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 Online-Publikation: November 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< André Glucksmann: Hass . Die Rückkehr einer elementaren Gewalt >>
Übersetzt aus dem Französischen von Bernd Wilczek, Ulla Varchmin
288 Seiten, Fester Einband, 3-312-00360-1, 978-3-312-00360-0, CHF 36,00, € 19,90
Carl Hanser Verlag, München 2004; www.hanser.de;

Inhalt
Der Hass ist längst nicht mehr nur das Kennzeichen fanatischer Splittergruppen. Stattdessen bestimmt er das Denken und Handeln ganzer Volksbewegungen. In gut humanistischem Glauben vertrauen wir darauf, der Hass lasse sich durch Verständnis und Vernunft überwinden. Damit betrügen wir uns nur selbst. André Glucksmann trifft mit Hass so prägnant wie provokant ins Herz unserer modernen Gesellschaft.

Autor
André Glucksmann, geboren 1937, lebt heute in Paris. Seit vielen Jahren schreibt er Bücher gegen totalitäre Systeme in jeglicher Ausprägung; mit Bernard-Henri Lévy und Alain Finkielkraut gehört er zur 'Neuen Philosophie' in Frankreich. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen Die Meisterdenker, Die Macht der Dummheit und Das Gute und das Böse.


Fazit
Zum Diskursbuch von André Glucksmann " Hass . Die Rückkehr einer elementaren Gewalt" schreibt Ludger Lütkehaus in Die Zeit, am 13.10.2005 : Eine glänzend belesene Analyse. Wir fügen hinzu: Glucksmann beginnt seine Untersuchung mit der Wasserstoffbombe und der im Menschen in seiner Gewalt-Werkstatt am Beispiel "Friseure": Heute Abend bringen wir die Friseure und die Juden um! Warum die Friseure?" Der Wahn des Einzelnen vermag sich dank der Massen-mobilisierung , ( -medien, heute) bis zum Lynchmord lenken. Hass, nach Glucksmann, ist hartnäckig und gewalttätig, rücksichtslos - es Gott gleichzumachen - er folgert zu Recht: "Illusionsfreie Realisten kennen ihre Grenzen - sie brauchen den Hass nicht zu hassen!".


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