Onlinejournal    Kultur . >        < Suchen  > > >   Finden  >

 

 

W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<<Götz W. Werner : Ein Grund für die Zukunft - Das Grundeinkommen - Interviews und Reaktionen>>
Mit einem Vorwort von Jean-Claude Lin
5.Auflage 2007, 128 Seiten, kartoniert; WG: 2973; EUR(D) 5,00/ EUR (A) 5,20 / CHF 9,30
ISBN-10: 3-7725-1789-7; ISBN-13: 978-3-7725-1789-1
Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart;
www.geistesleben.de;  http://www.unternimm-die-zukunft.de/;  http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/;

Inhalt
Ein Bürgergeld für alle Der Gründer der dm-drogerie märkte, Götz W. Werner, tritt in vielen Vorträgen und Interviews für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein, das alle Bürger erhalten sollen.
Die Einführung eines solchen Einkommens geht das Problem der Arbeitslosigkeit auf völlig neue Weise an und ermöglicht ein anderes Verhältnis zur Arbeit.
Wie lässt sich ein Bürgergeld finanzieren, welche Auswirkungen hätte es?
Auf diese und viele weitere Fragen gibt Götz Werner überraschende, aber einleuchtende Antworten. Die Idee des voraussetzungslosen Grundeinkommens ist ein elementar wichtiger Beitrag zur Gestaltung
unserer künftigen Wirtschaft und Gesellschaft.
Ein Bürgergeld für alle wird seit kurzem auch in der politischen Öffentlichkeit diskutiert, selbst Bundespräsident Horst Köhler regte an, über «eine Art Grundeinkommen» nachzudenken. Der weitest gehende Ansatz wird dabei von dem Unternehmer Prof. Götz Werner vertreten. In Interviews und Textbeiträgen
wird seine Idee des Grundeinkommens hier vorgestellt. Auch andere bekannte Persönlichkeiten aus Kultur und Wirtschaft, die für ein Bürgergeld werben, kommen im ergänzenden Teil des Buches zu Wort.

INHALT der Kapitelfolge
INTERVIEWS UND TEXTE VON UND MIT GÖTZ W.WERNER
- Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen
- Immer am Säen
- Radikalreform satt Banalreform
- »Wir leben in paradiesischen Zuständen«
- »Das manische Schauen auf Arbeit macht ns alle krank«
- »Man muss radikal denken und schrittweise handeln«
AUSWIRKUNGEN - WEITERE TEXTE UND INTERVIEWS
- Wolf Lotter: »der Lohn der Angst«
- Thomas Straubhaar: »Trennung von Arbeitsmarkt und Sozialmarkt«
- Wolfgang Eichhorn: »Arbeitslohn steuerfrei«
- Benediktus Hardorp: »Die Steuern reformieren heißt neu teilen lernen«
- Sascha Liebermann: »Freiheit ermöglichen, das Gemeinwesen stärken«
REAKTIONEN
- Antworten von Götz Werner und Benediktus Hardorp auf ihr Interview im Bankspiegel
- Leserbriefe aus der Stuttgarter Zeitung
- Weitere Zuschriften und Reaktionen

Über den Autor
Götz W. Werner, geb. 1944 in Heidelberg, machte nach der mittleren Reife in Konstanz eine Lehre zum Drogisten. 1973 gründete er seinen ersten Laden in Karlsruhe. Heute umfasst seine Drogeriemarktkette dm europaweit rund 1500 Filialen, in denen 21.000 Mitarbeiter 3,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.
Bei seiner Unternehmensführung stellt er den Menschen in den Mittelpunkt.
Er ist Vorsitzender der dm-Geschäftsführung und leitet zudem als Professor das Interfakultative Institut für Entrepreneurship der Universität Karlsruhe (TH). Werner ist in zweiter Ehe verheiratet und hat sieben Kinder.

Fazit
verschiedener Meinungen:
Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Betrag, der an jeden Bürger vom Staat ausbezahlt wird, ohne von ihm eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Das bedingungslose Grundeinkommen ist somit die Grundsicherung, die dem Menschen seine Würde lässt.
Warum brauchen wir das bedingungslose Grundeinkommen?
Die Produktivitätssteigerungen seit Beginn der industriellen Revolution haben sich im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch einmal wesentlich verstärkt, was zu leistungsfähigeren Volkswirtschaften und zu einem höheren Lebensstandard ihrer Bevölkerungen geführt hat. Die Produktivität, die in Gesellschaften materieller Unterversorgung den Effekt zunehmenden Wohlstands hat, führt in Volkswirtschaften mit gesättigten Märkten zu struktureller Arbeitslosigkeit und zu einer ‚Befreiung des Menschen von der Arbeit’. Zwar ist dies das Ergebnis derselben Optimierungen, die zu einer immer besseren Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen mit immer geringerem Arbeitsniveau geführt hat und führt, jedoch haben Gesellschaften mit gesättigten Volkswirtschaften noch nicht gelernt, damit umzugehen und beklagen deshalb die zunehmende Arbeitslosigkeit, ohne die darin liegenden Chancen zu erkennen.
Um eine Gefühl dafür zu bekommen, worum es bei dem "bedigungungslosen Grundeinkommen" geht und wie es wirkt, empfehlen wir Ihnen den Videoclip "Das bedingungslose Grundeinkommen" (16 MB).
Wie wirkt ein bedingungsloses Grundeinkommen auf unsere individuelle Lebensgestaltung?

Der Vorschlag, ein allgemeines Grundeinkommen in Verbindung mit einer Umstrukturierung des Steuerwesens - von der Ertrags- zur Konsumbesteuerung - einzuführen, hat in der breiten Öffentlichkeit sowohl Zustimmung als auch Ablehnung hervorgerufen. Was sind die Gründe für dieses geteilte Echo?
Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet: für jeden einzelnen gibt es Freiraum zur Selbstbestimmung. Eine solche Idee macht Mut: ist es an der Zeit, einen solchen Schritt zu wagen?
Die Ausgangslage
Mit dem auf innovativem Geist beruhenden technischen Fortschritt haben wir im wirtschaftlichen Leben einen enormen Zuwachs an Produktivität erzielt. Die Folgen des technischen Fortschritts scheinen jedoch paradox: trotz gestiegener Produktions- und Versorgungsfähigkeit nehmen Armut und soziale Ungleichheit zu. Erwerbsarbeit wird zunehmend einkommenslos - die ökonomische Entwertung der Arbeit -, gleichzeitig werden Einkommen in Form steigender Kapitalerträge zunehmend ohne Arbeit erzielt.

Grundeinkommen. Der neue Weg?
Die Politik reagiert auf diese paradoxe Faktenlage und Entwicklung, indem sie gebetsmühlenartig neue "Jobs" fordert. Die Lösung der Probleme wird jedoch immer teurer. Die Kosten der sozialen Ungleichheit wie ihrer Verwaltung und die Zerstörung von Leistungsbereitschaft nehmen weiter zu. Bekommen wir den Blick auf im Grunde nahe liegende Lösungen frei?

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens zeigt einen Weg, auf dem erste Schritte in die erforderliche Richtung möglich sind. Die bestehenden sozialen Transfersysteme gehören bereits heute zu diesen Grundeinkommenselementen. 720 Mrd. € werden bereits jährlich bewegt. Wäre mit dieser Finanzmasse der Einstieg in das Grundeinkommen finanzierbar?

Was folgt daraus?
Mit einem solchen Grundeinkommen würden die Bürger unseres Landes enorme Freiraumzuwächse für von ihnen selbst gewählte Tätigkeiten erhalten. Mit der ergänzenden Umstellung des Steuersystems - von der Einkommens- und Ertragsbesteuerung hin zur Konsumbesteuerung - würden Leistungsentfaltung und Arbeit nicht mehr belastet. Wären dann nicht gesellschaftliche Wohlfahrtsgewinne durch freigesetzte Initiative zu erwarten?


Um diesen Artikel zu drucken markieren Sie ihn bitte mit gedrückter Maustaste und kopieren ihn in Ihr
Textverarbeitungsprogramm z.B. Word. !

Copyright © 1999 - 2014[kultur-punkt.ch]. Alle Rechte vorbehalten.

.