kommt. Wir nehmen inzwischen den Hilfsbegriff, der "Selbst-Bescheidung"..

M: In der Erkenntnis, dass jedes Wesen nach Wahl strebt wirken wir unbewusst oder bewusst in jedem Moment unseres Seins

S: Nachdem Sie (P) und ich  das ausführliche Gespräch miteinander geführt haben, darf ich Ihnen sagen, daß ich herzlich gern Ihrer Einladung zur Teilnahme an einem virtuellen  Diskurs folge.

Eine Bedingung darf ich hieran knüpfen:  Dieser virtuelle Diskurs ist gleichzeitg verbunden mit der Versammlung von  4 –6 Menschen, die sich zur Diskussion des vorliegenden      Themas  IN  CORPORE  einfinden. Sie lassen mich wissen, WAS  Sie  IN CORPORE  diskutieren  und  WIE  sich diese Diskussion  von der virtuellen unterscheidet.

Begründung:  Ich habe in ca  35 Jahren Sozialisationsforschung gelernt zu respektieren, daß Kommunikation und Interaktion ganz wesentlich vom Raum bestimmt werden.      Genauer: Sie werden gestaltet durch die Beziehung zwischen Äußerem und Inneren Raum, um eine „Wirheit“ (Binswanger) zu bilden

 Ich würde zweierlei Dinge sehen wollen:  Wie Sie als Rezensent die Formulierung  „ZUR“  Anthologie statt  „der“  Anthologie gefunden haben;  wie Sie die jeweilige Antwort nicht in Demut sondern in  „SELBSTBESCHEIDUNG“ (also die von Ihnen vorgeschlagene Wortwahl im Gespräch mit Buddhisten) anerkennen.

 Wäre eine solche Übereinkunft herstellbar?  -  Natürlich würde ich mich freuen, wenn eines Tages in einem Diskurs auch das Verhältnis von Demut zu Selbstbescheidung vor dem Hintergrund von Selbstwirksamkeit  aufgreifbar  würde. Die Selbstwirksamkeit scheint mir ein sehr wichtiger Begriff zu sein.

P: Im folgenden werde ich versuchen auf ihre vier Fragen (S1-S4)zu antworten

S1: was diskutieren Sie  IN CORPORE?

3
Zum  DISKURS-FELD-WEG  IN CORPORE
http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/diskurs/index.htm  <eine offene philosophie für heute und morgen>

P: Unser Kernanliegen hier: Neue, aufrichtende Muster der herrschenden Entfremdung und Beliebigkeit entgegenzustellen.
PA4 - Gespräche sind  in Diskurs-Tafeln / Denkbilder dargestellt und zu aktuellen Themen vor- bis aufbereitet in Kooperation mit SWR2 Vorausschauende wie alltagspraktische Anregungen virtuell von Einzelnen und Unternehmenden auf den Punkt bringen, ist unser generelles Anliegen. Dazu gehören bewährte Methoden und Konzepte für überschauendes Denken wie es schon vor 2500 Jahren gepflegt wurde. Deshalb haben wir das platonische Denken als Ausgangspunkt hier und heute im aktuellen Zeitgeschehen gewählt, um mit Anders-/ Denkenden zu diskutieren...

 Die Platon Akademie 4 kann als vorrangig virtuelles "Open Source-Projekt" bezeichnet werden„Open Source“ bedeutet eine „Offene Quelle“. PA4-Diskurse sind Kooperationen von Menschen ohne Hierarchien, die deutschsprachig- virtuell  zusammenarbeiten.
Weg und Ziel: Begründbare und , Vegetativ Erlebbare Erkenntnis zur Grundsicherung / Balance, soweit als möglich

Oberstes Prinzip
Das Unsagbare (das der Sprache Entzogene) / indicibile ; das Unaussprechliche (jedoch für ein Subjekt mystisch Erfahrbare) / ineffabile; Gewahren des Unausdrückbaren (inexprimabile) und Unbeschreiblichen im absoluten Schweigen…
Das Eine / unum
entzieht sich der Sprache und ist deshalb undefinierbar archê tu pantos (Prinzip von allem, vgl. Sonnengleichnis) Ideen erkennen und ihre Ursache..

Kennzeichnend für die Gesprächsführung bei Platon und für PA4 ist die Enthaltung  jeglicher Festlegung auf irgend einen dogmatischen Standpunkt. Diese Einstellung bildet den Rahmen, in dem all unsere Diskurse sich gestalten, Be- und Erziehung (Paideia) lebensbegleitend integriert.
Seit der Gründung wird mit vorwiegend bild-grafischen Denkbildern (A4 Format) diskutiert.

***
Das platonische Basis-Denkbild
gliedert sich unterhalb des Titelfeldes „UNUM“ in drei Diskurs-Spalten, die zugleich eine anatomisch ausgerichtete Wirbelsäulenstruktur mit den beiden symmetrisch angeordneten Seitenflügeln versinnbildlichen (links-mittig-rechts).

***
linkes Diskursfeld:
Das kognitiv Eine: Wahrhaftige / verum
Apollinisches
digital -  noetisch .Mit logischer Erkenntnis arbeiten, und begründetem  Natur-Wissen(schaft)
Noetische Erkenntnis des einheitl. Ganzen in der Seele (= was erkennbar (gnôston) und wahr (alêthes) ist);
Erkenntnis des Ursprünglichen , Grund / Begründung des Logos…
Begründbare Erkenntnis, kausal, Transparenz, Wissende Genügsamkeit (Horaz)…

***
mittiges Diskursfeld
Das ethisch Eine: Gute / bonum, kalokagathia syndesmos = Band (zw. „göttlicher“ Seele mit „göttlicher“ Idee). > „UNUM
Einsichtiges (noêsis),
die dem Ganzen/Einen in den Seelen am nächsten kommt…= Annäherung an das Original, Modell,  An-Sich-Sein …

Diskutiert wird im TANDEM-PRINZIP
von 4. zu 1.Ebene und von 4.zu 1..Ebene, dem Höhlengleichnis folgend..
In Richtung  Weltsicht und Grundsicherung: Zuwendungs-, Mitarbeitsfähigkeit trainiern

***
rechtes Diskursfeld:
Das ästhetisch Eine: Schöne / pulchrum
Dionysisches
analog - metaphorisch  .Kenntnisse lassen sich nicht in Worte noch begründen: Kunst-Mythos
Sich Hineinleben, es entsteht ein Seelenlicht (Lichtmetaphorik)… es folgen Fingerzeige, Bilder des Hinweisens, ausserhalb der logischen Sprache; Stimmung (emotional) Assoziationen, vegetativ originär er/lebbare oder *übermittelte* Erkenntnis zur Transzendenz, Einsicht, Entscheidungsfähigkeit zu einem unwiederholbaren, irreversiblen Werkprozess..
*Doxa, Glauben, Meinen…*

Fazit:
Vor Ort wird der Diskurs mündlich geführt und jeder Teilnehmer macht sich Handnotizen, die offen und/ oral im Gedächtnis verweilen, das entspricht schliesslich einer stichwortartigen Rohfassung mit offen bleibenden Randbemerkungen und Fragen..
Zwar fehlen die Handnotizen und die offen und / oral im  Diskurs laufenden Beiträge, jedoch melden sich nur im Promille-Bereich Interessierte via Mail/Telefon von Zeit zu Zeit, obwohl monatlich rund 90.000 Anfragen und bis zu 17.000 Besucher virtuell erreicht werden......

***

S2: ... und WIE findet die Diskussion  im Virtuellen statt?

4
DER DISKURS-FELD-WEG VIRTUELL

P4: Oberstes Prinzip (Wirkkraft, Energie, Chi....), Das Eine / unum (platon-sokratisch) entzieht sich der Sprache und ist deshalb undefinierbar archê tu pantos (Prinzip von allem, vgl. Sonnengleichnis)
Ideen erkennen und ihre Ursache
-Vermittelndes Diskurszeug (heideggeranisch):
-Be- und Erziehung (Paideia) lebensbegleitend
Das Diskursfeld gliedert sich in einen linken (Flügel), mittigen ( Wirbelsäule-Sinnbild) und rechten (Flügel) Bereich, wie vorher...

Fazit:
Wenn ein Thema fest steht, wird es hierarchisch in dem jeweiligen Schwerpunkt-Bereich zugeordnet und so wird das Umfeld (links, rechts, mittig von unten nach oben) des Kernanliegen deutlich text-bildhafter wahrgenommen; untermauert wird der Diskurs mit Quellenmaterial aus dem Rezensions- Sender SWR2-Aula-, und anderen Print-/AV-media-Bereichen.
Sowohl vor Ort/in corpore als auch virtuell/via IT findet unser PA4 Diskurs mittels vorbereiteter Denkbilder (Text-Graphen auf A4 Blättern dargestellt ) statt. Individuelle Randnotizen umrunden diesen Diskurs. Resultat: Offene Rohfassungen ...

S3: „ZUR“  Anthologie statt  „der“  Anthologie gefunden

P3: Unter "zur Anthologie" verstehe ich den gezielten Diskurs- und Sammel-Weg,der in diesem Buch beschritten wurde, die Richtung zum Thema Anthologie und  unter  "der Anthologie" ist seiner Bedeutung nach "beifügend, auch besitzend" eben genitiv gebraucht. Mir erschien so die Sammlung zu wenig bewegt oder in Bewegung zu sein.

S4: wie ist das Verhältnis von Demut zu Selbstbescheidung  vor dem Hintergrund von Selbstwirksamkeit  aufgreifbar

P4: Zur Selbstbescheidung (PA4-12-1risikenI-bildungT.doc)setzt die Erkenntnis des Unum voraus. Diesem Obersten Prinzip (Wirkkraft, Energie, Chi....), Dem Einen / unum (platon-sokratisch) entzieht sich schliesslich die Sprache und ist deshalb undefinierbar archê tu pantos (Prinzip von allem, vgl. Sonnengleichnis)  Ideen erkennen und ihre Ursache.Das erkennend lässt Bescheidenheit wachsen führt zur wahrhaftigen Bescheidung des Selbst...
Zur Demut*) ist eine Tugend, in der Erkenntnis des Unerreichbaren  erstrebter Vollkommenheit .und weil unser Leben ein stetes Risiko, jedoch nicht als Opfer  sondern  mit Selbstwirksamkeit wie es Capra wie Lipton andenken.
*) http://de.wikipedia.org/wiki/Demut;
http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/pa4-12-4risiko%20leben-co-kreativitaet.htm

M: Mit der Selbstwirksamkeit , dem Wirken = Karma ist auch die Vollkommenheit erreichbar - wahrscheinlich erst in undenkbaren Zeiten und in anderem Umfeld und das (die Unerreichbarkeit) setzt Fesseln in einem weiter entwickelten seelisch- geistigen Zustand..

P:
In der Erkenntnis des Unaussprechlichen und Unerreichbarkeit des UNUM Begriffes entsteht in der Bewusstheit dazu dies Selbstbescheidung / Demut.
Euro-Buddhisten  verhalten sich zur Demut abwehrend, schon alleine aus der Distanziertheit zur Dingwelt und den Distanzbegriff „Gelassenheit“, der etwas Stoisches aufweist. Im asiatischen Denkraum ist übrigens der Ich-Begriff immens reduziert gebraucht, wobei paradoxerweise in der Yogalehre die Ich-Zentriertheit auffällt – mit ihren fünf Auraschichten, die mir als Denk-, Fühl-, Schutzhüllen erscheinen,  so die die WIR-K(K)raft vorrangig aussen vor lassen.

M: Einspruch. Das stimmt absolut nicht!

P: In der Platon Akademie wird der Begriff  "absolut" nicht verwendet, aufgrund der Selbstbescheidung, des offenen Diskurses..

Um weiter auszuführen: Die Hoffnung liegt so und so im Vegetativen, die in der Meditation die Selbstwirkkraft mit der  -wirksamkeit verknüpft und so dem steten Risiko Leben positiv (Lipton) zugewendet ist. Demnach  kontrollieren im Epigenetischen  (DNA, Funktion, Wirkung) = bei 5% Genen (statisch / Newton) / 95% Proteine (dynamisch/Quantum) . Diese 95% Signal-Möglichkeiten = sind wahrnehmungsabhängig beeinflussbar…
Daher sind wir  keine Opfer
sondern wir können unsere Selbstwirkkraft (rund 30 %) plazeboartig, bewusst im Risikobereich  Leben einsetzen

M: Demut ist Selbstbescheidung und Selbstwirksamkeit, sie schliessen einander nicht aus.
Die Selbstbescheidung verhindert, dass die Selbswirksamkeit nicht in Hybris = Überheblichkeit ausartet.  Unser selbstgeschaffenes Karma zeichnet zwar unseren Weg, unser Erleben vor (Gene, Charakter) ist aber nicht determiniert, kann durch neues Wirken, im Denken, Sprechen und Handeln verändert werden. Wir sind Täter und Opfer zugleich. Unsere Handlungen sind abhängig vom Umfeld = Kultur aber auch von unseren geistig seelischen Möglichkeiten. In einer Notsituation werden diese über die Weiterentwicklung entscheiden. Im übrigen hilft Demut und Gelassenheit die jeweilige Lebenssituation mit Verlusten, Krankheit, und anderen Schwierigkeiten anzunehmen. Das heisst nicht stoisch oder phlegmatisch. Man kann trotzdem Möglichkeiten zur Veränderung suchen, wahrnehmen und selbstgestalterisch wirken.
Anschauen - Annehmen - Loslassen.
Die Forschung und Medizin hat die Selbstbescheidung längst verlassen. Wobei ich/wir den Wert oder Unwert nicht zu beurteilen wage/n. Die Machbarkeit hat auch die Hoffnung vieler Schwerkranker vermehrt. Und auch die Frage der Ethik ist schwer zu beantworten.
Wo sind die Grenzen? Ein Arzt hat zu mir gesagt:" Es ist fast alles möglich im medizinischen Bereich, aber  es wird irgendwann nicht mehr bezahlbar". Vielleicht ist das ja die Regulierung! Der Beginn ist ja schon im Sozialen heftig spürbar. Und das liegt daran, dass ein Teil der Menschheit sich nicht mehr selbstbescheidet, ja immer Folgen zu bedenken. Aber auch für sie ist das Leben nicht ohne Risiko.

P: Auch dann wenn diese Reichen und Oligarchen die Risiken auf uns, den Anderslebenden vermüllt und vermehrt abladen zu vermögen.
Liebe Marietta und Lothar habt vielen Dank für diesen Beitrag  zu unserem  Kerndiskurs
"
Anthologie der Selbstwirksamkeit ".

***
5
DISKURS-ERWEITERUNG

P:  Lieber Herr Hoffmann ,ich danke Ihnen für die  Teilnahme an unserem Diskurs, gerne habe ich Ihre "Kleine Betrachtung zum Glück: Über  die Rückkehr in den Mutterleib" in der Sammlung von Ihnen Herr      Schüffel mit Ver- und  Bewunderung gelesen, die sich zentral wie peripher mit dem Lebens- und Überlebensimpuls befasst, einen Weg vom Trauma zu einer "schwingenden" also      sphärisch-tanzenden *Traumprojektion am Beispiel„ Sehnsucht nach Wiederkunft“ befreiend vorsieht
*Bruce Lipton: Intelligente Zellen; Capra: Tao-Physik;

H: Danke für Ihren Vorschlag, mich wie vorgeschlagen zu positionieren, nehme ich gern an. Da ich ja nicht nur "das Glück", sondern auch "das Unglück" beschreibe und vielen Dank für Ihre sorgfältige Rezension des im Projekte Verlag, Halle/Saale erschienenen Buches "Wartburgphänomen Gesundheit" (Hrsg. Prof. Dr. Schüffel, Marburg).
Auch Ihre Anregung zur Änderung des Untertitels hat mich überzeugt.
Ich selbst bin mit einem kleinen Beitrag in diesem Buch vertreten ("Über die Rückkehr in den Mutterleib - Kleine Betrachtung zum Glück", s. 302 ff.). Im gleichen Verlag sind alle meine bisher veröffentlichten Bücher erschienen, und ich suche nach einer breiteren Öffentlichkeit. - Ich erlaube mir also, an Sie heranzutreten, um Sie auf mich aufmerksam zu machen.

Im Anhang finden Sie Details zu meiner Arbeit als Arzt und Autor. Vielleicht ist es Ihnen interessant genug, meine Arbeit(en) zu besprechen?

P: Das versuche ich stets,  soweit es meine Kompetenzkraft vermag.
Vorerst bedanke ich mich bei Ihnen Beiden für das überaus anregenden offene Gespräch, das zur steten Bereinigung und Fortsetzung des begonnenen Gedankenganges einlädt.....

***

6
ANHANG

Suitbert Hoffmann als Schriftsteller:

Aufgewachsen in einem humanistisch gestimmten Elternhaus . Geprägt von Kriegsende und Nachkriegszeit und eingebunden in die weiter bestehenden Verwicklungen, Widersprüche und Verdrängungen der (west-)deutschen Gesellschaft. Schon immer Neigung zu Musik, Kunst und Literatur. Erste Schreibversuche mit 16 Jahren....

*Veröffentlichungen

und  Leseveranstaltungen, oft mit Musikern und Schauspielern. Autor der Frankfurter Bibliothek und des Frankfurter Literaturverlags. Vier Lyrikbände („Haltestellen“, 2007, „Aber ich schreibe Gedichte“, 2008, „“Unvollendete Landschaften“, 2009, „Ich, Du mein Ich“, 2010), fünf Erzählungen („Der Schatten“, 2008), eine grössere Novelle („Der Vormund“, 2008),  sind im Projekte-Verlag, Halle (Saale) erschienen. Lebt und arbeitet in Kassel und Eggstätt (Chiemgau).

*

„Haltestellen“

(Werks-Exposé)

Innenansichten – Fuszwege – An fremden Orten. Die Gedichte dieses Buches - jede eine Haltestelle – führen auf einen postmodernen Weg durch die Zeit. Er ist gesäumt von Erinnerungen und Zukunftsvisionen, von Schrecken, Angst und Trauer wie auch von Lebenslust, Aufmerksamkeit und Zeitzeugenschaft, Melancholie und Optimismus. Diese grossen Metaphern des Lebens sind die wiederkehrenden Themen des Bandes. Die Leser begeben sich immer wieder auf eine Entdeckungsreise in die eigene Zeit, halten an, steigen aus, fahren weiter. Suitbert Hoffmann ist ein engagierter poetischer Reisebegleiter, der weniger antwortet als fragt, und dessen Be-richte auf ihre Weise Tschechov’s Reise nach Sachalin ähnlich sind.

*

„Der Schatten“

(Werks-Exposé)

In der vorliegenden Sammlung von Erzählungen des Arztes und Schrift-stellers ist vom Schatten, den Männer auf sich und auf die Welt werfen, die Rede. Suitbert Hoffmann erzählt von der Erbärmlichkeit des Managers („Der Schatten“), der Gefangenheit des Autofahrers („Der Wagenlenker“), vom Versagen des (männlichen) Herzens, von der Tragikomik der verkann-ten Möglichkeiten („Ein paar Tage im Winter“) und von der Unerreichbarkeit der Liebe („Die Meerjungfrau“), die mit Gewalt gebrochen werden soll.

In der Erzählung „Josefa“, die um drei Frauen aus drei Generationen kreist,

geht es um den Kampf gegen verordnete Rollen und um die schwierige  Behauptung eigenen, weiblichen Lebens gegen eine repressive Moral, die männlichen Ursprungs ist.

*

„Der Vormund“

-oder die unaufhaltsame Verkleinerung des Frank O.-

(Werks-Exposé)

In dieser neuen Erzählung mit der von vornherein vergeblichen Reise des Frank O. die Nöte und Verzweiflungen des vollkommen durchschaubar und lenkbar gewordenen Menschen, wenn er in den Apparat unumschränkter Herrschaft geraten ist. Ihm bleibt keine andere Wahl, als, hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Aussichtslosigkeit, sich bedingungslos dem, was von ihm verlangt wird, zu fügen. Suitbert Hoffmanns Protagonist hat jeden persönlichen Spielraum verloren, ein Entkommen ist unmöglich und auch noch der kleinste Anschein einer Rückzugsmöglichkeit oder einer hoffnungsvolleren  Wendung seines Schicksals wird durch die erdrückende Gewalt seines allmächtigen Vormunds zunichte gemacht. Eine produktive Aneignung des kulturellen Erbes als zeitnahe Zukunftsvision.

*

„Aber ich schreibe Gedichte“

(Werks-Exposé)

Auf den oft zitierten Satz Th. W. Adorno’s, dasz es nach Auschwitz keine Gedichte mehr geben könne, antwortet der Arzt und Schriftsteller Suitbert Hoffmann im Titel seines jüngsten Gedichtbandes mit „Aber ich schreibe Gedichte“. Er schreibt sie, wie es im Untertitel heisst, auf der „Suche nach dem verlorenen Klang“, nach dem im Unmenschlichen verratenen und verlorenen deutschen Leben und seiner humaneren europäischen Dimension. Suitbert Hoffmann bleibt auf der Suche „nach der Spur im langen Schat-ten“, jenes fatalen Teils deutscher Geschichte, deren Auswirkungen weiter-hin unübersehbar bleiben. Er geht der verwischten Spur nach, die, in Gedichten auffindbar, als unausweichliche Reflexion jenes grauenvollen Verlustes im langen Schatten der deutschen Katastrophe nicht verloren gehen darf.     

*

„Unvollendete Landschaften“

(Werks-Exposé)

In diesem neuen Gedichtband durchwandert der Icherzähler Landschaften, die er sowohl als Abbild uns umgebender als auch in uns bestehender Räume schildert. Landschaften, die weder vollendet noch vollendbar sind, die sich unaufhörlich wechselseitig durchdringen und in ihrem Wechsel so greifbar wie unbegreiflich sind. Es ist eine bittere und dunkle Wahrheit, die den Autor mit sich zieht, die Wahrheit jenes unaufhaltsamen Wechsels zwischen Verweilen und Verlassen, der sich in der nicht einlösbaren, vergeblichen Liebe zeigt, und in der schwanken Hoffnung auf die beseelte Schönheit des Seins, die –wie es Robert Walsers Gedicht „Der Winter“ entnommen ist- in unserem Innern verborgen und geborgen liegt. Und mögen wir auch von der Kahlheit und Kälte der Welt umgeben sein, „wenn’s nur dein Herz nicht ist“.

*

„Ich, Du mein Ich“

(Spiegelungen) 

(Werks-Exposé)

Die im Untertitel „Spiegelungen“ genannten Gedichte beginnen alle mit einem herausfordenden „Ich“. Einem Ich, das sein Dasein in der schonungslosen Spiegelung mit dem Du und der Welt zu erkennen sucht. Es ist der Versuch der Besinnung im besinnungslosen Vorwärtsstürzen einer Zeit, in der das Ich, überformuliert wie es ist, zu verschwinden droht. Es gibt zahllose Kontakte, aber kaum noch Begegnungen, die diesen Namen verdienen. Die moderne mediale Welt veröffentlicht alles und löscht es augenblicklich wieder. Die Erinnerungen des entseelten Ichs zerfallen. Nur die anonymen Gehirne der Datenspeicher wissen alles. – Suitbert Hoffmann sucht bei sich selbst nach, wo er einbezogen ist, und findet das Thema in sich abgebildet. Ein Entziehen ist unmöglich, die Konfrontation unausweichlich. Ein schmerzhafter, aber auch befreiender Prozess.

***
 


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !

Copyright © 1999 - 2014[kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.