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Online-Publikation: September 2012 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Alexander Unzicker: Auf dem Holzweg durchs Universum . Warum sich die Physik verlaufen hat >>
Fester Einband, 304 Seiten; ISBN 978-3-446-43214-7; 19.90 € (D) / 27.90 sFR (CH) / 20.50 € (A)
Hanser Verlag, München; www.hanser-literaturverlage.de;  www.hanser.de;  

Inhalt
In der Physik herrschen scheinbar goldene Zeiten. Raumsonden erforschen den Kosmos, Teilchenbeschleuniger den Urknall. Doch keine Disziplin treibt so seltsame Blüten: Spekulationen über Paralleluniversen etwa oder die String-Theorie, die mit Wissenschaft nicht mehr viel zu tun haben. Gleichzeitig sind grundlegende Fragen der Physik wie die nach der Masse noch immer unbeantwortet. Doch statt Lösungsansätze von Einstein oder Dirac aufzugreifen, verwendet man lieber Milliarden auf die Suche nach neuen Teilchen und mutmaßt über verborgene Dimensionen. Alexander Unzicker liest der Physik die Leviten - und weist ihr den Weg aus dem Labyrinth, in dem sie sich verlaufen hat. Seine fundierte und packende Analyse beweist, dass die derzeitigen Theorien dem Kosmos mit seinen unendlichen Weiten nicht gerecht werden.

Stimme
"Unzicker ist ein naturwissenschaftlicher Ketzer. Und das meine ich als Kompliment!"
Vince Ebert, Wissenschaftskabarettist

Autor
Dr. Alexander Unzicker ist studierter Physiker und Hirnforscher. Er hat vielbeachtete Fachpublikationen zur Gravitationsphysik und Kosmologie verfasst und ist Autor des Bestsellers "Vom Urknall zum Durchknall", der von Bild der Wissenschaft zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010" gekürt wurde. Alexander Unzicker lebt in München.
www.auf-dem-holzweg-durchs-universum.de

Fazit
Der Physiker und Hirnforscher Dr. Alexander Unzicker hat sich mit seinem hervorragenden Diskurs- besser Fragebuch "Auf dem Holzweg durchs Universum" begeben und festgestellt, warum sich die Physiker verlaufen haben. Sie, die Physik nennt er Patient; sind also die Physiker "Patienten?" Die Antwort klingt fast ja, denn sie denken nicht über Einfaches nach, sondern verlieren sich im symptomischen Herumdoktern über Transurane, Epizyklen ...
Wichtiges wird nicht geklärt, z.B.: Die Ruhe, Drehung und Beschleunigung im Raum und sie wissen auch nicht wie der Kosmos tickt, sagt Unzicker.
In direkter und verständlicher Sprache formuliert er die drängenden Fragen wie: Den Tanz der Elektronen, das Spin-Rätsel und die Atomspektren; dann wie Galaxien Computer ärgern: vom Glauben vom Leben nach dem Sterntod? Schwarze Löcher und Dunkle Materie ? Sowohl im Innersten der Kerne (sind sie endlos teilbar, verordnete Quarks und der Tango am CERN, assoziiert das aktuelle Glühlampenverbot), als auch im Kosmos (Quasare und kosmischer Mikrowellenhintergrund) ergeben ein immenses Fragenfeld. Schliesslich ist auch über das Zahlenspiel neu nachzudenken: der Lichtgeschwindigkeit, Dirac's 40 Nullen. Wasserstoff-Mysterium 137..
Er kommt zum selben Schluss we Feynman: Lerne von der Wissenschaft, an den Experten zweifeln. Es bedarf einer methodischen Sanierung, so Unzicke und hält "die angewandte Physik " - als permanentes Fragefeld (Platon, Staat) - "für eine grossartige Wissenschaft" da "gute Beobachtungen nie vergehen (Shapley, Astronom)", zusammen mit dem "gläsernen Experiment*. Dazu unterbreitet Unziker zehn Vorschläge (Weltwissenerbe regelmässig prüfen, Vollständigkeit, Sicherung, Dokumentation, Datenreduktion, Offenheit, Berechenbarkeit, Reproduzierbarkeit, Metadaten/Zeit-Umfeld/, Support) und fordert auf immer neu zu fragen. Gut so. m+w.p12-9


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