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Online-Publikation: November 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Barbara Tóth & Karl Fürst zu Schwarzenberg : Unterschätzen Sie nicht meine Boshaftigkeit . Ein Gespräch >>
222 Seiten, 140x220 mm, Hardcover; ISBN: 9783701732494; EUR 21,90 / sFr 31,90
Residenz Verlag, A-3100 St. Pölten, www.residenzverlag.at;
 
Inhalt
Der große Europäer spricht über Politik, Moral und Zukunft unserer Gesellschaft
Er ist einer der schillerndsten und beliebtesten Politiker Europas: Karl Schwarzenberg, Fürst, Exilant, nach der samtenen Revolution Kabinettchef von Václav Havel, heute Außenminister Tschechiens. Er war nie Mitglied in einer Partei, weshalb er sich selbst eine gründen musste – mit der er aus dem Stand einen sensationellen Wahlerfolg einfuhr. Worauf begründet sich seine Beliebtheit gerade unter jungen Wählern?
Im Gespräch mit Barbara Tóth steht er Rede und Antwort: Was ihn an der Politik reizt („Wie viele Leute ich damit ärgern kann“), was er den Leuten angeboten hat („die harten Tatsachen“), warum Konservativismus wieder schick ist („weil es eine skeptische Haltung ist“), warum Traditionen und Werte hilfreich und wie alte Vorurteile zu überwinden sind.
Scharf und weitsichtige Analysen der Vergangenheit und der Gegenwart, ein Buch gegen Politikverdrossenheit und Beliebigkeit, voller Lebensphilosophie.

Diskurs-Team
Barbara Tóth
geboren 1974, ist promovierte Historikerin und arbeitet als Redakteurin für die Wiener Wochenzeitung „Falter“. Die Milena-Jesenská-Preisträgerin beschäftigt sich u. a. mit den Themen Mitteleuropa, Gesellschaftspolitik und österreichische Zeitgeschichte. 2004 veröffentlichte sie eine Biografie Karl Schwarzenbergs. Zuletzt erschienen: „Franz Küberl. Mein armes Österreich“ (2010)
Karl Fürst zu Schwarzenberg
geboren 1937 in Prag, übersiedelte 1948 aus der kommunistischen Tschechoslowakei. Er studierte Forstwirtschaft in Wien, seit 1979 ist er das Oberhaupt der Familie Schwarzenberg.
Tschechischer und Schweizer Staatsbürger, engagierte sich Schwarzenberg für die Menschenrechte, nach 1989 wurde er aktiv in der tschechischen Politik tätig, u. a. 2007–2009 und seit 2010 als Außenminister.

Fazit
Nicht nur weitsichtig und altersweise, dennoch scharfzüngig leuchtet da ein zeitkritisch-europäisch entflammter Geist auf im Gespräch von Barbara Toth mit dem Protagonisten Karl Fürst zu Schwarzenberg, so entfaltet sich da ein grosser Visionär, wie es im Buchtitel heisst "Unterschätzen Sie nicht meine Boshaftigkeit".
Ein Paradebeispiel dazu. T: Ich möchte mit Ihnen über die Zukunft Europas sprechen. S: Um Gottes willen. T: Warum? S: Wir haben in Europa jegliche Vision, jegliche Vorstellung davon verloren, was wir wollen und wozu wir da sind.
Es ist eine Lust einem solchen Zeitgefährten im Text zu begegnen, um bereichert zu werden, während man parallel dazu das eigene Mitspielen in den unteren Rängen des Zeitenlaufs, dessen Auf und Ab repetieren und so geniessen kann. m+w.p11-10


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