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Online-Publikation: Juni 2013 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< ZHAW School of Management and Law (Hrsg.) Elke Brucker-Kley, Thomas Keller, Lukas Kurtz, Kurt Pärli, Matthias Schweizer, Melanie Studer : Sterben und Erben in der digitalen Welt >>
Buch: 112 Seiten, Format 21 x 29.7 cm, broschiert; zahlreiche Grafiken, durchgehend farbig; ISBN 978-3-7281-3545-2;
CHF 38.00 / EUR 34.00 (D)
eBook: Ciando PDF; LIBRI PDF
Herausgeber: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften 8400 Winterthur
School of Management and Law;  www.zwi.zhawwww.zsr.zhaw.ch http://zwi@zhaw.ch/digitalessterben
vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich; verlag@vdf.ethz.ch; www.vdf.ethz.ch

Fazit, vorangestellt
Das HerausgeberInnen-Team der 'School of Management and Law' /ZHAW mit Sitz in Winterthur /CH hat mit seiner erst- und einmaligen Studie "Sterben und Erben in der digitalen Welt" einen praktikablen Vortrieb zur Klärung der Tabuisierung in Richtung Sensibilisierung 'Crossing Borders' geschaffen.
In der digitalen Welt nimmt die Zahl der Betroffenen, besonders der "un/sozialen Medien" zu (in CH starben 2012 bereits über 3000 Facebook-Mitglieder). So erhebt sich die Frage, was mit dem Datenspeicher oder Datenfriedhof und der Notwendigkeit eines digitalen Nachlasses geschieht.
Die Studie vermag es klipp und klar Szenarien für den digitalen Nachlass für eine Grundsatzentscheidung vorzustellen.
Dabei werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, Anknüpfungspunkte beim Verwaltungsvorgang im Todesfall bis zu Lösungsansätzen dargestellt. Bewahren und Löschen (Recht auf Vergessen) sind die Entscheidungsfelder, die durch Beratung bei der digitalen Nachlassplanung und Willensvollstreckung von wesentlicher Bedeutung sind.
Diese konsultative Leistung der beteiligten AutorInnen und ExpertInnen hat der Beratungsführer "Sterben und Erben in der digitalen Welt" im höchsten Mass vorzüglich transparent vorgeleistet.
m+w.p13-5

Inhalt
Immer mehr Menschen verfügen über Social-Media-Profile und hinterlassen immer mehr Daten und Spuren im Internet. Doch was passiert im Todesfall? Profile zu löschen oder Zugriff auf Daten zu erlangen, ist für Angehörige kompliziert oder unmöglich. Dieser Ergebnisbericht eines interdisziplinären Forschungsprojekts zeichnet ein differenzierteres Bild der grundlegenden Problematik, der unterschiedlichen Interessensgruppen und Spannungsfelder sowie der erb- und persönlichkeitsrechtlichen Fragestellungen im Umgang mit dem digitalen Nachlass. Auf dieser Grundlage wird ein erweiterter Lösungsraum für den digitalen Nachlass vorgeschlagen, der nicht nur das Pionierfeld digitale Nachlassplanung und Willensvollstreckung präzisiert, sondern auch die Sicherstellung der Datenherrschaft zu Lebzeiten, das "Recht auf Vergessen" sowie den Bedarf an Beratung und Sensibilisierung der Internetnutzerschaft und der Plattformbetreiber einbezieht.

Inhaltsverzeichnis
Sterben und Erben in der digitalen Welt
1. Hintergrund und Ziele des Forschungsprojekts
1.1 Ausgangssituation und Zielsetzung
1.2 Projektrahmen und Forschungsfragen
2. Der digitale Nachlass: Relevanz und Eigenschaften
2.1 Vom E-Mail-Konto zur digitalen Identität: Was wird zum digitalen Nachlass?
2.2 Der digitale Nachlass: Eigenschaften und Problematiken
3. Vom Datenspeicher zum Datenfriedhof: Wird der digitale Nachlass bedeutender?
3.1 Internet ist Teil des täglichen Lebens geworden
3.2 Durch die zunehmend aktive Internetnutzung hinterlassen wir immer mehr persönliche Daten
3.3 Die Onlinebevölkerung in der Schweiz altert
3.4 Mehr als 3 000 verstorbene Facebook-User jährlich in der Schweiz
4. Szenarien für den digitalen Nachlass
4.1 Die Grundsatzentscheidung: Digitale Nachlassplanung ja oder nein
4.2 Welche Szenarien gilt es durch die digitale Nachlassplanung zu vermeiden?
5. Praktiken der Plattformanbieter
6. Rechtliche Rahmenbedingungen
6.1 Die erbrechtliche Komponente des digitalen Todes
6.2 Die persönlichkeitsrechtliche Komponente des digitalen Todes
6.3 Datenschutz und digitales Sterben
6.4 Durchsetzung des digitalen letzten Willens
7. Anknüpfungspunkte bei der Administration von Todesfällen
8. Lösungsansätze für den digitalen Nachlass
8.1 Der erweiterte Lösungsraum
8.2 Digitale Vererbungsdienste
8.3 Bewahren – Digitale Andenkendienste
8.4 Löschen – Lösungsmöglichkeiten für ein Recht auf Vergessen
8.5 Entscheiden – Beratung bei der digitalen Nachlassplanung und Willensvollstreckung
9. Fazit
Literaturverzeichnis
Autoren der Studie
Beteiligte Experten
Anhang: Praktiken und Regelungen der Plattformanbieter

AutorInnenteam
Brucker-Kley, Elke
http://www.zhaw.ch/fileadmin/php_includes/popup/person-detail.php?kurzz=brck
Thomas Keller, Lukas Kurtz, Kurt Pärli, Matthias Schweizer, Melanie Studer

Leseprobe »
Digitaler Nachlass, Social Media, Facebook, Datensicherheit, Testament:
"Immer mehr Menschen verfügen über Social-Media-Profile und hinterlassen immer mehr Daten und Spuren im Internet. Doch was passiert im Todesfall? Profile zu löschen oder Zugriff auf Daten zu erlangen, ist für Angehörige kompliziert oder unmöglich.
Dieser Ergebnisbericht eines interdisziplinären Forschungsprojekts zeichnet ein differenzierteres Bild der grundlegenden Problematik, der unterschiedlichen Interessensgruppen und Spannungsfelder sowie der erb- und persönlichkeitsrechtlichen Fragestellungen im Umgang mit dem digitalen Nachlass.
Auf dieser Grundlage wird ein erweiterter Lösungsraum für den digitalen Nachlass vorgeschlagen, der nicht nur das Pionierfeld digitale Nachlassplanung und Willensvollstreckung präzisiert, sondern auch die Sicherstellung der Datenherrschaft zu Lebzeiten, das "Recht auf Vergessen" sowie den Bedarf an Beratung und Sensibilisierung der Internetnutzerschaft und der Plattformbetreiber einbezieht."

Zielpublikum:
Nutzerinnen und Nutzer von Social Media
Weiterer Hinweis:
Business Process Management 2011 – Status quo und Zukunft
IT-Sourcing-Management 2011 – Status quo und Zukunft ; Berufe der ICT

Stimme:
"Eine wichtige Pionierarbeit zu einem äusserst brisanten Thema!"
(Thomas Wardenbach, www.umweltjournal.de,  24.04.2013

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