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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<< Heribert Prantl: Kein schöner Land - Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit >>
208 S., Format: 12.5 x 20.5 cm, Klappenbroschur; ISBN: 3-426-27363-2; ISBN-13: 978-3-426-27363-0; EUR (D) 12,95
Droemer Knaur - München 2005; www.knaur.de

Inhalt
Die Spitzenpolitiker der Generation, die in den 60er und 70er Jahren den sozialen Aufstieg geschafft hat, kappen die Verbindung nach unten. Die neuen Gesetze fördern die neue Armut.
Die Führungsschicht in Politik und Wirtschaft kompostiert die soziale Verantwortung. Ihre Reformpolitik ist einseitig und gefährdet den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie schützt nicht vor sozialen Risiken, sondern produziert diese Risiken neu. Sie fördert nicht den Gemeinsinn, sondern praktiziert Gemeinheit. Sie entsorgt die Solidarität und belastet damit die Familien mit Kindern. Die Leute werden arm gemacht, kriegen aber keinen Job.
Die Folgen einer Politik, die weder sozial noch christlich, sondern vor allem unanständig ist, sind abzusehen: Die Volksparteien entfremden sich dem Volk, die Wähler laufen in Massen weg. Dann schlägt die Stunde des Populisten.

Autor
Heribert Prantl
geboren 1953, studierte Rechtswissenschaft und Geschichte und war zunächst Richter und Staatsanwalt, bevor er als Redakteur zur Süddeutschen Zeitung ging, wo er heute Leiter des Ressorts Innenpolitik ist. Für seine Veröffentlichungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis und mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik. Heribert Prantl hat bisher bei Hanser, Steidl, HoCa und Europa publiziert: Deutschland, leicht entflammbar (Hanser 1993) Sind wir noch zu retten (Hanser 1998) Rot-Grün (HoCa 2000) Helmut Kohl, die Macht und das Geld (Steidl 2000, zusammen mit Hans Leyendecker und Michael Stiller) Verdächtig (Europa 2002)

Fazit
Heribert Prantl hat mit dem Buch "Kein schöner Land - Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit" und seinem ausdruckvollen Sprachduktus das Kernthema unserer Gesellschaft anvisiert, in der unzähligen Menschen  unverschuldet in Schieflage geraten, das der Turbokapitalismus gnadenlos zuschlagend verursacht samt seinen Adepten die PolitikerInnen, die als HelfershelferInnen mit im Boot der Wirtschaftbosse mitwirken. Gut so, dass all das klar und unverblümt ausgesprochen wird und zum Diskurs auffordert.


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