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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<< Castells, Manuel : Das Informationszeitalter. Teil III: Jahrtausendwende >>
Übersetzt von Reinhart Kössler.
Verlag Leske + Budrich, D-51379 Leverkusen; http://www.leske-budrich.de

Fazit
auf der Basis der Themenfolgen:
Der Autor Manuel Castells zeigt im Teil III: "Jahrtausendwende" der Reihe "Das Informationszeitalter" eine Zeit der Veränderung auf und eine Vision zum Kommenden.
1. Er beschäftigt sich mit der Krise des industriellen Etatismus und dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Dabei fällt ihm die Umkehr der Identität und die Krise des sowjetischen Förderalismus a.B. "perestrojka" ins Auge...Nationalismus kontra Demokratie...
Im 2. Teil schildert Castells die Enstehung der Vierten Welt: Informationeller Kapitalismus, die mit einherschreitende Armut und soziale Exklusion...Apartheit, Räuberstaat, Ökonomie der self-reliance/Selbst-Abhängigkeit...duales Amerika, sexuelle Ausbeutung, Zugrunderichten und Töten von und durch Kinder/n.. schliesslich die schwarzen Löcher des informationellen Kapitalismus...
Im 3. Kapitel kommt er auf die perverse Kopplung der globalen kriminellen Ökonomie zu sprechen. Dazu zählen die durch Globalisierung entstandenen weltweit verknüpften Verbrecherorganisationen und ihre Akteure in Russland, Lateinamerika (Drogenbranche), speziell in Kolumbien.
Im 4. Abschnitt beschäftigt Castells sich mit der Entwicklung und Krise in der asiatischen Pazifikregion ihrer Globalisierung und Staatsstrukur: Es wird die widersprüchliche Beziehung des japanischen Ent-, besser Verwicklungsmodell gezeigt, und die Vier asiatischen Tiger mit Drachenkopf analysiert: Singapur, Südkorea, Taiwan und Hongkong (Modell und Wirklichkeit )..und deren Demokratieverständnis, Identität und Entwicklung.. Darüber hinaus wird der Chinesische Entwicklungs-Nationalismus mit seinen sozialistischen Charakterzügen subtil dargestellt ( Revolutionsphasen, Guanxi-Kapitalismus, bürokratisch-kapitalistische Unternehmertum und deren Globalisierungstendenzen..
Im Schlussteil stellt Castells die Vereinigung Europas, seine Globalisierung, Identität und Netzwerkstruktur zur Debatte:
Es werden die Abfolgen defensiver Reaktionen zur beginnenden kulturellen Integration aufgezeigt, Netzwerkstatt als Europäisches Projekt gesichtet. Was tun - heisst seine Schlussfrage? Seine Antwort : Jedesmal wenn darauf ernsthaft Intellektuelle antworten, kommt es zur Katastrophe....final gesehen: besteht das Versprechen des Informationszeitalters in der Entfesselung einer nie da gewesenen produktiven Fähigkeit durch Macht des Geistes und Castells Vision:
"Ich denke, also produziere ich", dabei wir werden wir Musse haben, mit Spiritualität zu experimentieren und die Gelegenheit , uns mit der Natur zu versöhnen ? An dieser Stelle positionieren wir schlussfolgernd aus Castells Prämissen unser Fragezeichen.


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