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Pa4-13-8gutleben-sterben-platon

Quelle: Platon: Der Staat, reclam >
gutleben-sterben

330d: Gedanken an den Tod im Alter
Kephalos:“ Merke wohl Sokrates, wenn man sich seinem Tod nahe glaugt, dann überkommen einen Furcht und Bedenken über Dinge, um die man sich früher nicht sorgte, die Mythen vom Hades – wer hier Unrecht getan, der müsse dort büssen .. und Pindar*) sagt „ wer gerecht und ehrfürchtig sein Leben lebt
Dem wärmt das Herz

Und folgt durchs Leben

Des Alters Freundin

Die liebe Hoffnung

Die aller Menschen

Vielwandelbare Gedanken lenkt“.

Hommage an Pindar – ein Haiku:
wer hier vor jenseits

Gerecht und mit ehrfurcht lebt

Liebt freundin wandlung

w.p 13-8

 

608b: Die Seele ist unsterblich, ewig, das Leben währt nur kurz …
609c: Der Körper stirbt an seiner eigenen Schlechtigkeit ..
610d: Tod gilt als Befreiung von Übeln, Seele währt ewig, trotz Schlechtigkeit ..
614e:  Erlebnisse nach Tod
(Nahtoderfahrung) ; die Seele entfernt sich, 2 Richter entscheiden über das Vorgehen
386ff: Die Mythen (1) werden abgelehnt, soweit sie Tod erregen (SozRealismus. Stalin-Gorki): nur Schönes gilt
366a: Mysterien (2) helfen im Jenseits – um der Gerechtigkeit willen ..

(1) Mythos (maskulin, von altgriechisch μθος, „Laut, Wort, Rede, Erzählung, sagenhafte Geschichte, Mär“, lateinisch mythus; Plural: Mythen) ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, mit der Menschen und Kulturen ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck bringen. Im traditionellen religiösen Mythos wird durch den Mythos das Dasein der Menschen mit der Welt der Götter verknüpft.
Die Vorstellung von Autorität, höherer Wahrheit und allgemeiner Relevanz (mitsamt dem Verdacht der Verblendung) ist nicht ursprünglich mit dem Begriff Mythos verbunden. Für Platon kann mythos Wahres und Falsches enthalten; Dichter werden dazu aufgefordert, möglichst wahre mythoi zu dichten. Die literarische Gattung des so genannten platonischen Mythos hingegen kann ganz Unterschiedliches umfassen: Ein Gleichnis, eine Metapher oder auch ein Gedankenexperiment. Platon schuf in seinem Dialog Timaios auch einen Mythos von der Entstehung der Welt (Kosmogonie), von dem wesentliche Aspekte im Mittelalter stark rezipiert wurden.

In einem weiteren Sinn bezeichnet Mythos auch Personen, Dinge, Ereignisse von hoher symbolischer Bedeutung oder auch falsche Vorstellung oder Lüge – wie es Oligarchien, Despotien und totalitäre Staaten nutzen um Kulturschaffende für ihre repräsentativen und herrschaftserhaltende Macht zu nutzen, sie Soz-Realismus/Stalin-Gorki, DeutscheReichskunst / Hitler-Speer…


(2) Mysterium (von griechisch μυστήριον mysterion, ursprünglich für kultische Feiern mit einem geheim bleibenden Kern, volkstümlich auch abgeleitet von myo, den Mund schließen[1]) wird gewöhnlich mit Geheimnis übersetzt. Gemeint ist ein Sachverhalt, welcher sich der eindeutigen Aussagbarkeit und Erklärbarkeit prinzipiell entzieht - nicht einfach eine nur schwer mittelbare oder zufällig verschwiegene Information.

 

*) Pindar (griechisch Πίνδαρος Píndaros, latinisiert Pindarus; * 522 oder 518 v. Chr. in Kynoskephalai bei Theben; † kurz nach 445 v. Chr.) war ein griechischer Dichter und zählt zum Kanon der neun Lyriker
 


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