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http://de.wikipedia.org/wiki/Verwirrung
Wikiquote: Verwirrung – Zitate

Verwirrung
Unter Verwirrung kann verstanden werden:
-ein kurzfristiges Chaos - siehe auch Konfusion
-ein Durcheinander etwa von Fäden (Schnüren) oder Spaghetti
-ein starkes Gefühl, bei der es dem Betroffenen an Sicherheit mangelt - siehe auch Angst oder Orientierungslosigkeit
-eine psychische Störung - siehe auch Verworrenheit.
Siehe auch:
-Irreführung, Unsicherheit, Verwirrungsgebiet, Störung, Verschlingung
Wikiquote: Verwirrung – Zitate
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Platons Dialog Menon (~390 v.Chr.)
griechisch / deutsch
http://12koerbe.de/pan/menon3.htm

A
Zentrum des Dialogs, 79e-86c:
Kann man suchen, was man nicht kennt?
Reinkarnation * Anamnesis * Maieutik * Aporie * Urteile a priori
Abschnitte dieses zentralen Teils des Menon-Dialogs (nach Schleiermacher):
....13. Menon über Sokrates als verwirrenden Zitterrochen 14. Einwand des Menon: Kann man suchen, was man nicht kennt? 15. Überwindung des Einwands durch die Lehre der Wiedererinnerung 16. Beweis dieser Lehre durch Befragung eines Sklaven 17. Dessen unvollkommene Lösungsversuche des geometrischen Problems 18. Nutzen der im Sklaven erzeugten Verwirrung 19. Sein Finden der Lösung 20. Folgerung: Der Ursprung der Erkenntnis liegt im Lernenden selbst 21. Rückschluß daraus auf die Unsterblichkeit....

B
[13. Menon über Sokrates als verwirrenden Zitterrochen]
Sokrates:
Antworte also nochmals von vorne,
was du sagst, daß die Tugend sei, du und dein Freund!
Menon:
o Sokrates, ich habe schon gehört, ehe ich noch mit dir (80 a) zusammengekommen bin,
daß du allemal nichts als selbst in Verwirrung bist und auch andere in Verwirrung bringst.
Auch jetzt kommt mir vor, daß du mich bezauberst und mir etwas antust und mich offenbar besprichst,
und du dünkst mich vollkommen, wenn ich auch etwas scherzen darf, in der Gestalt und auch sonst,
jenem breiten Seefisch, dem Zitterrochen, zu gleichen.
Denn auch dieser macht jeden, der ihm nahekommt und ihn berührt, erstarren.
Und so, dünkt mich, hast auch du mir jetzt etwas Ähnliches angetan, daß ich erstarre.
Denn in der Tat, an Seele (b) und Leib bin ich erstarrt und weiß dir nichts zu antworten; ....
Sokrates:
Schlau bist du, Menon, und hättest mich beinahe überlistet.
Ich weiß wohl, weshalb du mich so abgebildet hast.
Damit ich dich wieder abbilden möchte. ...
Ich weiß das von allen Schönen, daß sie gern mögen abgebildet werden.
Denn es gereicht ihnen zum Ruhme, weil auch die Bilder der Schönen, meine ich, schön sind.
Aber ich werde dich nicht wieder abbilden.....
Denn keineswegs bin ich etwa selbst in Ordnung, wenn ich die andern in Verwirrung bringe;
sondern auf alle Weise bin ich selbst auch in Verwirrung und ziehe nur sodie andern (d) mit hinein...
Menon:
Und auf welche Weise willst du denn dasjenige suchen, Sokrates,
wovon du überhaupt gar nicht weißt, was es ist?
Sokrates:
Ich verstehe, was du sagen willst, Menon! ....
Nämlich weder was er weiß, kann er suchen, denn er weiß es ja, und es bedarf dafür keines Suchens weiter; noch was er nicht weiß, denn er weiß ja dann auch nicht, was er suchen soll....
Sie (Männer und Frauen, die in göttlichen Dingen weise waren) sagen nämlich, die Seele des Menschen sei unsterblich, so daß sie zu einer Zeit zwar ende, was man Sterben nennt,
zu anderer Zeit jedoch wieder werde, untergehe aber niemals.
Und deshalb müsse man aufs heiligste sein Leben verbringen. ....
***


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