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Online-Publikation: August 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Christoph Butterwegge: Krise und Zukunft des Sozialstaates >>
3., erweiterte Aufl. , 354 S. Geb. ISBN: 978-3-531-44848-0; EUR 24,90
VS Verlag, Wiesbaden 2006; www.gwv-fachverlage.de

Inhalt
Grundlagen und Organisationsstrukturen des Sozialstaates - Das "goldene Zeitalter" des Wohlfahrtsstaates: Auf-, Ab- und Ausbau des Systems der sozialen Sicherung - Medienberichterstattung und Akzeptanzprobleme des Sozialstaates - Die rot-grüne Regierungspolitik: Auflösung des "Reformstaus" oder Verschärfung des Sozialabbaus? - Diskussionen über den Wohlfahrtsstaat der Zukunft - Alternativen zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Sozialstaates - Zwischenbilanz der Koalition von CDU, CSU und SPD: Sozialpolitik paradox - großzügig und kleinkariert

Inhaltsgliederung
Die Sozialstaatsdiskussion - Grundlagen und Lösungswege. Mit einer Bilanz zur Großen Koalition!
Kaum jemand leugnet, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet, aber ist es auch die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleidtragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Um welche Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, macht dieses Buch deutlich.

Autor
Prof. Dr. Christoph Butterwegge leitet die Abteilung für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln.

Fazit
Christoph Butterwegge zeigt mit seinem hervorragendem Buch "Krise und Zukunft des Sozialstaates" die sozialen und neoliberal-volkswirtschaftlichen Vorder- und Hintergründe auf, weist auf den Abbau der Sozialnetze hin und bietet mit einem bestfundiertem Material und Argumente zum einen dringend nötigen gesellschaftlich Diskurs zum Wandel an. Es ist neben seiner Qualitäten nicht nur ein Einführungs- und Lehrbuch für die politische Bildung sondern vor allem für die Gesprächskultur in einer sich zwiegespaltenden Gesellschaft, in der die neoliberale Herrschaftssprache und -gewalt bereits im National-Staat Einzug gehalten hat: " Wohlfahrt wird Wettbewerb, Sozialstaat wird Minimalstaat (Schlanke Braut, die an die Globalplayer reihum zur Ausbeutung freigelassen wird Anm.d. Rez.), Residales wird Kriminelles, aktiv Soziales verkommt zu fordernd-aktivierender Hilfsbedürftigkeit, Sozialverantwortung wird zur Eigenverantwortung/Privatinitiative, Gemeinwesen verkommt zur karikativen Tätigkeit, Sozialpolitisches verkommt zum Feudalismus/MA, bzw. der Staat rückverlagert Risiken an die Familie."
Dagegen hält Butterwege abschliessend und wir stimmen aktiv statt konjunktiv zu:" Nötig ist ein sozialer Umschwung... und eine gleichmässige Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums zum Ziel hat. Eine neue Kultur der Solidarität kann das Wettbewerbsdenken durch eine Wiederbelebung der Wohlfahrtsstaatlichkeit ersetzen".  w.p.
 


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