Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

 

Online-Publikation: Februar 2009 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Altvater, Elmar; Mahnkopf, Birgit; Konkurrenz für das Empire - Die Zukunft der Europäischen Union in der globalisierten Welt >>
304 S. ISBN: 978-3-89691-652-5; € 24,90
Verlag Westfälisches Dampfboot, D-48155 Münster 2007; www.dampfboot-verlag.de

Inhalt
Der Spruch ist richtig: "Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten, Arme nicht". Die Europäischen Institutionen haben in den vergangenen Jahren die Politik der Privatisierung forciert. Und was steht uns noch bevor? Angela Merkel hatte angekündigt, dass während der deutschen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2007 die Fortführung der Lissabon-Strategie zentrales Anliegen sein solle: Die EU soll 2010 die "wettbewerbsstärkste" Region der Welt sein. Europa will dem Empire, dessen Zentrum die USA sind, Konkurrenz machen. In die Zeit der deutschen Ratspräsidentschaft fiel zudem der 50. Jahrestag des Abschlusses der Römischen Verträge am 25. März 1957, mit denen der Kern der heutigen EU zustande kam: die europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Anlass genug, um ein Zeichen zu setzen: den Prozess der Verabschiedung der europäischen Verfassung, die in den Referenden in Frankreich und in den Niederlanden 2005 abgelehnt wurde, voranzubringen.
Vor diesem Hintergrund sind überzeugende, einsichtige Analysen der Verhältnisse, unter denen wir in Europa leben und arbeiten, und die Erarbeitung von attraktiven Alternativen zur neoliberalen Ellbogengesellschaft unerlässlich. Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf loten hierfür aus, welche Handlungspotentiale die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Akteure haben, um formelle Arbeitsplätze zu schaffen, die Erhaltung der Umwelt zu gestalten, oder um öffentliche Räume und Dienstleistungen gegen die überhand nehmenden Privatisierungstendenzen zu verteidigen und zurückzuerobern. Abschließend diskutieren die Autoren zwei gegensätzliche Modelle Europas: ein neoliberales Modell Europa der imperialistischen Konkurrenz zu den USA und ein Modell Europa in einer sozialen und demokratischen Welt.


Fazit
Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf beschäftigen sich in ihrer Studie " Konkurrenz für das Empire" mit der Zukunft der Europäischen Union in der globalisierten Welt, gliedern diesen immensen Stoff in die Themen: Imperalismus (ein Amalgam von Geoökonomie und Geopolitik) , politische Ökonomie der Integration, Herausbildung eines europäischen Staats- und Gesellschaftsmodells, EU als globale Handelsmacht, Energie und Klima, Euro versus Dollar und schliesst mit unseren europäischen Zukünften. Diese Horizonte der Alternativen teilt Altvater mit Greffrath, wenn es da heisst: " .. radikaler Um(rück)bau der Städte, Aufbau regionaler Energieversorgung (Holzschnitzel..), neue Ausdifferenzierung der Landwirtschaft, Kultur(wechsel) unserer Ernährung (Tischkultur, Entschlackung..), Mobilitäts-, Wohn- und Arbeitsgewohnheiten ( Mix von nachbarlichen & globalvirtuellen Lebensraumgemeinschaften), .. eine faszinierende Aufgabe für die die Weltgesellschaft...".
Die Klammerausdrücke erweitern die Vision (sind Anregungen des Rezensenten) w.p.09-2.
Erweiternder Diskurshinweis: www.kultur-punkt.ch/akademie4/


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !

Copyright © 1999 - 2014[kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.