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Online-Publikation: Februar 2011 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Marcus du Sautoy : Das Geheimnis der Symmetrie . Symmetrie steht für Schönheit . Aus dem Englischen von Stephan Gebauer und Andreas Gebauer >>
432 Seiten . Mit 78 Abbildungen und 4 Tabellen . ISBN 978-3-423-34658-0; 12,90 [D] 13,30 [A] 19,90 [CH]
Deutscher Taschenbuch Verlag, München; www.dtv.de;

Inhalt
Schneekristalle sind symmetrisch, Bienenwaben, Blütenblätter ... und auch Menschen, die wir als schön empfinden. Wir können Symmetrie sogar schmecken und riechen. Die Suche nach ihrem Geheimnis führte den Autor bis in die Gärten der Alhambra und die Wüste Sinai.
Als Hardcover erschienen unter dem Titel: Die Mondscheinsucher. Mathematiker entschlüsseln das Geheimnis der Symmetrie

Autor
Marcus du Sautoy: http://www.dtv.de/autoren/marcus_du_sautoy_3379.html.

Fazit
Mit bildhaft erzählender Kraft verführt Marcus du Sautoy Interessierte zur Geometrie und Abstraktion in "Das Geheimnis der Symmetrie ".
Es ist eine klarsichtig geometriesierende und mathematisch unterbaute Darstellung von Linien und Isometrien, die, wie er selbst feststellt, dass "Symmetrie für Schönheit steht" . Und ist es ihm gelungen die Rätsel der Natur mathematisch-geometrisch zu entschlüsseln? Sicher nicht voll und ganz, da wir selbst im Netz dieser Rätsel eingebettet sind, so wie auch die Mathematiker. Wir erfahren dass es bis 17 Symmetrien gibt ( musikalisch in 32 Sätzen/Takten ) , denen der Autor mit seinem Sohn in der Alhambra mit vielen Abweichungen nachgeht, das Zahl-Zeichen 0 die Inder entdeckten, ein Ikosaeder (10-seitige 3-Eckfigur) und ein Dodekaeder (12-seitige 5-Eckfigur) eine Dualität und einen symmetrischen Wechsel ermöglichen.
Darüber hinaus führt uns du Sautoy via symmetrischer, revolutionärer Wissensbildung zur aktuellen, asymmetrischen Wirklichkeit :
Grossartig und heute besonders aktuell erscheint du Sautoy - und uns paradigmatisch - die Tatsache der Entstehung der Ecole Polytechnique 1794, " die Studenten wurden ausschliesslich aufgrund ihrer Intelligenz und ihrer Kenntnisse ausgewählt. Niemandem wurde ein Studienplatz verweigert, weil er mittellos war. Jeder Student erhielt einen Sold, der dem eines Schützen in der Armee entsprach." Hier reichen sich geometrische Symmetrie einerseits und gerechte Symmetrie die Hand, um sich aktuell zu empören: "... es empört uns, dass Arme ärmer und Reiche reicher werden, der Wohlstand immer ungleicher verteilt ist und der Profit von Wenigen mehr zählt als die Bedürfnisse der Gemeinschaft. Am Wichtigsten ist: sich organisieren und dagegen auftreten." m+w.p11-2
Erweiternder Hinweis: www.kultur-punkt.ch/ereignisse/ullstein11-2hessel-empoerteuch.htm .


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