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Online-Publikation: Februar 2009 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Klaus Woltron: Die Perestroika des Kapitalismus. Ein Aufruf zum Systemwechsel >>
208 Seiten, 140x220 Klappenbroschur, ISBN: 9783701731312; EUR 17,90 / sFr 32,00
Residenz Verlag, A-3100 St. Pölten 2008, www.residenzverlag.at;  

Inhalt
Frisst das Kapital seine Kinder? Wohin steuert die Wirtschaft und wie können wir ihren Kurs ändern?
Die jüngste Finanzkrise zeigt es überdeutlich: Der Kapitalismus ist an seine Grenzen gestoßen, das neoliberale System befindet sich im Wandel. Selbst die überzeugtesten Anhänger der freien Wirtschaft erkennen, dass sie ihre Strategien überdenken müssen, und rufen den Staat zu Hilfe.
Aber nicht nur Spekulation und Betrug haben den Neoliberalismus unterminiert. Die Wurzeln der Krise liegen viel tiefer: in der Natur des Menschen, alle Grenzen überschreiten zu wollen; dem ungeregelten globalen Wettbewerb; in der rastlosen Ausbeutung der Ressourcen. Das Problem ist erkannt, doch die weltweite Diskussion über Lösungsmöglichkeiten hat den Charakter eines Glaubenskrieges angenommen, ohne bislang überzeugende Lösungsangebote bieten zu können.
Statt Untergangsszenarien zu beschwören, bringt Klaus Woltron Licht in das Dickicht der Wechselwirkungen, zeigt wirksame Gegenstrategien auf und prüft sie auf ihre praktische Umsetzbarkeit: Wie lässt sich ein neues Gleichgewicht herstellen? Wie können die Fehlentwicklungen des Kapitalismus und der Globalisierung ausgeglichen werden, ohne zum totalen Zusammenbruch des Systems zu führen? Auch ein freies Spiel der Kräfte braucht weltweit gültige, klare Regeln. Die Systemkrise muss die Chance sein, um einen Systemwechsel herbeizuführen.
Aus seiner klugen Analyse der Mechanismen des Marktes und der wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen Zusammenhänge entwickelt der Autor sinnvolle Maßnahmen für einen umwälzenden und gleichzeitig friedlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Seine „Empfehlungen für Verantwortungsträger

Autor
Klaus Woltron
geboren 1945 in Wels (OÖ), studierte Metallurgie und absolvierte eine Karriere als Techniker und Manager, die ihn an die Spitze international tätiger Konzerne führte. Heute ist er Besitzer einer Beteiligungsholding, Mitglied in Aufsichtsräten im In- und Ausland und Autor zahlreicher Beiträge in Presse, Funk und Fernsehen, in denen er für mehr Ethik in der Wirtschaft und langfristiges Denken plädiert. Lebt in Ternitz (NÖ).

Fazit
Klaus Woltron ist mit seinem Diskursbuch " Die Perestroika des Kapitalismus" ein Aufruf zum Systemwechsel gelungen, im Minimum in seiner Streitschrift. Sie beinhaltet: "das liebe Geld, die Zwiespältigkeit des Kapitalismus, die Tektonik der Macht, ... Spekulation und Finanzkrisen, ... die Tragik der Demokratie, den Neoliberalismus als Wurzel alles Übels, Peristroika als Zähmung", fordert die Verantwortungsträger auf den Paradigmawechsel voranzutreiben, plädiert hoffnungsfroh für ein neues Miteinander in Solidarität und ökologischer Vernunft mit Altruistik und persönlicher Verantwortung. Wünschen wir uns mit Woltron, es werde sich so entfalten. w.p.09-2


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