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 W+B Agentur-Presseaussendung Dezember 2008 sowie im Internet-Journal www.kultur-punkt.ch
Buchbesprechung
<< Platon . Die Philosophie der Antike, Band 2/2 von Michael Erler . Herausgegeben von Hellmut Flaschar / Helmut Holzhey - Grundriss der Geschichte der Philosophie >>
Reihe: Die Philosophie der Antike - Band 2/2 Begründet von Friedrich Ueberweg. Völlig neu bearbeitete Ausgabe
792 Seiten. Leinen. ISBN 978-3-7965-2237-6; Fr. 160.- / EUR 112.-
Überblick in deutsch englisch, französisch:
www.schwabe.ch/navigation/frameset.asp?p1=buttons.html&p2=../k2/pages/search/basic.asp
Schwabe Verlag, 2007, CH-4010 Basel, www.schwabe.ch

ÜBERBLICK
Grundriss der Geschichte der Philosophie
Mit dem Namen Ueberweg ist die wohl traditionsreichste und umfassendste Darstellung der Geschichte der Philosophie von der
Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts verbunden. Das zwischen 1863 und 1928 in insgesamt zwölf Auflagen erschienene
Werk zeichnete sich durch das Bestreben aus, philosophische Systeme, Schulen und Richtungen dem Leser möglichst objektiv und gründlich dokumentiert zu präsentieren. Diese Qualitäten liessen den Ueberweg für Generationen von Forschern, Lehrern und
Studenten aller Fachrichtungen zum eigentlichen philosophiehistorischen Nachschlagewerk werden.
Der neue Grundriss knüpft an die Tradition des von Friedrich Ueberweg (1826-1871) durchgeführten Projektes einer breit
angelegten und unparteiischen Darstellung der Geschichte der Philosophie an. Die Zielsetzungen der Neubearbeitung sind
Ausgewogenheit in der Präsentation, hohes wissenschaftliches Niveau und gründliche, den neuesten Forschungsstand
berücksichtigende Information über die behandelten Philosophen, Schulen, Richtungen und Kontroversen. Als bibiographisches
Referenzwerk mit seinen Beiträgen zur Gelehrtenbiographie, mit seinen Inhaltsangaben auch entlegener Schriften und seinen
historisch-systematischen Darstellungen philosophischer Lehren und deren Rezeption ist der neue Grundriss das
philosophiehistorische Standardwerk in deutscher Sprache.
Um das Handbuch übersichtlich zu gestalten, wurde für die Darstellung folgendes Grundkonzept entwickelt: Die Bibliographie der
Primärliteratur verzeichnet möglichst vollständig die Erstausgaben, wichtige Neuauflagen, kritische Editionen und kommentierte
Ausgaben, Gesamtausgaben, wichtige Sammlungen, wirkungsgeschichtlich bedeutsame und moderne Übersetzungen sowie
Inedita. Die Biographie berücksichtigt neben den üblichen personengeschichtlichen Angaben vor allem Begebenheiten, die in einem Zusammenhang mit dem philosophischen Werk des betreffenden Autors stehen. Ein weiteres Element der Darstellung sind die Werkbeschreibungen, in denen Aufbau und Inhalt auch entlegener und schwer zugänglicher philosophischer Schriften
zusammengefasst werden. Das Kernstück bilden die historisch-systematischen Untersuchungen der philosophischen Lehren und
ihrer Entwicklung. Gemäss dem Grundsatz einer möglichst objektiven Orientierung kommen dabei unterschiedliche
Forschungsansätze und kontroverse philosophiehistorische Auslegungen zur Sprache. Schliesslich werden in einem
wirkungsgeschichtlichen Abriss Rezeption von Werk und Lehre, Einflüsse auf spätere Denker und Richtungen, Wandlungen in der
Interpretation der Werke dargestellt. Die Bibliographie der Sekundärliteratur bietet eine Auswahl der relevanten
Forschungsliteratur: Bibliographien, Untersuchungen zur Textüberlieferung, Schriften zur Biographie, Gesamtdarstellungen,
Monographien und Aufsätze zu einzelnen Werken, Problemen, Begriffen und terminologischen Fragen sowie Quellen und Studien
zur Wirkungsgeschichte.
Obwohl das Unternehmen in der Tradition der deutschsprachigen Philosophiegeschichtsschreibung steht, wird es von einer Gruppe international renommierter Fachgelehrter getragen. Dem Gesamtherausgeber, Helmut Holzhey (Zürich), und dem Verlag steht ein Kuratorium der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften zur Seite.

INHALT
Die Philosophie der Antike. Band 2/2: Platon
Der Band steht in der von Friedrich Ueberweg und Karl Praechter vertretenen Tradition philosophiehistorischer Darstellung, die
sich durch eine enge Verbindung von Philosophie und Philologie auszeichnet. Denn zur Philosophiegeschichte gehört die Erklärung der philosophischen Dogmatik, die in der Antike aber oft durch fragmentarischen und literarischen Charakter der Quellen erschwert ist und deshalb philologischer Kompetenz bedarf. Dies ist auch und gerade bei Platon und seinem dialogischen Werk der Fall.
Deshalb wird eine systematische Darstellung platonischer Lehre durch eine ausführliche Werkbeschreibung ergänzt, welche auch
die literarischen Besonderheiten platonischer Dialogkunst berücksichtigt und dabei für die systematischen Teile, aber auch die
einzelnen Schriften den Stand der wissenschaftlichen Diskussion dokumentiert. Die Werkbeschreibung geben dem Leser die
Möglichkeit einer ersten Orientierung über den Inhalt von Platons umfangreichem Werk. Die systematischen Teile informieren über wesentliche Aspekte der Philosophie Platons wie seine besonderen Philosophiebegriffe, seine Epistemologie, Ontologie,
Psychologie, Kosmologie und politische Philosophie ebenso wie über Einzelaspekte wie Platons Haltung zur Bildung, zur Musik oder Mathematik. Auch hier wird der jeweilige Stand der Diskussion in die Darstellung einbezogen.
Der philologische Aspekt der Darstellung kommt darüber hinaus in einem ausführlichen Kapitel «Platon als Autor» zur Geltung. Hier werden die Besonderheiten platonischer Dialogkunst und ihrer Beziehung zur philosophischen Aussage des Werkes untersucht, in der Erkenntnis, dass literarische Ausdrucksform und philosophische Botschaft gerade bei Platon nicht zu trennen sind. Durch die Verbindung von Werkbeschreibung und Doxographie soll Platon in seiner ganzen philosophischen und literarischen Bedeutung gewürdigt werden, im Bewusstsein, dass seine Philosophie sich kaum systematisieren und in jene philosophischen Teilbereiche aufteilen lässt, die sich bei Platons Nachfolgern dann herausgebildet haben.
Die Darstellung zeichnet ein Gesamtbild Platons und vermittelt einen Eindruck davon, dass und warum wir es bei Platon nicht nur
mit dem bedeutendsten Philosophen, sondern auch wichtigsten Prosakünstler der Antike zu tun haben, bei dem sich nur zum
Nachteil für ein angemessenes Verständnis philosophische und literarische Aspekte trennen lassen. In den letzten Dezennien
erfreut er sich grössten Interesses und gehört zu den am meisten übersetzten Autoren, nicht nur der Antike, in fast alle
Weltsprachen.

Der Autor
Michael Erler, geboren 1953, studierte Mathematik, Physik, Philosophie, Griechisch und Latein in Köln und London. Er ist seit 1991 Ordinarius für Klassische Philologie an der Universität Würzburg.

Geschrieben für:
An Philosophie, Kulturtheorie, -philosophie, -wissenschaft, Literaturwissenschaft, Ethnologie, Film- und Medienwissenschaften
interessierte Studenten und wissenschaftliche Arbeitende sowie Neurowissenschaftler, Evolutionspsychologen, Philosophen,
Kulturanthropologen, Theologen, wissenschaftlich Arbeitende, Studierende, interessierte Laien und die Themenbereiche:
Kulturwissenschaft, Neurowissenschaft, Kulturtheorie und Literaturwissenschaft...

Fazit
Im Rahmen der Reihe im Schwabe Verlag Basel, der 2008 sein 500-jähriges Jubiläum feiert, ist der Grundriss der Geschichte der Philosophie erschienen. Dabei widmet sich der Band 2 " Platon" in einmalig wissenschaftlich tiefschürfender Weise der Philosophie der Antike, bewundernswert bearbeitet von Michael Erler und seinem Team . Herausgegeben von Hellmut Flaschar und Helmut Holzhey.
In umfassender Weise kann in diesem Band die Platonforschung das Leben, der Autor Platon seine Werke (Schriften, Chronologie, Sprache und Stil , seine Lehre: Umfeld, Begrifflichkeit, Erkenntniswege, Ontologie; Seelen-, Ideen-, Prinzipien- , Ungeschriebene -Lehre; Ethik, Kosmologie, Theologie, Sprach- und Geschichtsphilosophie, Poetik, Rhetorik, Paideia (Bildungsgedanken), Musik, Mathematik, Medizin seine Nachwirkung bis heute nachvollzogen werden.
Anschliessend führt, besser verführt die Bibliographie, das griechische Glossar, Sachregister, Personenregister und Autorenregister zu weiterem Gedankenaustausch. Es handelt sich bei diesem Forschungs- und Diskursbuch um ein hochrangiges Begleit- und Nachschlagewerk zu weiterführender Erkentnisklärung zum Sokratiker Platon. Wir freuen uns über die Massen, es in unserer vor einem Dezennium gegründeten vorwiegend virtuell geführten Platon Akademie 4
als Präzisionswerkzeug zur Rezeption und Erkenntnisförderung einsetzen zu können. http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/;
08-12 w.p.


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