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Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< André Comte-Sponville: Kann Kapitalismus moralisch sein? Aus dem Französischen von Hainer Kober >>
detebe 24063 Broschur, 336 Seiten; ISBN 978-3-257-24063-4; € (D) 11.90 / (A) 12.30, sFr 19.90
Diogenes Verlag AG, Zürich; www.diogenes.ch

Inhalt
Aus dem Kalten Krieg ist 1989 der Kapitalismus als Sieger hervorgegangen. Doch wozu war dieser Sieg gut? Und was ist seither aus dem Sieger geworden?
Kann Kapitalismus moralisch sein? Diese Frage geht uns alle an. Und zwar nicht nur in Zeiten der Rezession. Denn ob wir es wollen oder nicht: Mit unserer Arbeit, unseren Wertschriften und Bankkonten und mit unserem Konsum sind wir Teil eines ökonomischen Systems, das die einen zu Gewinnern, die anderen zu Verlierern macht. André Comte-Sponville geht den unterschiedlichen Einstellungen zum Thema Unternehmungsführung nach und unterzieht die Mechanismen der Wirtschaft sowie der Moral einer Analyse. André Comte-Sponville stellt die brisanten und fundamentalen Fragen.

Stimmen
»André Comte-Sponville geht eine ganze Reihe von aktuellen ökonomischen Fragen an, oft humorvoll und immer klar und anschaulich. Als Philosoph versucht er, der Wahrheit, die sich hinter dem Zeitgeist und den Modeströmungen verbirgt, auf die Spur zu kommen. Das alles macht dieses Buch interessant für jeden! «Le Monde

Autor
André Comte-Sponville (* 12. März 1952 in Paris) ist ein französischer Philosoph. Er war bis 1998 Professor an der Sorbonne und arbeitet heute als freier Schriftsteller.
http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Comte-Sponville

Fazit
Der zeitgenössische Philosoph Comte-Sponville ver/führt uns denkend wie fühlende Zeitgefährten mittels der direkten Ansprache zum Weiterfragen in seinem Diskursbuch "Kann Kapitalismus moralisch sein?" Er sieht Politik und Tragik aneinander gekettet und hält es mit Freud, dass die Welt keine Kinderstube ist. Unter Tragik meint er, dass unsere unbefriedigende Wirklichkeit im Denken nicht ausgeklammert wird und Mut wie Erkenntnis gleichermassen voraussetzt. Seine utopisch-ironische These: "Wäre die Ethik eine Profitquelle,...wir brauchten keine Arbeit, keine Unternehmen, keinen Kapitalismus". Wir haben diesen nun mehr als weniger!? Ein sehr eindrücklicher Diskurs. m+w.p11-8


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