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 Online-Publikation: Januar 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Hagen, Wolfgang (Hg.) : Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann? Letzte Gespräche mit Niklas Luhmann >>
144 Seiten, 12 x 19 cm, gebunden, ISBN: 978-3-931659-59-2; 16.90 €
Kulturverlag Kadmos, Berlin; www.kv-kadmos.com;

Inhalt
Niklas Luhmann ist eine feste Größe in der geistigen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland und mit seinen Werken weit über deren Grenzen hinaus bekannt. Als erster Professor wurde der Soziologe und Systemtheoretiker 1969 an die neugegründete Universität Bielefeld berufen, wo er bis 1992 tätig war. Drei der letzten Interviews mit dem 1998 verstorbenen Wissenschaftler gewähren den Lesern ungewöhnliche Einblicke in seine Biographie und sein Wirken. So lesen sich etwa die kritische Haltung zu den ersten Studentenprotesten oder die Äußerungen zu seinen verschrobenen Arbeitstechniken wie persönliche Offenbarungen. In dem vorangestellten Gespräch zwischen Dirk Baecker, Norbert Bolz und Wolfgang Hagen steht neben dem Spannungsverhältnis zwischen Soziologie und Massenmedien die Persönlichkeit Luhmanns im Vordergrund. Ein Buch, das mit Schlagfertigkeit und Präzision an einen großen Denker des 20. Jahrhunderts heranführt.

Herausgeber
Wolfgang Hagen, Jahrgang 1950, stammt aus Kleve am Niederrhein. Nach dem Abitur studierte er Germanistik und Philosophie in Wien und Berlin. Promotion 1977. Von 1970 bis 1972 arbeitete er im Merve-Verlag Berlin und danach bis 1975 als Geschäftsführer einer Buchhandlung in Berlin. 1978 war er Kulturredakteur bei Radio Bremen, ab 1979 bis 1984 Redakteur und Moderator der Sendung "SFBeat" des SFB. Von 1985 bis 2002 arbeitete er zunächst als Abt.-Leiter "Kultur Aktuell", als Moderator von "Drei nach Neun", dann als Gründungs- und Programmchef von "Radio Bremen Vier", dem ersten "Jugendprogramm" der ARD. Seit 2002 ist er Leiter der Kultur- und Musikabteilungen im Deutschlandradio Kultur sowie Leiter der Medienforschung. 2001 Habilitation an der Uni Basel, seit 2003 Privatdozent für Medienwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin.

Autoren
Dirk Baecker
Geboren 1955, Studium der Soziologie und Nationalökonomie in Köln und Paris, Promotion und Habilitation im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld, Studienaufenthalte an der Stanford University, Johns Hopkins University, London School of Economics and Political Sciences, Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, seit 1996 zunächst Reinhard-Mohn-Professor für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und sozialen Wandel, dann Professor für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke
Alexander Kluge,
geboren am 14. Febr. 1932 in Halberstadt , ist literarischer Autor und Filmemacher. 1962 las er erstmals in der Gruppe 47 aus seinem Buch LEBENSLÄUFE. 2003 veröffentlichte er im Suhrkamp-Verlag die DIE KUNST, UNTERSCHIEDE ZUM MACHEN und im Merve Verlag zusammen mit Dirk Baecker VOM NUTZEN UNGELÖSTER PROBLEME. 2000 kam im Suhrkamp-Verlag die CHRONIK DER GEFÜHLE, 2 Bände und 2001 die VERDECKTE ERMITTLUNG, ein Gespräch mit Christian Schulte und Rainer Stollmann heraus.
Norbert Bolz
(* 1953 in Ludwigshafen) ist ein deutscher Medientheoretiker, Kommunikationstheoretiker und Designwissenschaftler.


Fazit mit Inhaltsfolge
In den Gesprächen und Themen von Hagen, Wolfgang (Hg.) " Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann?" ,
wird über der Systemkuppel des Electronic Circuit folgendes sichtbar:
"Es gibt keine Biografie (Luhmann mit Hagen)", aber sie äussert sich gesellschaftlich und operativ zulässig in Kommunikation mit der Veränderung von Aufmerksamkeitsschwerpunkten.. und ...
"Vorsicht vor zu raschen Verstehen (Luhmann mit Alexander Kluge)" , Kommunikation kann nur laufen, wenn man nicht einfach das Verhalten sieht, wie es ist, sondern eine Unterscheidung einbauen kann ( , aktiv einbaut, w.p.)
"Die Realität der Massenmedien (Luhmann mit Hagen)" nicht abbilden (Hagen) sondern konstruieren (Luhmann): "Mit meiner Zettelarchitektur oder Kastendimension, schreibe ich mit der Schreibmaschine und die Zettel mache ich mit der Hand..."
"Über das Tempo der Massenmedien und die Langsamkeit ihrer Beobachter ( Baecker, Bolz und Hagen)" ist zu sagen, darin sind wir vielleicht als Wissenschaftler den Massenmedien ein bisschen überlegen, dass wir wohl begreifen, wie die Massenmedien funktionieren, aber die Massenmedien nicht unbedingt begreifen, wie die Wissenschaftler (und Künstler, w.p.) Gesellschaft präsentieren. " Also, wir haben doch eine gewisse Metaebene erreicht, aber dafür zahlen wir den Preis der Unverständlichkeit." Stimmen zu. m+w.p11-1
 


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