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Online-Publikation: September 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Peripherie 126 - 127 : Umkämpfte Räume >>
Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der dritten Welt : 2012 - 252 Seiten; ISBN: 978-3-89691-831-4 - € 24
Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster; www.dampfboot-verlag.de;  

INHALT
Soziale Kämpfe in peripheren Weltregionen werden zunehmend mit raumtheoretischen Kategorien analysiert. Räume unterliegen gesellschaftlichen Konflikten um die Nutzung von Ressourcen, um kulturelle und diskursive Zuschreibungen (etwa „indigener“ Räume und „angestammter“ Territorien), um politische Aneignung und Kontrolle, eng verbunden mit der Ausübung von Herrschaft. PERIPHERIE 126/127 umfasst neben theoretischen Beiträgen empirische Studien zu Kämpfen um Territorien, um konkrete Orte und um die kulturelle Konstruktion von Raum und Identität in unterschiedlichen Weltregionen. Die Artikel spiegeln das breite Spektrum an Fach-disziplinen wider, die sich derzeit mit raumtheoretischen Zugängen zu gesellschaftlichen Konflikten befassen: Soziologie, Politische Geographie, Politische Philosophie, Anthropologie und Regionalwissenschaften.

INHALTSFOLGE
Umkämpfte Räume

Editorial ............................................................................. 143
Benedikt Korf & Räume des Ausnahmezustands
Conrad Schetter Carl Schmitts Raumphilosophie, Frontiers und Ungoverned Territories ................................ 147
Nikolai Roskamm Das Reden vom Raum. Zur Aktualität des Spatial Turn – Programmatik, Determinismus und „sozial konstruierter Raum“ ......................... 171
Bernd Belina & Raum, Recht und Indigenität – Judith Miggelbrink Zu den Kämpfen um Landrechte indigener Völker am Beispiel der Sámi in Finnland.. ......... 190
Ulrike Schultz „Juba ist unser Ort“ – Politics of Place im neuen Südsudan .................. 218
Alke Jenss Vertreibung als Strategie: Landkonflikte in Kolumbien ............................... 249
Stephanie Schütze „Demandando un trato digno, de iguales“ – Forderungen nach politischer Gleichheit im transnationalen Raum ..................................... 275
Miriam Bishokarma Die Bedeutung imaginativer Geographien im Kampf um „Gorkhaland“ ............................... 295
Wolfgang Hein PERIPHERIE-Stichwort: Raum ................................ 316
Markus V. Höhne Herrschaft und Ordnung jenseits des Staates in Somalia ............................ 321

Diskussion
Henrik Lebuhn Bürgerschaft und Grenzpolitik in den Städten Europas ........................................ 350

Rezensionen
Tobias ten Brink (Hg).: Globale Rivalitäten. Staat und Staatensystem im globalen Kapitalismus (Reinhart Kößler) ..................................................363
Kristina Dietz: Der Klimawandel als Demokratiefrage. Sozial-ökologische und politische Dimensionen von Vulnerabilität in Nicaragua und Tansania (Sybille Bauriedl) . 365
Sarah Albiez, Nelly Castro, Lara Jüssen & Eva Youkhana (Hg.): Etnicidad, ciudadanía y pertenencia: practices, teoria y dimensiones espaciales/Ethnicity, Citizenship and Belonging: Practices, Theory and Spatial Dimensions (Reinhart Kößler) 368
Martina Grimmig: Goldene Tropen. Die Koproduktion natürlicher Ressourcen und kultureller Differenz in Guayana (Kristina Dietz).................................371
Susan Arndt & Nadja Ofuatey-Alazard (Hg.): Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K) Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv der deutschen Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk (Lotte Arndt) .373
Andrea Cornwall, Jerker Edström & Alan Greig (Hg.): Men and Development. Politicizing Masculinities (Rita Schäfer) ..................376
Selek: Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt (Corinna Trogisch) .....378
Barbara Dröscher: Havanna Lektionen. Kuba zwischen Alltag, Kultur und Politik (Edgar Göll) ......................................................................382
Johanna Klatt & Franz Walter: Entbehrliche der Bürgergesellschaft? Sozial Benachteiligte und Engagement ( Peter Bescherer) ..............................384
Eingegangene Bücher ............................................................................ 386
Summaries ..............................................................................................388
Zu den Autorinnen und Autoren ............................................................ 392

Fazit
Die Ausgabe "Peripherie" 126 - 127 der Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der dritten Welt hat mit dem Thema "Umkämpfte Räume" eine umfassende und transdiszipinäre Studie
Krisenräume vorgelegt.

Dabei werden im Haupteil
"Räume des Ausnahmezustands (Schetter, Schmitts)" aufgezeigt; "Das Reden vom Raum als sozial konstruierter Bereich (Roskamm)" wird deterministisch befragt; (Miggelbrink) nimmt zu den existenziell-rechtlichen Kämpfen von Völkern in ihrem indigenen Lebensraum Position; Neugewinnung von Eigen-Raum (Schultz); Landraum-Konflikte durch Vertreibungsstrategie analysiert (Jenss); politische Gleichheit im transnationalen Raum untersucht (Schütze); Die kämpferische Bedeutung imaginativer Geographien schildert (Bishokarma); zum Stichwort Peripherie und Raum nimmt (Hein) Stellung; und (Höhne) beschäftigt sich mit Herrschaftsraum und Ordnung jenseits des Staatsraumes...

In den Rezensionen
werden in der Drittwelt : globale Staatsräume in Rivalität zu kapitalistischen Verursachern (Kößler) analysiert; die politischen wie sozial-ökologische Auswirkung des Klimawandels demokratisch befragt (Bauriedl); Ethnik und Zivilbürgerschaft in iher räumlichen Dimension untersucht (Kößler); ebenso die kulturellen Differenzen in Resourcenräumen aufgezeigt (Dietz; Und (Arndt) nimmt den Sprach-Raum ins Visier : Wie Rassismus aus Wörtern spricht; (Schäfer) befasst sich mit der politisierten Männlichkeit, (Trogisch) setzt noch einen drauf, in : Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt; (Göll) gibt Lektionen zum Alltag, Kultur und Politik zu einem geschlossenen Gesellschafts-Raum, schliesslich frägt (Bescherer)  nach entbehrlicher Bürgergesellschaft und meint sozial Benachteiligte ungewollt ohne und mit Engagement...

Quintessenz:
Das Ungeheuerliche des Menschen im Raum in "Peripherie 126 - 127" : <Umkämpfte Räume> ist immer ein Zu- und Angriff auf den Umraum, erst angesichts von Kooperation und geselligen bis gesellschaftlichem Vertrag kommt ein waghalsiges demokratisches Verständnis für die Würde der Natur und des Anderen (sei es ein/e Gegenstand, Wasser, die/unsere Erde, Pflanze, Tier oder Mensch ), das ungemein zerbrechlich bleibt, aufgrund der im Menschen tief innewohnenden Grausamkeit, wie wir schon bei Einzelnen - wie Amokläufern (Breivik...) - oder machtwütigen Herrscher-Cliquen (Syrien...) u.v.a. festhalten können. m+w.p12-9
Noch ein Nachwort
*Menschen im Raum* sind phylo- wie ontogenetisch in die Natur, aktuell viel mehr in den umbauten Raum "Ein-Geborene", entbunden, geworfen, entborgen, wie es Heidegger meinte und werden sowohl mit dem Recht des Stärkeren(I), Anderen, Andersseienden, als auch herausgefordert kooperativ (II) zu sein (Darwin I & II) um homöostatisch zu überleben. Dieser Teil des Diskurses sollte deutlicher weiter geführt werden. w.p12-9


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