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Online-Publikation: September 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Imaginäres Gespräch mit Eulenspiegel zu seiner 700-jährigen Überlebenskunst in der Crossmedia *- Welt >>
Gesprächspartner:
E= Till Eulenspiegel / Ulenspegel (1300* Kneitlingen/Braunschweig - 1350+ Mölln/Lübeck), K= Kultur-Punkt / Prankl
Aktueller Medienbereich dazu: Eulenspiegel Verlag www.eulenspiegelverlag.de;  info@eulenspiegelverlag.de;  Das Neue Berlin; Neues Leben; Ohreule; edition ost; melodie&rhythmus (fack@melodieundrhythmus.de);

Kurzcharakteristik der Crossmedia in diesem imaginären Gespräch
-Eulenspiegel Verlag > Crossmedia
-Das Neue Berlin > Belletristik
-Neues Leben > Jugenkultur
-Ohreule > Hörbucheditionen
-edition ost > DDR-Aufarbeitung
-melodie&rhythmus > internationale Musikplattform seit 1957: querbeet für 40+ mit familiärem crossover bis zu Jugendbands-Promotion..


Imaginärer Gesprächsinhalt
K: Vor allem möchte ich Ihnen Till meine Wertschätzung bezeugen, dass Sie mir Gelegenheit geben dieses Gespräch nach rund 700 Jahren zu ermöglichen.
E: Gern geschehen (grinst dabei, ziemlich unverschämt, aber nicht herablassend, närrisch eben...).
K: Man glaubt zu wissen dass Sie 1300 in Kneitlingen/Braunschweig und 1350 ins Überirdische Leben Mölln/Lübeck eingegangen sind und bis heute in Crossmedia immerzu wiederkehren..
E: (lacht verschmitzt) ja vielleicht, aber werden Sie bitte deutlicher : was meinen Sie mit diesen Crossmedia?
K: Heute verstehen wir darunter, dass Medienmacher ihren Namen, ihre Marke - wie Sie übrigens auch eine geworden sind - als strategische Quelle nutzen, um ihr journalistisches Material nicht nur in traditionellen Plattformen zu nutzen, sondern auch via Internet, mobile Dienste und weitere digitale Bereiche eine erhöhte Bekanntheit, mehr Publikum, um damit mehr Erlös zu generieren..
E: Klingt ziemlich kompliziert und undurchschaubar, aber in etwa ähnlich wie meine Live-Auftritte und die Gerüchte, die sich danach ent wickelt und verwickelt haben ..
K: Genau so. Inhaltlich neigen Sie bei Ihren Auftritten /Performances- wie wir heute sagen zum Schwank volkstümlicher, ja sogar volksdümmlicher Art, der Eule gleich - ein Sprach-Beutegreifer sozusagen, wenn ich Sie richtig verstehe..
E: Kann schon sein.. aber das passiert doch tagtäglich in Ihren aktuellen Dämmerkratien, pardon Demokratien genauso, wie zu meiner Zeit..
K: Sie sind also ein bewusst-permanenter Verunsicherer?
E: Ja, aber auf eine linke Art, gewiss, jedenfalls nicht nach rechts trifftend...
K: Ein Warner auch?
E: Gewiss.
K: Sie warnten also damals wie für heute, dass Demokratien stets von Neoliberalen beinahe unsichtbar überwältigt, ausgesaugt werden und so umkommen, um zu Kriegsstätten zu verkommen?
E: So ist es.
K: Wenden wir uns zu einem musischen Bereich zu. Vor rund 100 Jahren hat ein Namensvetter in Leipzig Ihren Namen abgewandelt und publizierte unter Eulen-Burg, musste diese Stadt 1939 verlassen und nach London umziehen, weil es ihm unter den neoliberalen Kriegstreibern zu heiss wurde... Frage dazu: Kann auch die Musik die Leute ver-rücken wie Ihre Inszenierungen damals?
E: Warum nicht ( Es huscht ein leises, entspanntes Lächeln über sein Gesicht)..
K: Rund 96% Verführbare und nachweislich 66 % zum Foltern Bereite sind mitten unter uns. Sie haben es sicher auch zu spüren bekommen...
E: Und bin ihnen stets entkommen (lacht), nicht immer leicht.
K: Heute nennen wir solche Persönlichkeiten - wie Sie, die mit dem verschmitzten aufrechten Gang, einfach Linke, aber 2500 Jahre zuvor nannte sie Platon** schon in seinem Modell-Staat, seiner Modell-Demokratie Wächter, die Aufmerksam-Macher, versteckt als Volksnarren, Ver-Rücker.. (kleine Pause, Till gähnt).. Jedenfalls danke ich Ihnen für das Gespräch! ( Till verschwindet im Dunst...)
** http://archiv.kultur-punkt.ch/akademie4/


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