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Online-Publikation: Februar 2013 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Dieter Bremer / Hellmut Flashar / Georg Rechenauer (Hrsg.): Die Philosophie der Antike 1/1-2 . Frühgriechische Philosophie >>
In 2 Halbbänden. 1499 Seiten, 8 Abbildungen, 7 Tabellen, 12 Grafiken. Leinen mit Schutzumschlag. ISBN 978-3-7965-2598-8; sFr. 360.- / € (D) 301.- / € (A) 309.50
Schwabe Verlag, Basel; www.schwabe.ch;  Buchhandlung «Das Narrenschiff» Steinentorstrasse 11, 4051 Basel;

Anfang der Philosophie
Mit den beiden Halbbänden zur frühgriechischen Philosophie ist der Grundriss der Geschichte der Philosophie für die vorchristliche Zeit abgeschlossen, so dass die Entwicklung des griechischen Denkens von den Anfängen bis zum Hellenismus jetzt lückenlos überblickt werden kann. Auch diese, den ‹vorsokratischen› Philosophen gewidmeten Bände zeichnet die einzigartige Synthese von akribischer philologischer Dokumentation, leicht überblickbarer Information und tiefgehender Interpretation aus, die angesichts der nur in wenigen Fragmenten erhaltenen Werke besondere Anforderungen stellt.
Nach einem vor längerer Zeit für diesen Band geschriebenen Vorwort von Hans-Georg Gadamer, einer grundlegenden, die Entstehung der Philosophie und die Forschungsgeschichte umfassenden Einleitung, einer Darstellung der Beziehungen der griechischen Philosophie zum Orient, der Biographie und Ikonographie der frühgriechischen Denker, der Ausdrucksformen (Buch, Vortrag, Publikum) der frühen Philosophen und der antiken doxographischen Tradition ist das Werk in vier große Themenkreise gegliedert:
1. Ursprungsdenken und Weltmodelle
(Thales, Anaximander, Anaximenes)
2. Seinsbestimmungen
(Parmenides, Zenon, Melissos)
3. Einheit der Gegensätze
(Heraklit, Kratylos, Herakliteer)
4. Einheit und Vielfalt
(Empedokles, Diogenes aus Apollonia, Atomisten).
In einem ‹Ausblick› wird der Weg verfolgt, der von der frühgriechischen Philosophie zur Sophistik führt.

Das Autorenteam
setzt sich aus ausgewiesenen Kennern zusammen: Dieter Bremer, Walter Burkert, Roman Dilcher, Niels Christian Dührsen, Nadia Koch, Manfred Kraus, Andreas Patzer, Oliver Primavesi, Christof Rapp, Georg Rechenauer, Thomas Schirren, Leonid Zhmud.

Die Herausgeber
Dieter Bremer,
geb. 1938, studierte Klassische Philologie, Philosophie und Germanistik in Kiel, Tübingen und Athen. Promotion (Tübingen) 1968. Habilitation (München) 1979. Universitätsprofessor (Griechische Philologie) München 1981. Seit 2003 im Ruhestand.
Hellmut Flashar,
geb. 1929, studierte Klassische Philologie und Philosophie in Berlin und Tübingen. Promotion (Tübingen) 1954. Habilitation (Tübingen) 1961. Ordentlicher Professor für Klassische Philologie (Gräzistik) Bochum 1965, München 1982. Seit 1997 emeritiert. Gastprofessuren 1990–1994 Leipzig, 2003 Wien (Theaterwissenschaft). 1970–1976 Präsident der Mommsen-Gesellschaft, Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten und Akademien, Ausonius-Preis der Universität Trier 1998.
Georg Rechenauer,
geb. 1956, studierte Klassische Philologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik in München. Promotion (München) 1985. Habilitation (München) 1995. Gastprofessuren Saarbrücken, Mainz und Regensburg 1995–1997. Ordentlicher Universitätsprofessor für Klassische Philologie (Gräzistik) Regensburg 1998.
Zu diesem Titel ist keine Pressestimme vorhanden.
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Fazit
In der Reihe "Grundriss der Geschichte der Philosophie" vom Verlag Schwabe erscheint aktuell dazu "Die Philosophie der Antike 1/1-2 . Frühgriechische Philosophie
In 2 Halbbänden" herausgegeben von Dieter Bremer, Hellmut Flashar und Georg Rechenauer, zusammen mit profunden Kennern dieser philosophischen Epoche.
Einführend begleiten vom alten zum neuen 'UEBERWEG' (ausgehend von 'Friedrich Ueberwegs Grundriss' von Wolfgang Rother und Hans-Georg Gadamer)" das Autorenteam.
Es geht um das Themenfeld: Ursprungsdenken und Weltmodelle, Theologie und 'Aufklärung' (Naturphilosophie, Thales, Anaximander, Anaximenes, Pythagoras und die Pythagoreer), Weisheit und Wissenschaft (Xenosphanes, Pythagoras und die Pythagoreer).
Erst bei näherer Betrachtung der Inhaltsfolgen der beiden Halbbände merken Interessierte , dass es sich um einen zweiten Halbband handelt, so gleichen sich beide Bände in ihrem 'Äusseren'.
Im 'Inneren' darin geht es um : Selbstbestimmungen (Parmenides, Zenon und Melissos), Einheit der Gegensätze (Heraklit, Kratylos und die Herakliteer), Einheit und Vielheit (Empedokles, Anaxagoras, Archelaos, Diogenes, Leukip und Demokrit), mit Ausblick zu den Sophisten.
Quintessenz
Den krönenden Abschluss dieser zuhöchst gelungenen Über- und Einsichtswerkes zur Erkenntnisgeschichte bildet.
Zitat : "Platons Modell* stellt durch die Offenheit des in ihm aufgehobenen sokratischen Fragens nicht nur im Bezug auf das anfängliche Denken einen Orientierungspunkt dar, der bis heute kaum eingeholt worden ist. Durch seine historische und systematische Ausgangsposition bleibt Platons hermeneutisches Diskursmodell einer Philosophiegeschichtsschreibung, insofern es nicht dem Verdikt der Metaphysikkritik unterliegt, offen auch für künftige Applikationen über den Bereich des frühgriechischen Denken". Diesen Schlussgedanken von Dieter Bremer kann im sokratisch-platonischem Sinn offen und ganz zugestimmt werden. m+w.13-3
*) Platons Modell
http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/
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