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 Online-Publikation: Oktober 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Otto König : Band der Solidarität . Widerstand, Alternative Konzepte, Perspektiven . Die IG Metall Verwaltungsstelle Gevelsberg-Hattingen 1945–2010 >>
550 Seiten | Hardcover | September 2012 | ISBN 978-3-89965-541-4 ; EUR 39.80
VSA - Verlag, D-20099 Hamburg : www.vsa-verlag.de

Überblick
Eine exemplarische Aufzeichnung aus der westdeutschen Industrie- und Gewerkschaftsgeschichte von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart.

Inhalt
Keine andere Region Deutschlands – mit Ausnahme der neuen Bundesländer – hat einen derart grundlegenden Strukturwandel erfahren wie das Ruhrgebiet. Und nirgendwo war der Abbau der großindustriellen Basis – Kohle, Stahl, Metallverarbeitung – von derart heftigen sozialen Kämpfen begleitet.
Mittendrin liegen die Städte Hattingen, Ennepetal, Gevelsberg, Sprockhövel und Schwelm. Die Kämpfe, die dort bis in die Gegenwart stattgefunden haben, hat der ehemalige Bevollmächtigte der IG Metall nachgezeichnet. Auf eine lebendige und eindringliche Art, wie es nur jemand kann, der mit an der Spitze der Bewegungen stand. Dabei geht es ihm nicht um Arbeiterromantik. Die Geschichte zeigt viele praktische Beispiele für ein aktives Engagement der Arbeitnehmer für »Gute Arbeit und ein besseres Leben«.

Autor
Otto König war bis 2010 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Gevelsberg-Hattingen und Mitglied im Vorstand der IG Metall.

Fazit
Endlich wird der Unterschied zwischen sozial und sozialistisch klargelegt, die Theorie als Kompass für die Praxis in der bereits über hundertfünfzig Jahre andauernde, beinharten Auseinandersetzung strukturiert. Das alles erfahren alle Gerechtigkeitsliebende von Otto König in seinem " Band der Solidarität " in dem er Widerstand, Alternative Konzepte, Perspektiven . öffentlich macht - am Beispiel der geschichtlich- wie zukunftsorientierten Entfaltung, am Beispiel der IG Metall Verwaltungsstelle Gevelsberg-Hattingen 1945–2010.
Darin werden in Krisenzeiten, Betriebsbesetzungen, der Kampf ums Arbeits-Überleben von Davids gegen Goliaths sichtbar gemacht und als "Dallas im Ruhrgebiet" charakterisiert.
Die Solidarität schält sich nach und nach sichtbar, als lebens- und arbeitsbegleitende Bildung zum Wachwerden und Durchschauen, dass Menschen wichtiger sind als Profite, man Krach machen muss für die Zukunft aller Beteiligten und der besonders Betroffenen bis Ausgegrenzten, schliesslich geht es um die transdisziplinäre Bündelung von Resourcen "aktiv-kompetent-durchsetzungsfähig" zu werden und auch mit denen zu kooperieren die ihren Arbeitsplatz verlieren (manchmal für lange Zeit oder für immer Modelle dagegen und miteinander zu schaffen). Richard Detje und Clarissa Bader sagen es in ihrem Vorwort richtig und wir stimmen zu: "Dieses Buch macht Mut" . m+w.p12-10

 


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